Bass
Test
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21.12.2017

Eich 110XS Test

Zehnzöller-Bassbox

Klein, aber fein!

Für Tieftöner, die hauptsächlich zu Hause oder in kleinen akustischen Formationen Bass spielen, ist eine kleine Bassbox mit einem Zehnzöller oftmals ausreichend. Die Vorteile eines derart minimalistischen Setups liegen auf der Hand: Eine 1x10er ist superleicht zu transportieren und nimmt auf einer kleiner Bühne oder in den eigenen vier Wänden wenig Platz in Anspruch. Trotz sehr kompakter Abmessungen sind manche Modelle allerdings durchaus dem Einsatz in einer moderat spielenden Band gewachsen. Und wenn es doch mal lauter werden soll, kann man immer noch zwei solcher Kompakt-Boxen zu einem Mini-Stack kombinieren.

In diesem bonedo-Test schauen wir dem 10-Zoll-Modell der deutschen Verstärkerschmiede Eich Amplification unter die Haube. Die kleinste Box im Portfolio von Eich Amps hört auf den Namen 110XS und ist mit einem proprietären Keramik-10-Zöller und einem zusätzlichen Hochtöner ausgestattet.

Details

Die Überraschung war groß, als ich den Karton öffnete und auf einen türkisfarbigen Würfel blickte! Thomas Eich hat sich offenbar dazu entschlossen, die 110XS in einer Custom-Version mit türkisfarbigem Tolexüberzug ins bonedo-Testlabor zu liefern. Ich finde, die Farbe steht der kleinen Box außerordentlich gut. Aber keine Angst: Wer auf die sachliche, schwarze Variante steht, wird bei Eich natürlich auch bedient.

Mein Testkandidat macht aber nicht nur optisch einen guten ersten Eindruck, er wirkt auch überaus stabil und insgesamt sehr hochwertig. Das 35 cm x 38 cm x 35 cm (B x H x T) messende Gehäuse wurde aus 15 mm starkem Pappel-Sperrholz konstruiert, an den Ecken sitzen Metallkappen und auf der Unterseite wurden dicke Gummifüße zur Rutschsicherung angebracht.

Obwohl die XS110 mit ihren 10 kg nicht sonderlich schwer ist, hat Thomas Eich dem Modell eine große Griffschale für den Transport spendiert und auf den sonst üblichen Koffergriff (der erfahrungsgemäß früher oder später sowieso ausleiert) verzichtet - eine sehr professionelle Lösung!

Vor der Griffmulde sitzt außerdem eine breite Metallleiste mit zwei runden Aussparungen. Der geneigte Eich-Fan wird es längst wissen: Die Metallleiste sichert die mit Magneten ausgestatteten Topteile von Eich-Amps auf der Box. Das ist bei der kleinen 110XS noch sinnvoller als bei den größeren Eich-Boxen, weil sie im 45-Grad-Winkel nach hinten gekippt aufgestellt werden kann, damit die Lautsprecher wie bei einem Stage-Monitor in Richtung des Spielers strahlen. Thomas Eich hat für die Kipp-Funktion eine clevere Lösung gefunden: Eine in zwei Clips auf der Unterseite der Box sitzende Metallstange wird entnommen und in eine Vorrichtung auf der Rückseite gesteckt. Die ca. 30 cm lange Stange ragt dann im 45-Grad-Winkel aus der Rückseite und hält die Box, wenn sie nach hinten gekippt aufgestellt wird.

Hinter dem Frontgrill im klassischen Look mit schwarz-silberner Gewebespannung sitzen die beiden Lautsprecher der Eich 110XS. Wie in der Einleitung bereits erwähnt, verbaut Eich seinen eigenen Keramik-10-Zöller, dessen Belastbarkeit mit 300 Watt angegeben wird. Für die Darstellung der Höhen ist ein zusätzliches 3-Zoll-Hochtonhorn zuständig, dessen Wirkungsgrad mit einem kleinen 3-Wege-Schalter auf der Rückseite der Box verändert werden kann: In der Mittelstellung ist der Hochtöner aus, in Schalterstellung 1 bekommen wir die halbe Lautstärke, und in Stellung 3 strahlt der Tweeter schließlich in voller Lautstärke. Im Panel auf der Rückseite parken außerdem unter dem Tweeter-Schalter zwei Speakon/Klinke-Kombi-Buchsen zur Verbindung mit dem Amp oder einer weiteren Box.

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