Software
Test
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13.02.2018

Praxis

Klang/Authentizität

Alle Audiobeispiele wurden ausschließlich mit Chris Hein Solo Strings Complete inklusive der internen Impulsantworten ohne Zuhilfenahme weiterer Plug-ins erstellt. Und so hört es sich an – beginnend mit einem kleinen Arrangement unter Verwendung der Instrumente ContraBass, Romantic Cello, Solo Viola und Solo Violin, erst in einer relativ trockenen Variante und in der Wiederholung mit etwas mehr Hall:

Die spontan eingespielte und identisch kopierte Sequenz der Audiobeispiele 02 bis 06 besteht aus Noten mit gleichbleibendem Velocitywert. Obwohl innerhalb eines Durchlaufs keine Artikulationswechsel erfolgen, ergibt sich bereits ein überwiegend homogenes und trotzdem lebendiges Klangbild aufgrund partieller Legato-Überlappungen mit authentischem Ergebnis. Daumen hoch! Im folgenden Audiobeispiel ist das Instrument Romantic Cello in den Spielweisen Portamento (Legato Long) und Polyphon zu hören:

Die letzten drei Audiobeispiele demonstrieren weitere Artikulationen und eine Überblendung der Dynamikstufen (X-Fade) per CC-Automation.

Den organisch lebendigen Sound inklusive der unkomplizierten und fantastisch funktionierenden Einbindung vielfältiger Artikulationen finde ich sehr beeindruckend – mehr gibt es dazu nicht zu sagen!

GUI

Nachdem ich mit Hilfe der gut verständlichen (deutschen) Bedienungsanleitung die Bedeutung einer Handvoll unklarer Features geklärt habe, finde ich mich trotz „Parameter-Flut“ erstaunlich schnell zurecht. Die Fensterstruktur ist gut gewählt und man behält stets den Überblick über die verwendeten und zur Verfügung stehenden Artikulationen und MIDI Controller. Top! Auch hier wurde alles richtig gemacht.

Sonstiges

Der Download und die gut dokumentierte Installation inklusive Freischaltung per Seriennummer im Service Center von Native Instruments (getestet mit Kontakt 5 Vollversion) gestaltete sich problemlos.

Der RAM-Bedarf eines einzelnen Instrumentes der Chris Hein Solo Strings Library ist stark abhängig von den verwendeten Artikulationen und weiteren Optionen (Round Robin, Release Samples etc.). Ein „gut ausgestattetes“ Library Preset mit voller Key-Switch-Belegung verlangt nach ca. 1 GB Arbeitsspeicher, was einem aktuellen Musikrechner keine größeren Probleme bereiten sollte. Trotzdem besitzen alle RAM-verbrauchenden Features sinnvollerweise einen Button zur Deaktivierung, um bei Nichtgebrauch Arbeitsspeicher freizugeben.

Die Library wurde offenbar sehr sorgfältig programmiert/editiert, was man unter anderem am synchronen Ausklang mehrstimmiger Akkorde und den beispiellos natürlichen Dynamikübergängen hört. Ganz vereinzelt konnte ich kleinere Artefakte beim Wechsel von Artikulationen ausmachen, die im musikalischen Kontext aber kaum relevant sein dürften. Im Vergleich zu ähnlichen Libraries (mit Artikulationswechsel, -überblendung, True Legato etc.) agieren die Chris Hein Solo Strings sehr sauber und natürlich.

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