Test
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10.01.2020

DW PDP CM5 Standard Schlagzeug Test

Fünfteiliger Kesselsatz inklusive Hardware

Ambitioniertes Konzept

Mit dem PDP CM5 Schlagzeug haben wir heute ein Set im Test, das zu Recht als Klassiker bezeichnet werden kann. PDP ist, wie die meisten wohl wissen, der etwas preisgünstigere Firmenzweig der kalifornischen Edelschmiede DW Drums. Die PDP-Instrumente werden in China gefertigt. Preislich ist das Kit in der oberen Mittelklasse angesiedelt und möchte augenscheinlich ambitionierte Einsteiger und fortgeschrittene Schlagzeuger ansprechen. Schauen wir doch mal, was das Paket enthält

Details

Das Set kommt in Standardgrößen, dabei handelt es sich um eine 22“ x 18“ große Bassdrum, zwei Hängetoms in 10“ x 8“ und 12“ x 9“ sowie ein 16“ x 14“ Standtom. Dazu gibt es eine 14“ x 5,5“ große Snare. Im dritten Karton verbirgt sich ein kompletter PDP Concept Hardwaresatz, bestehend aus einem geraden Beckenstativ und einem Galgen-Beckenstativ, einem Snareständer und einer Hi-Hat-Maschine sowie einem Fußpedal. Es braucht also nur noch einen Schlagzeughocker und einen Satz Becken, um direkt losrocken zu können.

Die Ahornkessel sind zweifarbig lackiert

Die Bassdrum und Toms haben siebenlagige, sechs Millimeter starke Kessel aus Ahornholz. Wie auch beim kürzlich getesteten PDP Spectrum, hat die Snare des CM5 Sets einen zehnlagigen Kessel, der kräftiger ausfällt und auf eine Wandstärke von zehn Millimetern kommt. 

Außen sind die Kessel in einem sehr ansehnlichen Schwarz-Rot-Verlauf mit leichtem Sparkle-Effekt lackiert, die Innenseiten sind naturbelassen. Die Gratungen fallen nach einem gut sichtbaren Gegenschnitt im 45-Grad-Winkel nach innen ab. Bis auf die Bassdrum und das Floortom sind alle Trommeln bereits fertig befellt und grob vorgestimmt. Als Schlag- und Resonanzfelle sind auf den Toms klare Remo UT Felle aufgezogen. Die Snare hat ein beschichtetes Schlagfell, auf der Unterseite sind ein klares Resonanzfell sowie ein etwas nachlässig verlöteter, 20-spiraliger Snareteppich aus Stahl montiert, der mit Bändern gehalten wird. Die Bassdrum hat die typische Ausstattung mit beidseitig vorgedämpften Fellen. Als Zubehör gibt es gleich zwei Kissen, die mit aufgeklebten Klettstreifen im Kessel befestigt werden können. Die Spannreifen der Bassdrum sind passend zum Farbverlauf auf dem Kessel lackiert. Am Reifen der Schlagseite ist bereits ein Kratzschutz aus Gummi aufgeklebt. Hier kann die Fußmaschine unkompliziert angebracht werden.

Die Ausstattung des CM5 kann sich sehen lassen

Bei vielen Details orientiert sich das PDP eher an der Oberklasse. Hier wären zum Beispiel die STM-Tomhalterungen an den beiden Hängetoms zu nennen, die Snare hat die fast geräuschlose MAG-Abhebung verbaut, die auch bei teueren DW-Snares zum Einsatz kommt. An allen Spannböckchen sind DW True Pitch Feingewinde eingelassen, die bei der Snare zudem aus Messing bestehen. Die beiden Toms werden mit einem Doppeltomhalter mit Kugelgelenken auf der Bassdrum montiert, passende Memory Clamps helfen dabei, die einmal gefundene Positionierung immer wieder herzustellen. Eine weitere Besonderheit stellen die unterschiedlich starken Stahlspannreifen an Toms und Snare dar. Das Floortom ist mit 2,0 Millimeter starken Reifen bestückt, bei den Hängetoms sind sie 1,5 Millimeter stark, und die Snare setzt mit einer Stärke von 2,5 Millimetern nochmals eine Schippe drauf.

Das CM5 kommt inklusive Hardwaresatz

Im aktuellen Anschaffungspreis von 1149 Euro ist auch ein fünfteiliger Hardwaresatz enthalten. Bei allen Stativen handelt es sich um robust wirkende, doppelstrebige Ausführungen. Die Stative sind, entsprechend der Preisklasse, ohne sichtbare Makel verchromt. Rund 20 Kilo wiegt der Satz unverpackt, für schleppfaule Drummer also nicht die erste Wahl. Sehr schön ist wiederum, dass an wichtigen Features nicht gespart wurde. Der Snarekorb und die Tilter an den Beckenstativen lassen sich stufenlos neigen, das Hi-Hat-Pedal hat sowohl eine Federverstellung als auch eine Aussparung in der Hi-Hat Clutch zur Schonung des Top-Beckens. Nur der ausziehbare Galgenarm des Beckenstativs geht zuerst etwas schwergängig aus dem Mittelrohr heraus. 

Das Pedal mit Doppelkette ist bezüglich der Funktionen eher einfach gestaltet, hat aber aufgrund der Bodenplatte genügend Standfestigkeit. Der Beater lässt sich von Filz auf Plastik umstellen. Ansonsten lassen sich die essentiell wichtigen Einstellungen wie Federspannung und Beaterwinkel problemlos einstellen. 

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