Test
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31.08.2020

Praxis

Für den Betrieb des Cameo Evos W7 stehen eine Vielzahl an Steuerungsarten zur Verfügung, was  gerade in komplexeren Anwendungen ganz klar von Vorteil ist. Die gängigste Variante ist die Ansteuerung via DMX per dreipoligem oder fünfpoligem Kabel, da der Evos W7 beide Anschlussarten besitzt. Hierbei haben wir die Möglichkeit, den DMX-Modus zwischen 16,18, 23, 33, 43 oder 87 Kanälen zu wählen.

Dank eines eingebauten W-DMX-Moduls lässt sich das auch ohne Kabel bewerkstelligen oder als zusätzliche Backup-Lösung bei Signalausfall nutzen. Es besteht nämlich die Möglichkeit, W-DMX und kabelgebundenes DMX gleichzeitig zu nutzen. Das bedeutet z. B. eine Übernahme der DMX-Steuerung über den Kabelweg, sollte das W-DMX Signal abbrechen oder eine Übergabe der DMX Werte an den XLR Ausgang zur Anbindung von weiteren DMX-Geräten, die über kein W-DMX verfügen.

Durch die Kopplung mehrerer Evos W7 über W-DMX ist zudem ein Master/Slave-Betrieb möglich. Auch verfügt der Cameo Evos W7 über einen sehr schnell einzurichtenden Standalone-Betrieb.

Über die bei Cameo beliebte Quick-Light-Funktion lässt sich schnell und unkompliziert eine statische Szene einstellen. Richtig interessant wird es jedoch bei der Steuerung über Netzwerkprotokolle wie Art-Net, sACN oder sogar Kling-Net. Diese Protokolle sind nicht nur jeweils einzeln, ganz normal nutzbar, sondern lassen sich jeweils mit dem DMX-Modus kombinieren.

Diese kombinierten Betriebsarten aktivieren automatisch den 87-Kanal Modus. Dies bietet die Möglichkeit, alle LEDs über Art-Net oder sACN und die Kopfbewegung separat über DMX zu steuern oder umgekehrt. Bei der Steuerung über Kling-Net + DMX werden die einzelnen LEDs über das Netzwerk und die Bewegung über DMX angesteuert. Somit ist es z. B. möglich, die LEDs über einen im Netzwerk befindlichen Medienserver zu steuern und ein umfangreiches Pixel-Mapping zu nutzen. Damit lässt sich natürlich entsprechender Content darstellen und somit atemberaubende Pixel-Effekte generieren.

Beam und Zoom

Der mitgelieferte Beam-Shaper kann optional auf die Linseneinheit montiert werden, um dem Lichtkegel einen ellipsenförmigen Charakter zu geben. Dabei legt man den Shaper einfach in einem von sechs sinnvollen Drehwinkeln auf die Linse und zieht ihn mit den vier mitgelieferten Schrauben fest. So entsteht eine Vielzahl an asymmetrischen Beam-Looks.

Der großzügige Zoom-Bereich von 4,5° bis 55° ermöglicht sowohl gezielte Beleuchtungseinsätze als auch großflächige Washes. Unterteilt ist der Zoom dabei in eine 4,5° - 34° Beamzone und eine 7° - 55° Fieldzone.

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