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Test
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08.03.2017

Kala Makala Soprano Test

Sopran-Ukulele

Stilvoller Einstieg

Kala gehört mittlerweile zu den bekanntesten Herstellern von Ukulelen weltweit und bietet eine Auswahl, die von der vollmassiven Koa-Ukulele Made in USA bis zum günstigen Einstiegsmodell reicht.

Darunter auch die Makala-Serie, die nicht nur den Geldbeutel schont, sondern auch mit einer überraschend guten Verarbeitung und Bespielbarkeit punkten kann. Heute nehmen wir den kleinsten Vertreter aus der Makala Serie, die Makala Soprano unter die Lupe.

Details

Der erste Eindruck:

Die Kala Makala Soprano wird mit einem Gigbag geliefert, das bemerkenswert gut verarbeitet ist. Dabei handelt es sich um eine gepolsterte schwarze Nylontasche, die neben einem Tragegriff auch zwei zusätzliche verstellbare Schultergurte hat. So können Kinder das Instrument auch auf dem Fahrrad sicher transportieren. Außerdem ist ein kleines Zubehörfach für Ersatzsaiten und Stimmgerät vorhanden. Instrumente in diesem Preisbereich werden oft ohne Tasche geliefert, und wenn eine dabei ist, dann ist sie selten so gut verarbeitet oder gepolstert wie diese.

Das steigert die Vorfreude und tatsächlich präsentiert sich die Makala Soprano nach dem Auspacken äußerst sauber verarbeitet. Der aus Agathis-Laminat bestehende Korpus weist eine gleichmäßige Maserung auf. Genauer gesagt handelt es sich um ein Kauri-Laminat, eine neuseeländische Agathis-Art. Die Brücke aus Palisander ist perfekt mit dem Korpus verbunden und auch auf dem Griffbrett lassen sich keine Kleberückstände oder Unsauberkeiten feststellen. Die Messingbünde sitzen sauber auf dem Palisandergriffbrett und auch der Hals-Korpus-Übergang ist makellos gearbeitet. Ich bin erstaunt, welche Qualität man für einen Ladenpreis von weniger als siebzig Euro bekommt.

Auf der Kopfplatte finden wir nicht das Firmenlogo von Kala, sondern den Makala-Schriftzug. An der Rückseite sind die vier offenen Mechaniken mit cremefarbenen Plastikflügeln angebracht, die schön leichtgängig laufen. Die Sattelkerben sind sehr gut gearbeitet und sogar auf die individuelle Saitenstärke abgestimmt. So liegen alle Saiten auf dem gleichen Niveau schön nah am Griffbrett. Sind die Kerben nämlich nicht tief genug gearbeitet, müssen die Saiten vor allem in den ersten Bünden mit unnötig hohem Kraftaufwand heruntergedrückt werden. Aufgrund des hohen Drucks auf die Saite und des längeren Weges wird dann der gespielte Ton zu hoch und selbst ein perfekt gestimmtes Instrument klingt dann in den tieferen Lagen sofort verstimmt. Sind die Kerben dagegen zu tief gearbeitet scheppern die Saiten in diesem Bereich und man bekommt keinen sauberen Ton hin. Eine perfekte Sattelkerbung ist also kein einfaches Unterfangen, das Kala hier mit Bravour meistert.

Die zwölf Messingbünde, die wir auf dem Palisandergriffbrett finden, sind an den Kanten schön rund gefeilt. Die Bundmarkierungen am 5., 7. und 10. Bund sind auch an der Griffbrettkante angebracht und sorgen für eine gute Orientierung. Toll, da vor allem die Sopran-Größe bei Kindern die erste Wahl ist und sich die Kleinen so besser mit den Tönen auf dem Griffbrett vertraut machen können.

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