Gitarre Hersteller_Ernie_Ball
Test
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06.06.2018

Praxis

Sound/Bedienung:

Für die folgenden Aufnahmen parke ich das Ernie Ball Expression Tremolo vor meinen clean eingestellten Marshall JVM 410 und verbinde es mit der Eingangsbuchse. Die angeschlossenen 2 x 12" Box nehme ich mit einem SM57 ab, wobei die Audiofiles natürlich nicht weiter bearbeitet werden.

Zuerst einmal interessiert es mich, wie sich die fünf Wellenformen im Klang äußern. Für die Aufnahmen positioniere ich dafür alle Regler des Pedals auf 12 Uhr. Das gilt auch für den Hall.

Alle fünf Wellenformen liefern den von ihnen erwartete Sound und das völlig ohne Nebengeräusche. Dank der unterschiedlichen Wellenformen lassen sich eine ganze Reihe unterschiedlicher Tremolosounds abrufen, wobei der Sound jederzeit druckvoll bleibt.

Für die nächsten Beispiele schalte ich den Wahlschalter auf Harmonic und möchte die Arbeitsweise der Potis herausfinden.

Los geht es mit dem Depth-Regler, den ich in die Maximalposition drehe. Die Wippe wird langsam nach vorne durchgedrückt und gegen Ende wieder in die Ausgangsposition zurückgebracht, in der nur das Direktsignal zu hören ist.

Schön zeigt sich die Arbeitsweise der Wippe. Der Effekt intensiviert sich, je weiter sie nach vorne gedrückt wird. Das Tremolo klingt dabei schön dick und direkt.

Weiter geht es mit dem Speed-Regler, den ich auch in die Maximalstellung bringe. Sobald ich den Regler drücke, leuchtet eine LED und zeigt die Zuweisung an. Natürlich deaktiviere ich den Depth-Regler für das folgende Beispiel.

Das Expression Tremolo erzeugt einen intensiven, für meinen Geschmack tollen Sound, der je nach Stellung der Wippe auch unterschiedliche Resultate hervorbringt, die sich allesamt sehr gut einsetzen lassen.

Welcher Sound herauskommt, wenn beide Regler, also Depth und Speed, auf die Wippe gelegt werden, kann man im folgenden Beispiel hören. Dazu positioniere ich, wie gehabt, beide Regler in Maximalstellung.

Wie erwartet kommt ein dichter, warmer Klang zustande, der je nach Positionierung der Wippe tolle Effekte hervorbringt. Natürlich lassen die sich dank der beiden Regler feinjustieren und den persönlichen Vorlieben anpassen.

Was passiert, wenn der Reverb-Regler ganz aufgedreht wird, soll das nächste Beispiel zeigen.

Der Hall zeigt sich ausgesprochen dicht und hüllt das Direktsignal in eine warme Wolke. Auch noch in der Maximalstellung des Reglers lässt sich mit den so entstehenden Sounds sehr gut arbeiten, beispielsweise, um Akkorde mit dem Volume-Regler der Gitarre einzudrehen.

Abschließend ein Beispiel mit der Sinus-Wellenform. Reverb zeigt in die Maximalposition, Depth ebenfalls und Speed steht auf 12 Uhr.

Ich denke, spätestens hier wird klar, wie vielseitig das Pedal eingesetzt werden kann und dass es mit einem wirklich tollen Sound überzeugt.

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