Gitarre Hersteller_HarleyBenton
Test
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07.01.2013

Praxis

Der schmale Hals mit einem Umfang von 11,5 cm im ersten Bund und einem Umfang von 13,5 cm im 10. Bund liegt bequem in der Hand. Einen dünneren Hals hat nur meine Taylor Super Jumbo 615 mit 11cm am Sattel bzw. 13 cm am 10. Bund. Auf jeden Fall kann man mit dem Daumen bequem die dicke E-Saite und die A-Saite erreichen.

Die CLD-10SCE überrascht mit einem schönen, transparenten und runden Ton. Auch im Bassbereich kommt noch genügend Druck. Mit dem Blechsound vieler „Low Budget“-Instrumente hat das hier jedenfalls nichts zu tun. Auch der Preamp (HB CL-10) macht auf Anhieb einen soliden Eindruck. Verbindet man die Gitarre mit einem Akustikverstärker, wird man mit einem tragfähigen Sound belohnt, der sich auch auf der Bühne hören lassen kann. Im Studio stören allerdings die typischen Knarz-Geräusche im oberen Frequenzband. Dort bildet ein Mikrofon eine sinnvolle Ergänzung. 

Die folgenden Aufnahmen wurden mit zwei Großmembranmikrofonen (Neumann TLM 103) gemacht. Außerdem ist der HB CL-10 im unteren und mittleren Frequenzbereich diskret beteiligt.

Dank einer guten Saitenlage kann man auch Single-Lines und Barréakkorde bequem spielen. Leider gibt es im oberen Drittel der Gitarre auch einige Dead-Notes. Insbesondere die dünne E-Saite und die B-Saite können ihren Klang nicht immer entfalten. Die Schwingungen kommen zum Erliegen, wenn die Saiten Kontakt mit den oberen Bünden aufnehmen. Selbstverständlich kann man die Mängel beseitigen, indem man die Saitenlage verändert. Picker und Strummer brauchen sich keine Sorgen zu machen, die CLD kann richtig fett und rund sein, wie die nächsten Beispiele zeigen.

Hier habe ich ein Plektrum eingesetzt und die Begleitung zusätzlich gemutet (palm mute):

Auch bei harten Anschlägen mit Plektrum ist kein Schnarren zu hören, wie dieser energetische Rhythmus zeigt.

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