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25.01.2021

LD Systems ICOA SUB 18 A und ICOA SUB 15 A Test

aktive 18-Zoll und 15-Zoll Bassreflex PA Subwoofer

Mit der ICOA-Serie bietet LD Systems einen recht preisgünstigen und einfachen Einstieg in die Welt der Beschallung. Die überwiegend aktiven PA-Systeme sind simpel in ihrer Handhabung und richten sich an Bands, kleine Bühnen und Theater. Dank aktiver Technik benötigt man keine zusätzlichen Verstärker, womit Einrichtung und auch Verkabelung relativ unkompliziert erfolgen können. Via Bluetooth sind einige der neueren Speaker sogar komplett standalone nutzbar. Weitere Infos zu den ICOA-Tops findet ihr im Test meines Kollegen Dirk, denn hier geht es mir um die beiden neuen Subwoofer: ICOA Sub 18 A und ICOA Sub 15 A.

Details

Günstige PA-Systeme

Die ICOA-Serie ist die Budget-Line von LD-Systems und beinhaltet eine Vielzahl an 15-Zoll und 12-Zoll Topteilen in den Farben Weiß oder Schwarz, aktiv oder passiv betrieben.

18-Zoll und 15-Zoll

Vor Kurzem wurden die beiden Subwoofer ICOA SUB 18 A und ICOA SUB 15 A vorgestellt. Sie unterscheiden sich in Größe und Leistung, sind ansonsten aber baugleich und aktuell in Schwarz erhältlich. Beide Subs sind als Front-Bassreflex-Systeme konzipiert und beinhalten Class-D-Endstufen. Strom erhält man via Kaltgerätebuchse, PowerCon oder so gibt es nicht. 

Wie der Produktname verrät, gibt es eine 15-Zoll und eine 18-Zoll Variante, wobei sich das auf die Gesamtgröße der Treiber bezieht. Die Schwingspule des Woofer ist 3 Zoll (ICOA 15) bzw. 4 Zoll (ICOA 18) groß und um Ferrit gewickelt. Ferner bekommt der 15er 400 Watt RMS Power und der 18er 600 Watt RMS Power.

Der ICOA SUB 18 A spielt erwartungsgemäß tiefer und lauter. Konkret wurde er mit einer unteren Grenzfrequenz von 29 Hz beziffert, der 15er mit 36 Hz. Beide Ergebnisse wurden aber bei -10 dB gemessen, was die Aussagekraft etwas relativiert, zumal keine THD-Werte zu finden sind. Der konkret abrufbare „-3“ dürfte deutlich höher ausfallen. Die Maximalpegel wurde mit 133 dB und 131 dB beziffert, wobei auch hier weiterführende Angaben zum Messverfahren fehlen.

Kleiner Unterschied mit Auswirkung

Die Maße des Treibers wirken sich unmittelbar auf das Gehäuses aus, weshalb der Holzkasten des 18er in jeder Richtung rund 10 cm größer ist. Mit 44,3 kg stemmt er auch üppige 12 kg mehr auf die Waage als der 33,5 kg schwere Sub 15. Kein kleiner Unterschied, wie ich finde, zumal er bei dem hohen Gewicht vergleichsweise deutlich unhandlicher wird.

Zwar lässt sich der ICOA Sub 18 A durchaus wenige Meter alleine tragen – gesund ist das auf Dauer aber sicherlich nicht, zumal man die seitliche Griffe nur schwer umgriffen bekommt. Kurzfassung: Der ICOA Sub 15 A ist deutlich mobiler, wenn man eine 1-Mann-Show ist.

Solides Gehäuse

An der Verarbeitung der soliden und robusten Gehäuses gibt es nichts zu meckern – im Gegenteil! Die Verarbeitung hat mich in Anbetracht des günstigen Preises überrascht. Laut Hersteller wurde 18 mm Schichtholz verwendet, was den Kasten steifer macht als beispielsweise wackeliges MDF. Das Gehäuse ist robust beschichtet, bietet zwei gummierte Alugriffe seitlich sowie oben und unten am Frontgitter.

Das Gitter ist äußerst stabil und drückt sich nicht durch das Eigengewicht ein. Ferner gibt es Aussparungen zum Stapeln sowie optionale Rollen zu erstehen. Das obligatorische M20-Gewinde zur Montage einer Distanzstange obendrauf kommt hinzu.

Innere Werte

Über die integrierten Endstufen haben wir bereits gesprochen, sie liefern mit 400 Watt bzw. 600 Watt RMS angemessen Leistung. „Aktiv“ bedeutet übrigens nicht zwangsläufig, dass es integrierte Amps gibt. Das bezieht sich – wenn man es ganz genau nimmt – eigentlich nur auf die Art des Filterings bzw. die Machart der Frequenzweiche.

Hier ist ein DSP dafür zuständig, der neben des variablen High-Cuts auch eine integrierte Laufzeitverzögerung für bis zu 10 m Weg mitbringt. Polariasationsumkehr gibt es ebenfalls, eine variabel Phasenanpassung nicht. Etwas unflexibel zeigt sich der DSP bei seiner Reduktion auf gerade mal drei Trennfrequenzen von 80, 100 und 120 Hz. Hinzukommt der Cardioid-Mode, der eine Richtwirkung im Bass erzeugt, sollte man zwei Subwoofer übereinander und um 180° verdreht nutzten.

Dank des digitalen Filterings dürften „die Presets“ intern komplexer ausfallen, weil der Hersteller sicherlich die Möglichkeit nutzt, das Gehäuses mit über den DSP zu entzerren. Apropos Preset – den Begriff finde ich verwirrend, weil er sich in drei von vier Fällen ohnehin nur auf die High-Cut-Frequenz von 80/100/120 Hz bezieht.

Eingangsseitig stehen zwei XLR/TRS-Combobuchsen sowie zwei analoge Thrus zur Weitergabe zu Verfügung. Falls man das System 2.1 nutzen möchte, kann man den Sub unkompliziert in das Stereo der Satteliten einschleifen. Die Thrus geben immer das vollständige Eingangssignal weiter, eine Option, angeschlossen Satelliten zu „Low-Cutten“ gibt es nicht – das hätte weitere D/As und Kosten nach sich gezogen. Da die Topteile der ICOA-Serie Filter mitbringen, ist das fehlende Crossover aber kein echtes Problem – praktisch ist das aber dennoch nicht unbedingt. Gerade im „Kleinkunst“-Bereich kommt es ja doch öfter mal vor, dass man verschiedene Systeme verschiedener Besitzer zu einem großen „zusammenwürfeln“ möchte.

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