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06.06.2019

DG De Gregorio Cajon Pedal Test

Cajon-Pedal

Flink und vielseitig

Wer ein Cajon-Pedal sucht, hat die Qual der immer größeren Auswahl. Doch die Suche könnte hier ein Ende haben, denn das DG De Gregorio Cajon Pedal bietet gleich vier Möglichkeiten der Montage am Cajon und einen direkten und leichtgängigen Antrieb über eine Kardanwelle. Ob es bei dem aktuellen Verkaufspreis von knapp 140 Euro auch noch ein Haar in der Suppe zu finden gibt, interessiert uns natürlich genauso wie euch!

Dass bei Cajon-Pedalen trotz des sehr direkten Spielgefühls kaum Kardanwellen zum Einsatz kommen, ist dem Umstand geschuldet, dass die Gelenke nicht weiter als etwa 50 Grad geknickt werden dürfen, da sie sonst blockieren. Dadurch ist das Positionieren des Trittbretts nicht immer befriedigend möglich, denn die Pedaleinheit muss relativ weit nach außen gestellt werden, und das Pedal selbst kann nicht in der gleichen Achse wie der Fuß ausgerichtet werden. Ein besonderes Konstruktionsmerkmal am DG Cajon Pedal soll dem aber Abhilfe verschaffen und dennoch komfortables Spielen ermöglichen. 

Details & Praxis

DG De Gregorios Cajon Pedal setzt mit der Kardanwelle auf eine bewährte Technik, um die Energie von der Trittplatte zum Beater weiterzuleiten. Im Gegensatz zu anderen Cajon-Pedalen mit Kardanwelle, wie etwa dem Millenium CP-777, verläuft die Trittplatte jedoch parallel zur Sechskantwelle, sodass der Winkel des Kardangelenks an der Pedaleinheit bei der Ausrichtung deutlich unter den 50 Grad liegt, die zum Blockieren führen würden. Die Konstruktion ermöglicht es zudem, dass das Cajon auch von der Seite gespielt werden kann, was letztlich jedoch vor allem dann Sinn ergibt, wenn das Cajon eine seitliche Spielfläche besitzt, wie etwa DG De Gregorios Drumbox Plus. Ein Umbau zur Leftie-Version ist ebenso problemlos möglich, da die Trittplatte auch spiegelverkehrt angebracht werden kann.

Darüber hinaus bietet das Pedal die Möglichkeit, den eigenen Vorlieben angepasst zu werden. Dazu können die Beater- und Pedalneigung, die Federspannung und die Länge der Kardanwelle getrennt voneinander eingestellt werden. 

Das in Taiwan gebaute Pedal glänzt nicht unbedingt durch ein besonders schickes Design, sondern erinnert vielmehr an kostengünstige Fußmaschinen im Einsteigerbereich. Dennoch ist es ordentlich gefertigt und macht einen robusten und tourtauglichen Eindruck.

Einzig die Befestigung der Pedal-Halteplatte am Klemmbügel mittels nur dreier Schweißpunkte hat sich bei anderen Modellen schon als Schwachstelle erwiesen und wirkt auch hier nicht stabiler.

Auch wenn die Bilder auf der fotokopierten, englischen Gebrauchsanweisung nicht immer ganz deutlich sind, stellt der Zusammenbau des Pedals kein sonderliches Problem dar. Durch die Richtung, in der die Trittplatte montiert wird, ergeben sich die Möglichkeiten, mit welchem Fuß das Cajon von vorne oder der Seite bespielt werden kann. Wer sich unsicher ist, sollte das Pedal einfach vor dem Zusammenschrauben in die gewünschte Position stellen. Der Rest ergibt sich beinahe von selbst. Da der Klemmbügel, der unter dem Cajon befestigt wird, keine Längenverstellung bietet und dementsprechend keine Überlappung aufweist, wie es bei anderen Pedalen der Fall ist, steht das Cajon bombensicher auf allen vier Pfoten. Tiefer (oder breiter) als 32 Zentimeter darf das Cajon jedoch nicht sein, was aber eh bei den wenigsten Modellen der Fall ist.

Die Positionierung der Pedaleinheit kommt meiner Wunschposition schon sehr nahe, auch wenn ich den rechten Fuß gerne ein ganz kleines Stück näher am Cajon hätte, um das rechte Bein weniger weit ausstellen zu müssen. Doch die Position ist gut genug, sodass ich auch problemlos längere Spielzeiten mit dem Pedal in Angriff nehmen würde. Das Spielgefühl ist sehr direkt, und ich habe kein Problem, verschiedene Dynamiken und Spieltechniken damit umzusetzen, ohne das Gefühl zu haben, mich sonderlich an das Pedal anpassen zu müssen. Durch den kippbaren Schaumstoff-Beaterkopf habe ich zudem zwei Sound-Optionen zur Verfügung: Trifft er flach auf, dominieren der Attack und die Lautstärke. Trifft er schräg auf, wird der Ton weicher und bassiger.

Hier könnt ihr ein paar Klangbeispiele anhören:

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