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Test
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07.11.2019

Dunlop SC95 Slash Classic Cry Baby Test

Wah-Pedal

Charakter-Wah

Die Bezeichnung des Dunlop SC95 Slash Classic Cry Baby Wah-Pedals braucht eigentlich keine weitere Erklärung, denn sowohl das Effektgerät als auch der Künstler, dem es gewidmet ist, dürften jedem ein Begriff sein. Und tatsächlich handelt es sich bei unserem Testpedal um ein Exemplar des Klassikers, das nach den Wünschen eines gewissen Saul Hudson alias Slash modifiziert wurde.
Mit dem ersten Wah-Pedal im Jahr 1966 war ein Effekt geboren, der sich im Laufe der Jahrzehnte einen festen Platz im Arsenal der meisten Gitarristen eroberte. Dabei blieb die grundlegende und nicht besonders komplexe Arbeitsweise, die gleiche, auch wenn Dunlop das Cry Baby mit zahlreichen Modifikationen an die Wünsche diverser Spieler anpasste. Zu ihnen gehören neben anderen beispielsweise Zack Walde und Eddie Van Halen – letzterem lötete man ein eigenes, natürlich in Streifenoptik designtes Pedal nach seinen Spezifikationen. Wie und ob sich Slashs Signature-Wah vom Original unterscheidet und was es besonders macht, wollen wir im Folgenden herausfinden.

Details

Bereits 2007 spendierte der US Pedal-Hersteller dem umtriebigen Les Paul- und Zylinder-Liebhaber ein eigenes Wah-Pedal, wobei die damalige Version mit einem zusätzlichen Booster versehen war und unter dem Namen SW-95 in Serie ging. Seit 2012 ist das SC- 95 auf dem Markt und damit höchste Zeit, dieser Version einen eigenen Test zu widmen.
Das Pedal wird in einem schwarzen Karton geliefert, in dem sich neben den üblichen Goodies wie beispielsweise einem Aufkleber eine Bedienungsanleitung befindet, die aber auch auf der Herstellerwebsite eingesehen werden kann. Allerdings ist die Bedienung eines Wah-Pedals grundsätzlich selbsterklärend, und bei unserem Kandidaten kann man ebenfalls getrost auf die Lektüre verzichten. Das vollständig aus Metall gefertigte Gehäuse kommt in "used" Optik und die obligatorische Wippe bewegt über eine Zahnstange ein Poti im Inneren und generiert so den Effekt.

Mit einem Gewicht von 1505 Gramm (ohne Batterie) haben wir es mit keinem Leichtgewicht zu tun, dafür steht es mit seinen Abmessungen von 100 x 70 x 255 mm (Wippe unten) und 100 x 91 x 255 mm (Wippe oben) ziemlich solide auf den vier angeschraubten Gummifüßchen. Und natürlich braucht das Wah auch wie gewohnt etwas mehr Platz auf dem Pedalboard.

Die mit dem Slash-Logo versehene gummierte Oberseite der Wippe muss wie üblich zum Aktivieren des Effektes durchgedrückt werden, erst dann erwacht das Wah aus dem True-Bypass. Andernfalls wird das einkommende Signal direkt an den Ausgang weitergeleitet. Blaue LEDs an der rechten und linken Seite des Wahs zeigen den aktiven Zustand gut sichtbar an, was ich ausgesprochen praktisch finde, denn eine optische Kontrolle kann je nach Hörbedingungen eine immense Hilfe sein. Die Ein- und Ausgangsbuchsen befinden sich ebenfalls rechts und links an den Gehäuseseiten, links dazu die Netzteilbuchse. Das SC95 lässt sich mit einem Standard-9-Volt-Netzteil betreiben, wer aber lieber eine Batterie verwenden möchte, muss wie gewohnt den Batteriefach-Schnellverschluss an der Unterseite öffnen.

Dunlop gibt den Frequenzweg der Wippe mit 340 Hz - 1,7 kHz an, nach oben also nicht so weit, wie man es vielleicht gewohnt ist, denn das Cry Baby Standard Wah GCB95 beispielsweise geht bis 2,5 kHz, was auch aggressivere Töne möglich macht. Der etwas tiefere Klangcharakter soll laut Hersteller durch die speziell für dieses Wah gewickelte Spule zustande kommen.

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