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Test
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09.03.2009

Ampeg SVT-VR Test

Geschichte recycelt

Kaum ein anderer Bassverstärker hat seit seinem ersten Erscheinen einen solchen Kultstatus erreicht wie der berühmte Ampeg SVT. Wer kennt sie nicht, die gigantischen Basstürme, die seit Jahrzehnten die Bühnen der größten Rock-Legenden zieren? Auch ich hatte die Ehre, mich einst zu den Besitzern eines dieser Monumente zählen zu dürfen und war mehr als gespannt, meinen geklonten Kumpel aus der Vergangenheit wieder zu treffen. Als ich allerdings versuchte, das Topteil aus dem Karton zu hieven, wusste ich auch plötzlich wieder, warum ich meinen Amp damals verkauft hatte: 38 Kilo und gesunde Rückenwirbel sind völlig inkompatibel. Doch nachdem der erste Ton verklungen war, wusste ich auch sofort wieder, warum ich ihn damals unbedingt haben musste. 40 Jahre sind vergangen, doch der Ton ist geblieben.

 

1969 war das Jahr, in dem der erste Ampeg SVT mit den heute immer noch typischen 8x10“ Boxen in Kühlschrankgröße auf der NAMM-Show als Prototyp vorgestellt wurde. Die Initialen SVT stehen für den Begriff "Super Vacuum Tube“. Der SVT war und ist natürlich nach wie vor ein Vollröhrenverstärker, der seine 300 Watt Ausgangsleistung seinen massiven Transformatoren und sechs fetten Endstufenröhren zu verdanken hat. Es dauerte nicht lange, bis diese ungewöhnlich große Bassanlage die Bühnen der Welt eroberte. Dabei war es nicht ausschließlich die allseits propagierte Lautstärke, die die Bassisten verzückte. Lautstärke lieferten damals auch die anderen Topteile, die bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich von britischen Herstellern wie Hiwatt oder Marshall stammten, und die experimentierten mit 18“, 15“ und 12“ Boxentypen. Die 10“-Lautsprecher von Ampeg war ein absolutes Novum im Bassbereich, und was ihre Benutzer vor allem begeisterte, war der Sound. Wer jemals das Vergnügen hatte, mit einem SVT-Turm auf der Bühne zu stehen, der wird sich wahrscheinlich an ein Gefühl erinnern, das von Macht, Wärme und Allgegenwärtigkeit geprägt ist. Ein Sound, der vielleicht nicht dem heutigen Standard an Definition und Präzision entspricht, aber der einen kompletten Saal zu füllen vermag, der Musik ein sattes Fundament verleiht und stets angenehm wirkt.

40 Jahre nach dem Erstmodell und verschiedenen Wandlungen ist der klassische SVT „Blue Line“ als Vintage Re-Issue (VR) erhältlich, allerdings ausgestattet mit einigen sehr nützlichen Features, die dem Urahn damals fehlten. Wir sind gespannt, wie das Treffen der Generationen in der Neuauflage geglückt ist.

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