Test
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19.08.2015

Alto Zephyr ZMX52 und ZMX862 Test

Kleinmischpulte

Analoge Kraftzwerge

Die preisgünstigen Kleinmischer ZMX52 und ZMX862 stammen aus Altos Zephyr-Serie, die vor allem kleinere Live-Auftritte, Homestudio-Anwendungen oder die Videobearbeitung im Blickpunkt hat. Der erste Eindruck: Hier erhält man vielseitige Mix-Tools, die mehr zu bieten haben, als der Preis vermuten lässt. Schauen wir mal, ob sich das in der Praxis bestätigt.

Details

Die Elektronik der Minimixer haust in stabilen und formschönen Metallchassis, die beidseitig durch dunkle Kunststoffschienen abgeschlossen werden. Das leicht erhöhte hintere Drittel beider Pulte, beherbergt die Ein- und Ausgänge auf einem oberseitig zugänglichen Anschlussfeld. Die Bedienelemente sind, wie üblich, im vorderen Bereich angesiedelt. Die kontrastreichen Beschriftungen in weißem Siebdruck sind klar und eindeutig ablesbar. Alle Drehregler sind grob geriffelt und in Mittelstellung gerastert.

ZMX52

Der kleinere ZMX52 ist mit einem kombinierten Mikrofon/Line-Kanal (XLR, Klinke symmetrisch) sowie zwei Stereokanälen (2 x Klinke unsymmetrisch) ausgestattet, die sich bei Bedarf auch monophon nutzen lassen. Kanal 1 besitzt einen Gain-Regler (0 - +50 dB), eine zweibandige Klangreglung (80 Hz, 12 kHz, +/- 15 dB) sowie einen Pan- und Level-Regler. Etwas ungewöhnlich: An der XLR-Buchse liegt dauerhaft Phantomspeisung an.

Die Stereokanäle sind spartanischer bestückt, sie begnügen sich mit einem Balance- und Pegelpoti. Der Balance-Regler übernimmt im Monobetrieb die Panorama-Justierung und im Stereobetrieb die Ausbalancierung der beiden Seitensignale. In allen Kanälen signalisiert übrigens eine kleine rote LED Übersteuerungen des Eingangs. Über den als Doppel-Cinch ausgeführten Aux-In lässt sich schließlich ein weiteres Stereosignal zuspielen, das sich per Taster auf den Kopfhörer oder die Summe routen lässt.

Rechter Hand wurde der Lautstärke-Poti für die Kopfhörer verstaut, darunter der Master-Regler in Form eines schwarzen, sehr feinfühlig reagierenden Drehrads. Über die Pegelverhältnisse in der Summe informieren zwei LED-Ketten mit vier Elementen, die in der obersten Position bereits Clipping signalisieren. Das Summensignal spielt der ZMX52 über den Main-Mix-Out (2 x Klinke unsymmetrisch) und den Aux-Out (2 x Cinch) aus, wobei das Signal in beiden Fällen hinter dem Main-Level-Regler abgegriffen wird. Strom erhält das Mixerchen über ein externes Netzteil.

ZMX862

Der ZMX862 ist üppiger ausgestattet. Das schlägt sich zunächst in den Eingangskanälen nieder. Hier finden wir nicht nur einen zusätzlichen Mikrofonkanal, vielmehr sind alle Kanalzüge (2 x Mic, 2 x Stereo-Line) identisch ausgestattet. Pro Kanal gibt es einen Gain-Regler, einen dreibandigen EQ (80 Hz, 2,5 kHz, 12 kHZ, +/- 15 dB), ein Balance- respektive Pan-Poti sowie den schon bekannten Level-Regler. Zusätzlich lassen sich pro Kanal zwei Aux-Wege ansteuern, einer pre-, einer post-fader. So lässt Aux 1 als Monitor- und Aux 2 als Effektweg nutzen.

Entsprechend umfangreicher zeigt sich die Mastersektion, die konsequenterweise um zwei Aux-Returns reicher ist. Zusätzlich lässt sich der Kopfhörer per Taster wahlweise auf den Main-Mix oder den zusätzlichen Aux-In (oft auch 2-Track genannt) routen. Ebenso kann man für den Main-Out festlegen, welches der beiden Signale er wiedergeben soll. Und wo wir gerade beim Aux-In sind: Beim ZMX862 besitzt er einen eigenen Gain-Regler. Was noch? Die Phantomspannung ist für beide Mikrofonkanäle gemeinsam schaltbar, und die Aussteuerungsanzeige besitzt acht LEDs pro Kanal. Strom erhält der Mixer ebenfalls über ein externes Netzteil.

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