Test
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01.11.2017

ESI MoCo Test

Passiver Monitorcontroller

Praktische Schaltzentrale

Die in Deutschland gegründete Firma ESI Audiotechnik spezialisiert sich seit 2004 auf preiswerte Studiohelfer wie beispielsweise Audiointerfaces, MIDI-Zubehör und diverse Nahfeldmonitore. Ergänzend zur letztgenannten Produktkategorie ist neuerdings auch ein Monitorcontroller des heimischen Herstellers, der wie viele andere Mitbewerber in Fernost fertigen lässt, im Handel erhältlich.

Beim MoCo (hm, wie kommen die bloß auf diesen Namen?) handelt es sich um einen passiven Monitorcontroller, der gänzlich ohne Spannungsversorgung auskommt und somit auf Features wie einen integrierten Kopfhörerverstärker oder beleuchtete Bedienelemente verzichtet. Die passive, also verstärkerlose Bauweise verspricht eine hohe Klangneutralität. Was hat der MoCo denn außerdem zu bieten, um potenzielle Käufer anzulocken?

Details

Der erste Eindruck

Während direkte Konkurrenzprodukte durch die sichtbare Verwendung von Metallbauteilen augenscheinlich eine gewisse Professionalität, Langlebigkeit und Wertigkeit vermitteln, wirkt der MoCo mit seinem rot-schwarzen Plastikgehäuse tatsächlich etwas billig. Offenbar setzt der Hersteller eher auf die inneren Werte, auf jeden Fall harmoniert der ESI-Controller optisch hervorragend mit meinem „Reise-Keyboard“ von Korg, wie auf dem folgenden Foto zu erkennen ist:

Trotz des sportlichen Erscheinungsbilds erscheinen das Gehäuse sowie auch die Bedienelemente und Anschlüsse dem Zweck entsprechend robust genug, sodass hier kein konkreter Kritikpunkt zu benennen ist.

Anschlüsse

Sämtliche Ein- und Ausgänge des MoCo befinden sich auf der Geräterückseite. Sowohl In- als auch Outputs sind jeweils in Gruppe A und B aufgeteilt. Input A besteht aus zwei 6,35mm-Klinkenbuchsen und ist symmetrisch ausgeführt, wogegen Input B mit zwei unsymmetrischen Cinchbuchsen und einem zusätzlichen Stereo-3,5mm-Klinkeneingang versehen ist. Beide Anschlüsse von Input B lassen sich bei Bedarf gleichzeitig betreiben, wobei mir hierfür spontan keine zwingende Praxisanwendung einfällt.

Mit Ausnahme des unsymmetrischen Stereo-3,5mm-Klinkenausgangs (Output B) sind alle Ausgänge des ESI MoCo symmetrisch. Output A ist als XLR-Buchsenpaar ausgeführt, während Output B ein zusätzliches 6,3mm-Klinkenpärchen bietet. Alle physikalischen Ausgänge des Monitorcontrollers lassen sich bei Bedarf gleichzeitig betreiben.

Features

Neben der zentralen Hauptfunktion, der Lautstärkeregelung per Poti, finden sich sechs Buttons auf der Bedienoberfläche des MoCo. Neben der Anwahl sowie dem Umschalten der Ein- und Ausgänge findet sich ein Muteschalter zum Stummschalten der Ausgänge, ein L/R-Umschalter sowie die Möglichkeit, das Ausgangssignal mono abzuhören. Während, wie ich bereits erwähnte, Output A und B parallel nutzbar sind, muss man sich bei der Wahl des Eingangssignals zwischen Input A und B entscheiden (Input-A/B-Schalter). Mit dieser Ausstattung ist der ESI MoCo in seiner Preisklasse sehr gut aufgestellt, lediglich ein Dim-Schalter fehlt zum vollkommenen Glück, den finden wir in dieser Preiskategorie meines Wissens lediglich beim Mackie Big Knob Passive.

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