Gitarre Hersteller_Daddario
Test
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18.03.2020

D’Addario XT-Saiten im Langzeittest

D’Addario XT Bronze vs. Phosphorbronze

Dauerspieler

Herkömmliche Saiten mit offener Umwicklung verlieren nicht selten schon nach kurzer Zeit ihre ursprüngliche Strahlkraft, vor allem dann, wenn sie oft bespielt werden. Dagegen sollen beschichtete Saiten auch noch nach langer Zeit frisch und brillant klingen. Aber was bedeutet eigentlich "länger"? Näheres soll dieser Langzeittest ans Tageslicht bringen.
Zu diesem Langzeittest haben sich die XT-Saiten von D'Addario in Bronze und Phosphorbronze eingefunden, die mit einer neuartigen Beschichtung eine noch längere Lebensdauer und gleichzeitig einen natürlichen Ton versprechen.

D’Addario XT-Saiten für Westerngitarren Test

Details

Testablauf

Ich hatte bereits im Oktober 2019 die Gelegenheit, zwei Hörbeispiele (insgesamt acht Aufnahmen) zu produzieren, die ich auf zwei unterschiedlichen Stahlsaitengitarren mit jeweils einem Satz D'Addario XTAPB 1253 Light Phosphor Bronze und einem Satz D'Addario XTABR 1153 Light Bronze eingespielt habe. Im Lieferumfang befinden sich (jeweils) vier umwickelte Saiten in den Stärken 0.24", 0.32", 0.42", 0.53" und zwei blanke Diskantsaiten in den Stärken 0.12" und 0.16". Die Saiten wurden am 21.10 bzw. 22.10. aufgespannt. Die Ergebnisse der Session vom 22.10.2019 können weiter unten abgerufen werden.

Die Saiten haben - salopp gesprochen - auf den beiden Gitarren überwintert und wurden nach der Session vom 22.10.2019 nicht mehr gewechselt. Eine zweite Session fand dann am 03.03.2020 statt. Wir können nun hören, wie sich der Klang der beschichteten Saiten nach rund vier Monaten entwickelt hat.

Auch wenn der Vergleich interessante Erkenntnisse an Tageslicht brachte, möchte ich kein Anspruch auf Objektivität erheben. Es gibt nämlich viele Unwägbarkeiten, die sich nicht ohne weiteres auflösen lassen, weil z.B. die Vergleichsmöglichkeiten fehlen.

Die Wahl des Zeitpunkts der Aufnahme:
Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen? Für die D'Addario Saiten galt: Signifikante Soundunterschiede konnte ich zum Zeitpunkt der zweiten Aufnahme noch nicht hören. Ich bin bei der Wahl des Zeitpunkts von der Erfahrung ausgegangen, dass herkömmliche Saiten auf meinen Gitarren in der Regel nach vier Monaten regelmäßigen Spielens ihren Zenit überschritten haben.
Die reine Spielzeit innerhalb des gewählten Zeitraums:
Grundsätzlich hängt der Zustand der Saiten nach einer längeren Zeit auch mit den Spielgewohnheiten des Spielers zusammen. Und weil sich die Spielgewohnheiten von Spieler zu Spieler stark unterscheiden können, bleibt die Größe "Spielzeit innerhalb eines bestimmten Zeitraums" eine unbekannte Variable. In diesem Fall waren die Gitarren (jeweils) ca. 3 bis 4 Stunden in der Woche im Einsatz, hauptsächlich im Unterricht, allerdings mussten die Saiten auch den einen oder anderen Gig überstehen, das heißt, sie waren in der Übungsphase auch temporär stärkeren Beanspruchungen ausgesetzt. Ich denke, dass der übliche Rahmen damit nicht gesprengt wurde.

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