Gitarre Hersteller_Fender
Test
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04.07.2009

FAZIT
Die einen sind stolz darauf, die anderen wollen sie kaschieren: die Gebrauchsspuren. Die Road Worn Gitarren von Fender mit maschinell produzierten Gebrauchsspuren sind nicht jedermanns Sachen und sollen es auch nicht sein. Ein Musikinstrument hat in der Regel einen hohen emotionalen Faktor, und die gemeinsame Zeit prägt Spieler und Instrument. Deshalb muss für die einen jede Macke mit einer realen Geschichte verbunden sein, deren Ursprung man selbst miterlebt hat und die Ausdruck eines innigen Verhältnisses ist. Für diese Fraktion gelten für Gebrauchsspuren die gleichen Maßstäbe wie für Gesichtsfalten: Man sollte sie sich „on the road“ verdient haben. Und ein abgewetztes Griffbrett sollte eben das Ergebnis vieler Übungsstunden sein.

Aber wie am Anfang unseres Testes schon gesagt, geht von diesen alten, erfahrenen Instrumenten eine Faszination aus, der man sich kaum entziehen kann. Die Originale sind nur mit viel Glück und einem wohlgefüllten Geldbeutel an Land zu ziehen und für die meisten von uns außer Reichweite. Vielleicht polarisieren diese Instrumente, aber wir erfreuen uns doch auch an dem Picasso überm Wohnzimmersofa, obwohl es der hunderttausendste Nachdruck eines millionenteueren Originals ist. Jedenfalls ist die Road Worn Tele nicht nur ein optisches Schmankerl und ein kleines Kunstwerk, sie ist auch eine gute Gitarre zu einem vernünftigen Preis. Wer nicht weiter auf das Original sparen will, der sollte sich diese Gitarre auf jeden Fall näher ansehen.

  • Pro
  • Preis
  • Handling
  • Sound
  • Verarbeitung/Design
  • Contra
  • Technische Daten
  • Solidbody Esche bei Version Blonde, Erle bei 2-Color-Sunburst
  • Nitrolackierung Blonde oder 2-Color-Sunburst
  • Einteiliger geschraubter Ahornhals mit Nussbaumstreifen
  • 21 Bünde (Dot Inlays)
  • Mensur 25,5" / 648 mm
  • 2 x Tex-Mex Single-Coils
  • 2 Regler: 1x Volume, 1x Ton
  • 1x Toggle Switch (3 Position)
  • Chromhardware im „aged look“
  • Preis: 1069,- Euro UVP
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