Bass
Feature
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02.04.2014

1. Thomann Bass Day

Bass-Event in Treppendorf

Am 29.3.2014 fand in Treppendorf/Bayern der erste Thomann Bassday statt. Ausgetragen wurde das Event im gemütlichen, 130 Sitzplätze fassenden, „Amphitheater“ des brandneuen Thomann Servicecenter-Komplexes. 

Die gut besuchte Veranstaltung war kostenlos, und diejenigen, die gekommen waren, um dieser Premiere beizuwohnen, konnten sich in einer sehr herzlichen Atmosphäre gute fünf Stunden lang informieren und unterhalten lassen. Dabei stellte das ungeheuer ambitionierte Thomann-Team obendrein freie Verköstigung und Getränke bereit, sodass es wirklich an nichts mangelte. Die allgemeine Begeisterung der Anwesenden  war deutlich zu spüren. 

Eingeladen waren zwei führende deutsche Basshersteller: Gerald Marleaux und Holger Stonjek (alias „Sandberg“). Beide Hersteller berichteten jeweils 45 Minuten lang  in einer workshopartigen und von fachkundigen Zuschauerfragen profitierenden Atmosphäre über die unterschiedlichen Firmenphilosophien, Konstruktionstechniken, persönliche Erfahrungen und Ausblicke in die Zukunft des Bassbaus. Es gab viel praktisches Anschauungsmaterial in Form von Hölzern zu betrachten und anzufassen. Man lernte über Holzklangeigenschaften, neue Lackiertechniken, Sandstrahlverfahren, verschiedene künstliche Agingverfahren, unterschiedliche Halsstellschienenkonstruktionen, usw.

Deutlich wurde auch herausgestellt, dass beide Hersteller stets um Weiterentwicklung bemüht sind und sehr viel Zeit und Geld in neue Ideen investieren. Man sprach über Designideen, die nahezu zufällig entstanden seien, dann aber durch beharrliche Weiterentwicklung erst über Jahre hinweg zum finalen Produkt wurden.

Auch zukunftsorientierte Themen wurden angesprochen. Beide Hersteller führen gerade laufende holzorientierte Forschungsprojekte in Kooperation mit Universitäten durch. So forscht Marleux gerade an Impregnierverfahren für heimische Klanghölzer, um Eigenschaften von Ebenholz zu simulieren. Sandberg testet gerade ein Thermoverfahren, bei dem heimische Buche „gebacken“ wird. Im Wesentlichen ähnelt Buche in ihren Eigenschaften dem kanadischen Ahorn, mit der problematischen Ausnahme, dass Buche auch nach ausgiebiger Trocknung immer noch sehr stark arbeitet. Durch das Thermoverfahren versucht man, Buchenholz resistent gegen Feuchtigkeitsaustausch zu machen und somit gleiche Stabilitätseigenschaften zu erreichen wie beim kanadischen Ahorn.

In den Räumlichkeiten waren sämtliche Modelle beider Hersteller ausgestellt und standen zum Antesten bereit. Auch für künstlerische Unterhaltung wurde gesorgt. Der holländische Bassist Jay-Tee Teterissa stellte seinen Marleaux Signature-Bass vor, eine eigene Variante des Marleaux „Votan“. Vokalistisch wurde Jay-Tee durch seine Tochter verstärkt. Holger Stonjek jammte mit Sandberg Ur-Endorser Bassist Reggie Worthy.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es eine sehr unterhaltsame Verlosung. Alle Teilnehmer konnten zu Beginn Teilnahmekarten ausfüllen - schließlich wurden drei Teilnehmer ausgelost, die sich dann einem Groove-Contest stellen mussten. Sie erfuhren nur wenige Sekunden vorher, dass sie jetzt auf die Bühne zu gehen hatten, um gemeinsam mit Holger Stonjek, Reggie Worthy und einem Drummer 60 Sekunden lang einen Groove zu improvisieren. Nachdem alle drei gezogenen Contest-Teilnehmer performt hatten, durfte das Publikum über den Sieger abstimmen. Der Erste (Lukas) bekam einen Marleaux Sopran Bass überreicht, die Zweite (Lisa) erhielt einen Sandberg Bass und der Dritte (Roman) einen Phil Jones Double Four Übungsamp. Weitere zehn Teilnehmer wurden ausgelost und zusätzlich mit attraktiven Preisen ausgestattet.

So verließen dann einige Besucher des ersten Thomann Bassdays reichlich beschenkt das Gebäude, aber auch alle anderen, die gekommen waren, konnten viel von diesem Tag für sich mitnehmen. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung und sie lädt zu weiteren Events dieser Art ein, die noch in diesem Jahr kommen werden. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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