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Test
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22.07.2010

AKG Rhythm Pack Test

Scharf wie eine Rasierklinge

Drum-Mikrofon-Koffer gibt es ja etliche, wenige allerdings haben ein so populäres Zugpferd wie das D112 von AKG im Lineup. Du weisst schon, immer wenn der Toningenieur vom “Osterei” redet, ist genau dieses Bassdrum-Mikrofon gemeint. Die restlichen fünf Mikrofone aus dem Rhythm-Pack von AKG sind nicht nur kleiner, sie sehen auch komplett anders aus. Rein optisch präsentiert sich das Ganze also nicht besonders homogen. Bleibt zu hoffen, dass der Klang einen einheitlicheren Auftritt liefert als das Design.

AKG Rhythm Pack ist ein Name, der nach Großem klingt. AKG ist eine rennomierte Firma und das englische „Pack“ ein Audruck für ein zünftiges Bündel voller feiner Sachen. Dass ich das denke, liegt wahrscheinlich daran, dass ich „Pack“ immer etwas gedehnter, also amerikanischer ausspreche, eher so „päääck“. Dabei brummt mein Stimmband derart, dass ich automatisch an etwas Großes denke, einen Chevrolet, einen Cheeseburger mit drei Frikadellen oder eben ganz allgemein ein großes Bündel voller feiner Sachen. Aber nix da, der Koffer von AKG ist der kleinste Mikro-Koffer des gesamten Vergleichstest, außerdem sind die Produkte made in Austria! Also nicht Amerika, sondern Wien, keine Burger, sondern Kaffee Melange. Platzsparend und effizient sind die Europäer ja, Understatement und Spitzenqualität gehen in der Mitte des Abendlandes seit Jahrhunderten Hand in Hand. Qualität bedeutet bei Drum-Mikrofonen für die meisten User, dass sie das Drumset vor allem nicht kleiner klingen lassen dürfen als es ist. Klein aussehen: ja. Klein machen: nein! Volumen und Power, tiefe Frequenzen und sauber aufgelöste Höhen, das will ich hören!

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