Test
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05.06.2020

Praxis

Display mit veränderbarer Kontrasteinstellung 

Sämtliche Funktionen und Parameter können über das Display abgelesen werden. Eine Komponente, die sich mit Abstrichen als praxistauglich erweist. Zunächst ist das Display relativ klein gehalten. Außerdem werden die Ziffern, Zeichen und Buchstaben wenig kontrastreich dargestellt. Zwar ist ein Drehregler vorhanden, mit dem der Kontrast auf die jeweilige Arbeitssituation angepasst werden kann. Wirklich deutlich sichtbar werden die Parameter damit nicht.

Haptik und Bedienbarkeit der Fader und Knöpfe

Die Fader fahren smooth, die Knöpfe zeichnen sich durch einen guten und gesunden Druckpunkt aus. Allerdings sind die Fader und Knöpfe auch relativ leicht und machen haptisch nicht unbedingt einen besonders roadtauglichen Eindruck.

Programmierung, Editieren und Abrufen von Chases und Lauflichtern

Insgesamt 5 Chaser kann man mit dem Eurolight LC2412 von Behringer laufen lassen, 4 davon über die Memories 9-12, einen über den rechten „konventionellen“ Chaser, der weiterhin nutzbar ist. Das Patchen von DMX-Kanälen ist auf maximal 3 DMX-Kanäle pro Fader beschränkt. Insgesamt kommt das Lichtsteuerpult auf 78 steuerbare DMX-Kanäle.

Integriert ist eine Preview-Funktion, wodurch während eines Live-Events die Memories und Chases diskret überprüft und gegebenenfalls unauffällig nachgebessert bzw. manuell gesteuert werden können.

Sound-to-Light frequenzabhängig steuerbar

Die Musiksteuerung kann entweder auf den Bass mit Komplett-Input erfolgen. Komfortabel ist allerdings die Möglichkeit, die Sound-to-Light-Funktion unmittelbar auf die verschiedenen Frequenzbänder auszurichten. Zur Verfügung stehen dafür Tasten für Höhen, Mitten, Bass, bei denen die Empfindlichkeit separat zugewiesen werden kann. Die Musiksteuerung funktioniert ohne Abstriche bestens.

Sanfte Überblendfunktion und bankübergreifendes Crossfading

Angenehm ist die frei einstellbare Überblendzeit, wodurch sich extrem sanfte Übergänge zwischen den verschiedenen Bühnenbildern fahren lassen. Die Aus- und Überblend-Funktionen überzeugen durch hohe Flexibilität bei der manuellen Bedienung wie auch den automatisierten Abläufen.

Ebenso kann man über die Bankwahl eine andere Bank bzw. einen anderen Speicherplatz anwählen, während der aktuelle Chase läuft und – im Gegensatz zu manch anderen Pulten – Chases aus verschiedenen Bänken crossfaden. Auch die Möglichkeit, zusätzliche Cues einzufügen, funktioniert bestens und ist für diesen Preisbereich durchaus ungewöhnlich.

DMX-Kanalangebot begrenzt, aber erweiterbar

Das Eurolight LC2412 von Behringer ist hinsichtlich der DMX512-Kanäle auf insgesamt 78 begrenzt. Für das zurückhaltende Setup bei kleineren Events wird das häufig ausreichen. Wer die Konsole allerdings erweitern möchte, kann die Link-Funktion nutzen und dadurch zwei der Pulte miteinander kombinieren und zu einer 48-kanaligen Lichtsteuerung mit dann 156 DMX-Kanälen machen. Die einfache Kanalansteuerung funktioniert hervorragend.

Diverse Memories abspeicherbar

Kreative Lichtszenarien lassen sich unkompliziert abspeichern und abrufen. Insgesamt können 120 Memories konfektioniert und auf 10 verschiedenen Bänken gespeichert werden. Das funktioniert einwandfrei und reicht dem Lichttechniker auch aufgrund des Crossfadings über die Banken hinweg für ausreichend Variationsmöglichkeiten.

Lauflichter können in jeweils maximal 650 Schritten entworfen werden, wobei die Anzahl der Lauflichter auf insgesamt 99 beschränkt ist. Unkompliziert können die editierten Lauflichter im Live-Betrieb in Ablaufgeschwindigkeit, auch in der Intensität bzw. Helligkeit beeinflusst werden. Das funktioniert unmittelbar über die Anwahl per Knopfdruck und Speed-Fader.

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