Test
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12.01.2017

Praxis

Die LED-Bar macht einfach alles mit – von langsamen Moves für die musiksynchrone Harmonie bis zum rasanten Bombast inklusive Strobe-Flashes. Und dabei bleibt sie – vorausgesetzt, das Szenario ist mit entsprechendem Timing vorprogrammiert – immer überraschend. Wird beispielsweise ein weißer Strobe in senkrechter Position abgestrahlt, lässt man ihn im direkten Anschluss einen Augenblick „schweigen“, und schon kann der Spot in jeglicher Neigung mit farbfreudigen Scenes an anderer Stelle aus dem Dunkeln tauchen. Geschieht das mit mehreren dieser Geräte, gibt das großen Locations eine filmreife geometrischer Harmonie. Es macht Spaß, sich mit diesem Gerät zu beschäftigen, das individuellen Lichtkompositionen keine Grenzen setzt.

Die beiden dreiphasigen Elektromotoren sind schnell und führen die Lichtleiste präzise an ihre Positionen. Unterstützt wird das durch die automatische Positionskontrolle, die dem Operator das zwiespältige Gefühl gibt, schleichend arbeitslos zu werden. Die Positionskorrektur kann an- oder ausgeschaltet werden, ein Detail für Spezialisten. Ich würde sie grundsätzlich aktiviert lassen.

Stille im Saal durch Konvektionskühlung

Angenehm sind die Laufruhe und die geringe Geräuschentwicklung. Dafür ist auch die Konvektionskühlungverantwortlich. Außer den unvermeidbaren Rotations- bzw. Bewegungsgeräuschen von Ausleger und Motoren ist nichts zu hören. So kann die Cameo Auro Bar 100 auch in akustisch sensiblen Bereichen wie im Theater oder bei der Messepräsenz zum Einsatz kommen. Im Marktvergleich hebt sich dieses Gerät damit durchaus ab. Wirklich leise zu arbeiten, ist beim Aufeinandertreffen von Bewegung und Geschwindigkeit nämlich keine zwangsläufige Selbstverständlichkeit.

Havarie mit Vorsatz – es funktioniert

Und dann der Crash-Test: Um zu beurteilen, wie zuverlässig der Ethernet-Schalter mit FDT-Brücke funktioniert, rupfe ich ganz stumpf einem der in Serie geschalteten Strahler die Sicherung raus. Das Ergebnis: Die Serienschaltung bleibt bestehen, alle anderen Kameraden leuchten fröhlich weiter. Muss ja weitergehen.

In der Systeminfo wird übrigens auch die Betriebstemperatur angezeigt, optional die der LEDs oder der gesamten Einheit. Die Quad-LEDs sind im Anfangsstadium etwa 30 bis 40 °C heiß, was sich kontinuierlich in die Höhe schwingt. Konvektionskühlung und Kühlrippen setzen rechtzeitig ein und sorgen für Temperaturen im geräteschonenden Bereich.

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