Test
4
20.03.2017

Praxis

Auch wenn es anfangs etwas kompliziert scheint, ist das Pedal nach einem kurzen Blick in die Anleitung schnell zusammengebaut und spielbereit. Dafür müssen lediglich drei Teile an die entsprechende Stelle gesteckt und mit Vierkantschrauben befestigt werden. Das Handling gefällt mir dabei außerordentlich gut, denn es erleichtert und beschleunigt den Aufbau im Vergleich zu anderen Cajon-Pedalen enorm.

Überzeugendes Handling, aber bitte nicht kippeln!

Da die Cajon-Plattform nur unter das Cajon gelegt und nicht fixiert wird, muss man beim Spielen darauf verzichten, nach hinten zu kippen. Durch die niedrige Konstruktion des gesamten Pedals bleibt der Beater im unteren Bereich der Spielfläche und lässt erfreulich viel Platz für die Hände. Die Pedaleinheit lässt sich, trotz des zunächst recht kurz wirkenden Bowdenzugs gut und kompromisslos platzieren, allerdings nur am rechten Fuß - Linkstreter müssen wohl auf eine spezielle Version des Pedals hoffen.

Kick it!

Mit einer leichten Portion Skepsis gegenüber Pedalen mit Bowdenzug mache ich mich ans Spielen und bin sogleich angetan. Das Pedal macht alles mit, was mein Schlagzeugerfuß von regulären Pedalen gewöhnt ist, egal ob ich Heel-Down oder Heel-Up, leise oder laut spiele. Auch wenn sich die Holzspielfläche des Cajons natürlich anders anfühlt als ein Bassdrum-Fell, komme ich sofort sehr gut damit zurecht. Der Beater reagiert schnell und direkt, und die Trittplatte scheint mir beinahe unter dem Fuß zu kleben. Besonders in der Rückschwung-Phase fühlen sich Pedale mit Bowdenzug durch die Reibung des Kabels in der Regel recht träge an, doch dieser Effekt ist beim 5000CJ kaum zu spüren - insbesondere nachdem ich die Schrauben der leicht schwergängigen Nabe etwas gelockert und den Bowdenzug mit ein paar Tropfen Feinmechaniköl behandelt habe.

Bei Heel-Down-Spielweise bleibt das Pedal auf unterschiedlichen Böden (Teppich und Holzdielen) in seiner Position. Bei stärkerer Heel-Up-Bearbeitung oder nicht ganz ebenen Böden reicht die geriffelte „Non-Skid“ Gummischicht unter dem Pedal jedoch nicht aus, um dieses am Wandern oder Verdrehen zu hindern. Zwar kann das Pedal nicht ganz abhauen, da es vom Bowdenzug daran gehindert wird. Auf Dauer sollte man diesen jedoch besser nicht als „Wegrutschsperre“ bemühen, da sonst seine Hülle aus den Gewindehülsen gerissen werden könnte. Für Heavy-Kicker ist also Vorsicht geboten.

Ein letzter, wesentlicher Faktor ist natürlich der Sound des „Soft Touch Beaters“, mit dem DW das 5000CJ ausstattet. Er sorgt für einen kräftigen und satten Ton, der gut mit von Hand gespielten Basstönen harmoniert, sowohl klanglich als auch von der Lautstärke her,   und sich auch in einem kleinen Setup mit Snare, Becken und HiHat gut durchsetzen kann.

In den folgenden Soundfiles könnt ihr den Beater in verschiedenen Situationen hören.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare