Test
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04.08.2017

Praxis

Metallzungentrommeln können entweder mit den Fingern oder mit Schlägeln gespielt werden. Hapis werden jeweils mit einem Paar Gummischlägeln ausgeliefert, und in den Klangbeispielen kannst du dir beide Spielvariationen anhören. Während der Klang mit Schlägeln wärmer und etwas bauchiger ist, klingt das gleiche Instrument mit den Fingern gespielt wesentlich perkussiver und etwas dünner. Beides hat seinen Reiz. Metallzungentrommeln haben oft ein sehr langes Sustain, was spielerisch nicht ganz leicht zu kontrollieren ist. Hier ist ein wenig Sensibilität gefragt, sonst landet man schnell in einem dichten Soundnebel. Alle vier Hapi Modelle sprechen leicht sowohl aufs Fingerspiel als auch auf das Spiel mit Schlägeln an.

Während die Original Hapi, die Mini Hapi und die Slim Hapi bezüglich Konstruktion und Klang sehr nah beinander liegen, ist das Sustain der Omni Hapi durch die andere Form und Konstruktionsweise deutlich reduziert, was spieltechnisch durchaus vorteilhaft ist. Der Klang ist etwas weniger brillant als bei den anderen Hapi Modellen, dafür verträgt die Omni Hapi perkussives Spiel und schnellere Läufe um einiges besser als ihre Geschwister. Auch die zusätzliche Zunge in der Mitte des Instruments gefällt. Bei der überschaubaren Notenanzahl dieser Instrumente macht jede zusätzliche Note einen deutlichen Unterschied aus, und durch die gewohnte Anordnung lassen sich Grooves und Patterns, die ich sonst auf Handpans spiele, auf die Omni wesentlich besser übertragen als auf die anderen Hapis.

In den Audiobeispielen hörst du die Omni Hapi zuerst mit Fingern und dann mit Schlägeln gespielt.

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