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Test
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28.05.2018

Mackie HM-4 Test

Ultrakompakter 4-Kanal-Kopfhörerverstärker

Klein, aber oho!

Der Kopfhörerverstärker HM-4 unterschiedet sich optisch gravierend von seinen größeren Geschwistern der neuen HM-Serie des amerikanischen Herstellers Mackie. Der HM-4 ist dermaßen kompakt, dass man zunächst gar nicht vermutet, dass es sich um eine gemeinsame Serie handelt, doch es gibt durchaus Gemeinsamkeiten mit dem mir zeitgleich zum Test vorliegenden HM-400 im 19-Zoll-Format.

Was der kleine Kopfhörerverstärker, dessen Verkaufspreis sich deutlich unterhalb der 50-Euro-Grenze befindet, an Qualitäten vorzuweisen hat, wollen wir in dem folgenden Test herausfinden.

Details

Der Mackie HM-4 ist ein 4-kanaliger Kopfhörerverstärker mit einer Anschlussbuchse, bei den "19-Zoll-HMs" sind es mehrere je Kanal. Der primäre Einsatzzweck ist wahrscheinlich das Splitten des Kopfhörersignals zum Monitoring von bis zu vier Musikern im Studio, wobei die "nicht musikalische" Verwendung, wie das gemeinsame Anschauen einer spannenden Netflix-Serie an einem Tablet-Computer, ebenfalls ein denkbares Szenario ist.

Funktionen

Im Gegensatz zu seinen großen Geschwistern, die je Kanal mit einer Klangregelung, Aux Input, Mute und noch weiteren Features glänzen, kann der HM-4 lediglich die Lautstärkeregelung seiner Kanäle eins bis vier vorweisen. Ein wesentliches "Feature" ist allerdings das bemerkenswert kompakte Format des Mackie HM-4, der zum Transport praktisch in eine Jackentasche passt und sich am Einsatzort problemlos positionieren lässt.

Anschlüsse

Auf der Geräterückseite befindet sich eine Reihe aus insgesamt fünf 6,35mm-Klinkenbuchsen zum Anschließen von bis zu vier Kopfhörern sowie der symmetrische TRS-Klinkeneingang zur Speisung des HM-4 mit einem Stereosignal. Bei Bedarf kann man durch die eingangsseitige Verwendung eine TS-Kabels das Signal mono summieren. Auf der rechten Seite ist die Buchse zum Anschließen des externen Netzteils zu sehen.

Verarbeitung

Mackies Marketingabteilung verwendet für die HM-Serie das Prädikat "Built like a tank", was tatsächlich auch auf den 4-Kanal-Zwerg zutrifft. Das komplett aus Metall gefertigte Gehäuse könnte man höchstens mutwillig zerstören und nur dann, wenn sehr ambitioniert vorgeht. Auch die sonstige Verarbeitung wirkt absolut hochwertig. Sowohl die Anschlüsse als auch die Potis, die im Übrigen sogar etwas fester im Sattel sitzen als beim HM-400, machen einen solide verbauten Eindruck. Alles deutet darauf hin, dass Besitzer des Mackie HM-4 lange Freude an dem Kopfhörerverstärker haben werden.

Lieferumfang

Der kompakte Kopfhörerverstärker wird mit einem externen Schaltnetzteil ausgeliefert, welches sich der regionalen Stromversorgung anpasst und mit Spannungen von 100 bis 240 Volt (50/60 Hz) betrieben werden kann. Außerdem ist eine gedruckte Version des Quick Start Guide mit an Bord, auch in deutscher Sprache. Mehr Details, Tipps und Daten zu allen Modellen der HM-Serie stehen hier online zur Verfügung und ein detailliertes Manual zum HM-4 findet ihr hier. Schon in den 90ern, in denen ich zum ersten Mal mit Gerätedokumentationen von Mackie in Berührung kam, entpuppten sich deren Autoren als Spaßvögel. Einen Poti zum Ändern der Jahreszeit gibt es beim HM-4 nämlich gar nicht, sondern wahrscheinlich nur beim Spitzenmodell HM-800.

Wie schlägt sich der ultrakompakte und puristische Kopfhörerverstärker denn nun in der Praxis?

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