Hersteller_Focusrite
Test
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19.09.2016

Praxis

Gute Performance

Die Installation des Focusrite Red 4 verlief ohne Probleme: Focusrite Control Software installiert und gut. Diese Software wird übrigens von allen aktuellen Interface verwendet und zeichnet sich durch eine saubere GUI und logische Bedienbarkeit aus. Für jeden Output können individuelle Submixe erstellt werden, sowie alle Preamps fernbedient werden. Ebenfalls sehr gut sind die Latenzwerte mit 4,35 ms bei 64 Samples in Live bei 44,1 kHz. Zum Vergleich mein RME UFX schafft hier 5,5 ms über USB.

Top Klang

Der Klang des Interfaces ist sehr klar und frei von Überbetonungen jeglicher Art – ohne übertriebene Bässe oder harsche Höhen. Auch die Stereotrennung- und Ortung ist sehr gut. Was mir aber besonders auffiel, ist der wirklich schnelle Sound, wovon natürlich auch die Kombination Preamp/Wandler mit reichlich Punch profitiert. Die Transientenabbildung ist also sehr gut. Das Ganze gilt auch für die Kopfhörerausgänge, die ebenfalls sehr gut klingen und auch reichlich Power bieten.

Auch das Rauschverhalten der Preamps und die Verstärkungsleistung ist sehr gut. Unsere Mics entfalten reichlich Charakter, noch mehr mit dem Air-Mode wodurch der Klang weicher und wärmer wird. Aufgrund der Impedanz-Änderung des Air-Modes werden die Signale natürlich auch etwas lauter. Hier muss man aufpassen, dass man sich beim Soundcheck nicht davon ablenken lässt – also immer schön den Gain kompensieren, um die klanglichen Veränderungen isoliert zu betrachten. 

Einwandfreie Bedienbarkeit
Auch das Bedienkonzept des Interfaces mit seinen Hardware-Reglern und den drei Displays gefällt mir gut. Alles ist sehr pragmatisch abgestimmt und fasst sich auch gut an. Ich hatte nie das Gefühl, mich in irgendeinem Untermenü verlaufen zu haben, wie das bei anderen Interfaces hin und wieder der Fall ist. 

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