Test
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06.02.2016

Allen & Heath ZED-6 und ZEDi-8 Test

Analoges Kleinmischpult

Beschallen und Aufnehmen

Auf der Bühne rasch zwei Keyboards und einen Laptop zu einer Stereosumme zusammenmischen? Oder die neuesten musikalischen Ideen festhalten, wofür besagter Laptop ein Audiointerface benötigt? Zwei Aufgaben, ein Gerät: Allen & Heath ZEDi-8! Zwei Mikrofon- plus zwei Line-Stereokanäle ergeben sechs analoge Eingänge und via USB ist das Zumischen eines weiteren digitalen Stereosignals möglich. Wird der digitale Port nicht benötigt, ist der ansonsten baugleiche Allen & Heath ZED-6 die preisgünstigere Alternative.

Details

Mechanischer Aufbau

Als Gehäuse dient dem Allen & Heath ZEDi-8 eine Wanne aus schlagfestem, griffigem Kunststoff. Die  Elektronik ist einschließlich der metallenen Oberfläche als Modul konstruiert, von oben eingesetzt und verschraubt. So ergibt sich ein wertiges Erscheinungsbild, das klar von der anthrazitfarbenen Lackierung und der übersichtlichen weißen Bedruckung profitiert. Auch in Sachen Verarbeitung und Roadtauglichkeit muss sich das ZEDi-8 nicht verstecken. Im Innern finde ich sauber gelötete SMD-Platinen und hochwertige Bauelemente. Wackelnde Poti-Achsen gibt es dank fester Verschraubung der Regler mit der Oberfläche nicht. Das sollte der Lebensdauer der Lötkontakte zugutekommen. Gleiches gilt für die vier XLR-Buchsen.

Ärger mit verlorenen, vergessenen oder anderweitig indisponierten Steckernetzteilen muss der A&H-Anwender ebenfalls nicht fürchten, denn beim ZEDi-8 ist die Stromversorgung eingebaut. Ein dicker Pluspunkt. Die Kaltgerätebuchse sichte ich mitsamt Netzschalter an der Vorderseite. Hier lässt sich  als Diebstahlschutz auch ein Kensington-Schloss anbringen.

Features

Die Kanäle 1 und 2 eignen sich zum Anschluss von Mikrofonen und Line-Quellen. Ergo gibt es je einen symmetrischen XLR-Eingang plus zugehöriger Line-Klinkenbuchse. Deren Eingangswiderstand lässt sich bei Bedarf auf Hi-Z schalten und so den Bedürfnissen hochohmiger Gitarren- und Basstonabnehmer anpassen. Besonders wichtig ist das, wenn das ZEDi-8 als Recording-Interface zum Einsatz kommt, um Klangverfälschungen in den Höhen zu vermeiden.

Für Kondensatormikrofone gibt es gemeinsam aktivierbare Phantompower von 48 V; störende Bassanteile (z.B. Trittschall) bedämpft ein schaltbares Low-Cut-Filter. Dann ist auch schon der Zweiband-Equalizer an der Reihe. Dieser regelt Bässe und Höhen breitbandig per Kuhschwanzcharakteristik. Pan bestimmt die Links-Rechts-Position des Signals im Stereobild, dann folgt der Kanalmaster, der beim ZEDi-8 als Drehregler ausgeführt ist. Den beiden Monokanälen schließen sich die Stereokanäle 3/4 und 5/6 an. Deren Ausstattung ist aufs Nötigste reduziert: Klinkenbuchsenpärchen, Gain-Regler, Zweiband-EQ, Balance-Regler, der Master ist wiederum als Drehpoti ausgeführt. Lediglich der Main Mix verfügt über einen 60-Millimeter-Fader. Die PFL-Funktion ermöglicht es, die Kanäle individuell abzuhören. Alternativ zur Hauptmischung lässt sich dieses Monitorsignal per Umschalter auch auf die beiden XLR-Ausgänge legen.

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