Hersteller_FXpansion Software
Test
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26.04.2012

PRAXIS

Ich öffne nun zunächst Logic 8 und lade dann das Geist-Plug-in, gefolgt vom Kit „Urban Vinyl“. Der Song Mode ist ein 8-Track-Sequencer, bei dem die acht Spuren die verfügbaren Engines anzeigen. In den Spuren lassen sich Pattern positionieren, verschieben, verlängern, oder auch kürzen. Auswechseln kann ich diese über eine aufrufbare Tastatur. In 15 der insgesamt 16 Pads platzieren sich die verschiedenen Sounds. Jedem der Pads stehen acht Velocity Layer zur Verfügung. Zunächst bleibt das Master-Signal clean. Danach bearbeite ich im Global Mixer das Master-Signal mit einer Effekt-Kette aus einem parametrischen EQ, einem Kompressor und einem weiteren Kompressor als Limiter. Bei einem recht kleinen I/O Puffer von 128 Samples und einem Moto 828 MK II Audiointerface, liegt die CPU-Auslastung meines Rechners bei rund 55 Prozent.

Mal sehen, was sich aus der Loop Library von Geist spontan zusammenbauen lässt. Dazu kombiniere ich einen Drumloop, bestehend aus Kick und Snare mit einer gleich schnellen Hi-Hat und einer weiteren Percussion-Schleife. Das ist dank Autoload im Handumdrehen erledigt. Über die Step-Automation positioniere ich dann die beiden Loops jeweils halb links und rechts im Stereo-Panorama. Ein paar Bass-Töne, ebenfalls aus der Geist-Library, verteile ich auf die Pads und statte den Loop mit dem nötigen Bass-Teppich aus. Aus dem Eigenvorrat der Software kommen auch die verwendeten Sprachsamples, die ich mit einem Panning-Effekt und einem Delay versehe. 

Natürlich will ich auch wissen, wie der Geist sich bewährt, wenn man ihn in guter alter Hip-Hop Producer Art verwendet. Also importiere ich einen „echten“ Schlagzeug-Part in die Software. Dank der guten Loop-Slice-Funktion, verteilen sich die verschiedenen Kick-, Snare- und Hi-Hat-Slices nach Gruppen sortiert automatisch auf die Pads. Bevor ich aber mit der Beat-Programmierung loslegen kann, sind hier und da noch ein paar Korrekturen nötig, besonders bezüglich der Sample-Startpunkte. Aber das gehört nun Mal einfach dazu. Mithilfe des Klick-Signals und meines Maschine-Controllers habe ich im Handumdrehen ein Drum Pattern programmiert. Ein Tambourine aus der Library sorgt für den nötigen 16tel Groove. Schließlich importierte ich als weiteren externen Sample einen Loop mit Moog Sounds. Auch hier kommt der Slicer zum Einsatz. Allerdings sind aufgrund der im Vergleich zu den Drums kleineren Transienten mehr Korrekturen nötig. Mit den einzelnen Synth-Parts spiele ich jetzt noch eine neue Melodie-Linie ein. Anschließend sample ich eine vorgegebene Länge (2 Takte) des programmierten Beats, schneide diesen Loop mit dem Slicer auseinander und verteile die Stücke auf den Pads. Innerhalb weniger Minuten kann ich daraus ein neues interessant klingendes Drum Pattern generieren. Diese Vorgehensweise birgt einen ziemlich hohen Spaß-Faktor! 

Scene Mode
Der Scene Mode ist das perfekte Tool für den Live-Einsatz. Jede Szene hat einen Snapshot-Button, der das aktuell gespielte Pattern-Arrangement des Song-Modus in einem Scene-Slot speichert. Mit einem MIDI-Controller/Keyboard (aber natürlich auch per Maus) lassen sich spielend leicht neue Song-Arrangements „on the fly“ austesten oder in DJ-Manier performen. Die aktuell gewählten Szenen laufen solange geloopt weiter, bis sie durch die Nächste abgelöst werden. Zusätzliche Variationen kann ich durch das Auswechseln von Pattern oder durch ein Deaktivieren einzelner Engines erreichen. Dass alles sorgt für einen intuitiven Workflow, und macht einfach viel Spaß! Außerdem hat man die Möglichkeit seine kreativen Ausbrüche mittels Recording-Funktion aufzuzeichnen. Anschließend lässt sich das so erstellte Arrangement im Editor finalisieren. 

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