Bass
Test
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04.10.2018

Glockenklang Double Light Neo Test

Leichtbau-2x12-Bassbox

Leichter – aber auch besser?

Die meisten Musiker müssen ihr Equipment leider immer noch selber zu ihren Gigs transportieren und sind deshalb froh, wenn die Amps und Boxen nicht allzu viel auf die Waage bringen. Die Herforder Amp- und Boxenschmiede Glockenklang bietet ihre Boxen aus diesem Grund seit vielen Jahren auch als Light-Versionen mit einer deutlichen Gewichtsersparnis aufgrund leichterer Gehäuse an. Eine weitere Möglichkeit, das Gewicht der Boxen zu reduzieren, ist bekanntermaßen die Ausstattung mit leichten Neodym-Lautsprechern - und genau diese Option gibt es ab jetzt für die gesamte 12"-Boxen-Serie (alle Space- und Double-Modelle) von Glockenklang. Im Falle der Glockenklang Double Light, einer erstklassigen 2x12er in Leichtbauweise, bedeutet die Bestückung mit Neodym-Speakern eine Gewichtsreduktion um stattliche 4 kg. Wir haben uns die brandneue Glockenklang Double Light in der Neo-Version ins bonedo-Testlabor liefern lassen. Ich bin wirklich gespannt, wie sich die kompakte Box mit ihren 21 kg als Einzellösung bei kleineren Gigs schlägt!

Details

Alle bisher von mir getesteten Glockenklang-Produkte machten stets einen ungemein stabilen und extrem hochwertigen Eindruck. Das trifft natürlich auch uneingeschränkt auf die Double Light Neo zu. Die Verarbeitungs- und Materialqualität der Box befindet sich auf allerhöchstem Niveau. Ich hege keinerlei Zweifel, dass sie dem rauen Tourbetrieb bei sachgemäßer Behandlung über viele Jahre standhalten wird.

Das Gehäuse der Double Light Neo ist mit ihren Maßen von 575 x 615 x 445 mm zwar eine Spur größer als die "normale" Double, dafür wiegt sie aber satte 7 kg weniger und geht damit wirklich als "transportfreundlich" durch, denn sie lässt sich relativ komfortabel an nur einer Hand zum Einsatzort bewegen. Die Gewichtsersparnis wird natürlich nicht allein durch die neuen Neodym-Lautsprecher, sondern im Wesentlichen durch eine spezielle Sandwich-Bauweise des Bassreflex-Gehäuses erreicht, welche übrigens bei allen Light-Modellen von Glockenklang zum Einsatz kommt.

Die Box wurde mit einem strapazierfähigen, filzartigen Industrie-Nadelfilz bezogen, an den Ecken sitzen große Plastikkappen zum Schutz, und für den Transport gibt es große Griffschalen an den Seitenwänden. Hinter dem stabilen schwarzen Frontgrill prangen schließlich die beiden Neodym-Zwölfzöller sowie eine regelbares Fostex-Hochtonhorn, das den Wiedergabebereich der Bassreflex-Box nach oben erweitert.

Glockenklang attestiert der Double Light Neo eine Belastbarkeit von satten 500 Watt und liefert die Box wahlweise mit einer Impedanz von 4 Ohm oder 8 Ohm aus. Wer die Double hauptsächlich als Einzelbox mit einem schwächeren Topteil betreiben möchte, sollte also zur 4-Ohm-Version greifen, als Erweiterung für größere Stacks oder für den Betrieb mit einem sehr leistungsstarken Amp empfiehlt sich hingegen die 8-Ohm-Variante der Double Light Neo.

Auf der Rückseite der neuen Glockenklang-Box finden wir ein Anschlusspanel mit zwei Speakonbuchsen für die Verbindung mit dem Amp bzw. einer weiteren Box; oberhalb der Buchsen parkt außerdem der Regler für die Lautstärke des Hochtöners.

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