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Test
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25.11.2013

AKG K-271 MKII Test

Studio-Kopfhörer

Der Schweigsame!

Der Mikrofon und Kopfhörer Spezialist aus dem schönen Österreich hat diverse Studio-Kopfhörer geschlossener Bauart in seinem Angebot. Ein sehr beliebtes Modell ist der AKG K271 MKII. Auffälliges Merkmal des K271 MKII ist seine Abschaltautomatik, die den Kopfhörer im abgesetzten Zustand stummschaltet.

Wozu das gut ist oder ob es sich um technischen Firlefanz handelt, werden wir herausfinden. Der AKG K271 MKII ist ein Studio-Kopfhörer, der eine gewisse Historie hat, wie uns das auch Namensanhängsel „MK II“ suggeriert, welches auch spontan Assoziationen wie Fender Rhodes, alte englische Sportwagen etc. weckt. Der AKG K271 ohne Namenszusatz und der uns zum Vergleich vorliegende AKG K270 sind die Vorgängermodelle unseres Testobjekts. Studioanwendungen für Kopfhörer sind vielfältig, wofür eignet sich also der K271 MKII am besten?

Details

Bauweise

Der AKG K271 MKII ist ein geschlossener, dynamischer Kopfhörer mit ohrumschließenden Ohrpolstern, dessen auffälligstes Merkmal die bereits erwähnte Abschaltautomatik ist. Das Gewicht beträgt 240 Gramm ohne Kabel.

Verarbeitung

Mein erster Eindruck: Optisch ist es schon ein kleiner Klassenunterschied zu dem nur marginal teureren AKG K612 Pro. Der K271 MKII macht einen stabilen, zweckdienlichen und langlebigen Eindruck, allerdings ohne mir leise „setzt mich auf ...“ ins Ohr zu hauchen, wie es andere Modelle mit einer hochwertigeren Materialanmutung und Detailverliebtheit tun. Wirklich zu bemängeln gibt es aber nichts!

Mitgelieferte Kabel und Co.

Die Trumpfkarte des MKII liegt in seiner Flexibilität, sprich: in seinem Lieferumfang. Dem Kopfhörer liegen zwei Kabel bei, ein glattes von 3 Metern Länge sowie ein Spiralkabel. Die Kabel werden über Mini XLR an der linken Ohrmuschel befestigt. Das findet man in dieser Preisklasse meines Wissens gar nicht bis selten. Dem Hersteller scheint das allerdings noch nicht genug zu sein und legt ein Paar Velours Ohrpolster, alternativ zu den bereits montierten Ohrpolstern aus Kunstleder, oben drauf. Bemerkenswert, damit ist der K271 MKII für verschiedene Einsatz-Szenarien und Geschmäcker gerüstet. Wie alle AKG Kopfhörer unseres Testmarathons vertraut auch der K271 MKII auf die selbstjustierende Einstellung des simpel gearbeiteten Kopfbandes, das hier aus Kunststoff gefertigt wurde. Fast hätte ich’s vergessen, die obligatorische Kombination aus vergoldetem 3,5mm Klinkenstecker mit abschraubbarem Adapter auf 6,3mm finden wir auch beim AKG K271 MKII.

Vorbildlich sind die von der AKG Homepage herunter ladbaren Service Manuals, in denen je nach Modell der Aufbau, Pin-Belegungen, Reparaturhinweise und die Bestellnummern der einzelnen Ersatzteile aufgeführt werden. Das Service Manual für den AKG K271 MKII Pro findet ihr hier!

Technik und Kennzahlen

Der Übertragungsbereich des AKG K271 MKII ist mit 16 bis 28.000Hz angegeben und „umrahmt“ den menschlichen Hörbereich wie alle Kopfhörer unseres Test Marathons. Bezüglich der Linearität, die sich hieraus nicht erschließt, werde ich mich an späterer Stelle äußern. Eine angegebene Nennbelastbarkeit von 200mW schützt den K271 MKII vor Beschädigung durch zu hohen Pegel eines Kopfhörerausgangs. Mit einer Impedanz von 55 Ohm liefert der AKG Kopfhörer an mobilen Geräten eine Lautstärke, die mir persönlich ausreicht, es würde mich aber nicht wundern, wenn es einige „Laut-Hörer“ nicht zu 100 Prozent befriedigt, aber ich sehe den Bestimmungsort des K271 MKII sowieso woanders. Mehr als ausreichende 104dB sind als Schalldruck angegeben.

Die Besonderheit des AKG K271 MKII ist, wie bereits erwähnt, die sogenannte Auto-Mute Funktion, welche den Kopfhörer stummschaltet, wenn man ihn absetzt. Im getragenen Zustand ragt aus der linken Ohrmuschel ein kleiner gefederter Stift/Schalter – der Kopfhörer ist aktiv. Setzt man ihn ab, wird dieser Stift von einem Verlängerungsstück am linken Ende des elastischen Kopfbandes in die Ohrmuschel gedrückt, was den Kopfhörer stummgeschaltet. Simpel und wie ich finde von hohem praktischen Nutzen. Getreu dem Motto „Panik durch Mechanik“ bin ich bezüglich derartiger Features manchmal etwas besorgt, dass so etwas kaputt gehen könnte. Der zuvor erwähnte AKG K270 mit identischem Mechanismus ist bei mir seit über zehn Jahren ohne irgendwelche Probleme als Monitor-Kopfhörer im Einsatz.

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