Test
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11.03.2019

Forte Notation Notensatz 10 Test

Notations-Software

Der Wolf im Schafspelz

Musik wird heute gar nicht mehr so oft notiert. Schließlich sitzen viele Musiker nur noch an ihren Laptops und produzieren ihre Musik einfach selbst mit einer DAW. Nur wenn zum Beispiel akustische Instrumente mit in eine Produktion integriert werden sollen, oder wenn Musik für verschiedene Ensembles komponiert wird, muss für die dafür benötigten Musiker die Musik selbstverständlich notiert werden, und wenn es auch nur die Melodie und der Ablauf mit Akkordsymbolen sind, wie das im Jazz praktiziert wird.

Sieht man von den beiden Flaggschiffen der Branche namens Finale und Sibelius ab, handelt es sich bei Notations-Software in der Regel um Programme aus berühmten Häusern, die damit den Funktionsumfang der hauseigenen DAW erweitern. So hat Studio One zum Beispiel Notion oder Cubase Dorico hervorgebracht. Wenn sich nun aber ein unabhängiger deutscher Verlag seit Jahren der Aufgabe verschreibt, Notenschrift auch digital leicht zugänglich zu machen, ist das auf jeden Fall einen genaueren Blick wert. Denn schließlich gibt es auch zahlreiche Musiker, die ihre Musik direkt aufschreiben wollen, ohne sie zuvor in eine DAW eingespielt zu haben.

Details

Allgemeines

Forte gibt es zum Testzeitpunkt nur Standalone für Windows und in 32 Bit. Trotzdem lässt sich das Programm auch auf 64-Bit-Computern installieren und verwenden. An einer MacOS-Version wird laut Hersteller auf Hochtouren gearbeitet.

Die Hersteller-Website überzeugt aber durch sehr viele Videos, die zum Beispiel bei der Entscheidung für eine Version der Software helfen sollen, aber auch sehr viele Anwendungstipps liefern. Das ist besonders für den Einsteiger sehr hilfreich. Wer darüber hinaus noch zusätzliche Informationen zu Forte sucht, kann sich auf dem dazugehörigen YouTube-Kanal so richtig austoben. Hier warten weitere Tutorials, aber auch Rezensionen auf den geneigten User.

Verschiedene Versionen

Forte Notation steht in drei unterschiedlichen Versionen zur Verfügung:

  • Forte Basic kostet als Download gerademal 19 Euro und enthält Grundfunktionen wie Notation für bis zu vier Instrumente pro System inkl. MIDI-Import und -Export, zwei Liedstrophen, MIDI-Step-Aufnahme und Audio-Export im Wav-Format.
  • Forte Home liegt bei 89 Euro und bietet dann schon 16 Instrumente pro System ebenfalls mit MIDI-Import und –Export, sechs Liedstrophen, MIDI-Live- und –Step-Aufnahme, Erweiterte Layout-Optionen, Audio-Export im Wav- und MP3-Format und Bandora Arranger.
  • Forte Premium kostet 189 Euro, bietet als Flaggschiff-Version allerdings quasi unbegrenzte Möglichkeiten. Hier sind 32 Instrumente pro System und 16 Liedstrophen möglich, genau wie die MIDI-Live- und -Step-Aufnahme, sowie der Audio-Export im Wav- und MP3-Format.

Außerdem kann man in der größten Version Stimmauszüge erstellen, das Scan-Modul ScanScore Ensemble nutzen, mit dem sich bereits ausgedruckte Noten scannen und bearbeiten lassen und auch Gitarren-Grifftabellen erstellen. Zudem ist in der Premium-Version der Forte Player enthalten, eine eigene Orchesterbibliothek, mit der sich die notierte Musik auch direkt abspielen lässt. Und mit Bandora lassen sich in Windeseile Background- und Begleit-Tracks für Solisten erstellen.

Und selbst eine Freeware-Version ist online erhältlich. Wer sich mit Forte also erst einmal ausprobieren möchte, kann für ein Instrument und bis zu zwei Stimmen kostenlos Musik notieren. 

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