Gitarre Bass Hersteller_Way_Huge
Test
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12.05.2018

Praxis

Sound:

Für die folgenden Beispiele verbinde ich das Russian Pickle mit meinem Marshall JVM 410 Topteil und betreibe eine mit zwei Vintage 30 Speakern bestückte Box. Für die Abnahme des Cabinets positioniere ich ein SM57 vor den Lautsprechern, keine Aufnahme wird zusätzlich bearbeitet.

Im ersten Beispiel ist der Amp zu hören, dann mit dem aktiviertem Russian Pickle, bei dem alle Regler in der Mittelstellung stehen. Als Gitarre kommt eine Fender Telecaster zum Einsatz.

Schon mit allen Reglern auf 12 Uhr kommt ein fetter, durchsetzungsfähiger Fuzz-Sound zustande, der mir auf Anhieb gut gefällt. Das Höhenbild hält sich vornehm zurück und erzeugt mit den ausgeprägten Tiefmitten einen breiten Zerrsound, bei dem Akkorde noch klar differenziert wiedergegeben werden.

Als nächstes kommt der Tone-Regler an die Reihe, den ich pro Durchgang von der Minimal- über die Mittel- hin zur Maximalstellung bewege.

Der Tone-Regler vermag den Klang deutlich zu verbiegen und erweitert das Einsatzgebiet erheblich. In der Minimalstellung kommen Freunde moderner Singlenote-Riffs auf ihre Kosten, denn der Sound ist zwar fett, aber nicht matschig. Ganz anders verhält sich der Klang bei Rechtsanschlag des Tone-Reglers. Die Bässe und Tiefmitten werden deutlich ausgedünnt, dafür treten die oberen Mitten und die Höhen hervor, was natürlich für mehr Durchsetzungskraft sorgt, den Sound aber auch entsprechend dünner klingen lässt.

Im nächsten Beispiel möchte ich herausfinden, wie sich der Distortion-Regler im Klang bemerkbar macht. Im ersten Durchgang steht er auf 9 Uhr, dann in der Mitte und abschließend in der Maximalposition.

Klanglich ist schon mit dem Regler auf 9 Uhr ein dicker, aber eher zurückhaltender Fuzz möglich, ganz nach rechts gedreht kann er mit einem, trotz des hohen Zerrgrades, absolut spielbaren Sound überzeugen. Es findet keine kaputte Zerrung statt, stattdessen werden die gespielten Noten immer noch relativ klar aufgelöst.

Ich greife nun zu einer Les Paul und stelle den Distortion-Regler auf Rechtsanschlag, um die Wirkungsweise des Tone-Reglers in dieser Konstellation auszuchecken. Dafür drehe ich Letzteren pro Durchgang von der Minimal- über die Mittel- hin zur Maximalposition.

Wie erwartet, wird der Klang aufgrund der verwendeten Gitarre dicker und noch mittiger als mit der Telecaster. Gleichzeitig hilft der Tone-Regler dabei, ein breites Feld unterschiedlicher Fuzz-Sounds abzudecken und zeigt, wie effektiv er arbeitet.

Abschließend nehme ich noch ein Beispiel mit einem Bass auf, dabei stehen alle Regler auf 12 Uhr. Als Instrument kommt ein Music Man Sting Ray zum Einsatz.

In der Tat lässt sich der Russian Pickle auch ganz wunderbar mit einem Bass verwenden, denn das Fundament bleibt erhalten und heraus kommt ein toller Fuzz-Sound, wie man ihn aus diversen Produktionen kennt. Mir gefällt das sehr gut - eine tolle Alternative zu den sonst erhältlichen, speziell für Bass ausgelegten Zerren.

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