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Chapman Guitars ML1 Modern Midnight Sky V2 Test

Die Chapman Guitars ML1 Modern Midnight Sky V2 entstammt ursprünglich einer Idee des Firmengründers und Namensgebers Rob Chapman, der Gitarristen in einer Internetkampagne fragte, wie ihr Ideal einer Gitarre verwirklicht sein müsste. 5000 beteiligten sich und der Erfolg der Marke, die seit 2009 am Markt ist, gründet sich auf diese Erfahrung.

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Unsere Testkandidatin, die 2019er Version der Chapman Guitars ML1 Modern, wurde überarbeitet und stellt sich zum Test in einem attraktiven blauen Midnight Sky vor. Spannend zu sehen, was in den vergangenen insgesamt zehn Jahren aus der “Volksgitarre” geworden ist.

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Details

Die Chapman Guitars ML1 Modern V2 wird in Indonesien gefertigt und unser Testexemplar erreicht mich sicher verpackt in einem Karton, in dem sich auch Werkzeuge zum Einstellen von Halskrümmung und Brücke sowie ein Poliertuch befinden.

Korpus

Der Double-Cutaway-Body besteht aus Mahagoni, auf den ein geflammtes Ahornfurnier aufgeleimt ist, bei dem die dunkelblaue transparente Lackierung die Maserung sehr schön durchschimmern lässt und sich das Blau zu den Rändern hin schwarz verfärbt. Den Übergang von der Decke zum komplett schwarz lackierten Korpus markiert ein Natural Binding, das die Konturen der Gitarre schön zur Geltung bringt und zudem die edle Note unterstreicht.

Fotostrecke: 5 Bilder Die Vorgängerin der Chapman Guitars ML1 Modern Midnight Sky V2 entstand auf Basis einer Umfrage mit 5000 Beteiligten.
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Fräsungen für eine verbesserte Ergonomie finden sich auf der Decke in Form einer Abflachung für den rechten Arm und einem Rippenspoiler an der Rückseite. Um auch die höchsten Lagen komfortabel bespielen zu können, wurde das untere Horn ebenfalls von Holz befreit.

Zwei Chapman Sonorous Zero Humbucker nehmen die Saitenschwingungen ab und lassen sich mit dem als Push/Pull arbeitenden Tone-Poti splitten. Die Pickups sind ohne Rähmchen direkt in den Korpus geschraubt, mit keramischen Magneten bestückt und am Steg mit 12,5 kOhm und am Hals mit 10,5 kOhm angegeben.
Folgende Tonabnehmerkombinationen sind möglich:

POSITION 1Steg PUSteg PU Coil Split (äußere Spule)
POSITION 2Steg PU + Hals PUSteg PU + Hals PU beide gesplittet (äußere Spulen)
POSITION 3HalsHals PU Split (äußere Spule)
Fotostrecke: 6 Bilder Die ML1 verfügt über zwei splitbare Humbucker in Steg- und Halsposition.
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Angewählt werden die Tonabnehmer mithilfe eines Dreiwegschalters, der zwischen dem Volume- und dem Tone-Regler positioniert ist und wie die restliche Hardware in Schwarz gehalten ist. Die Regler besitzen griffige Metallknöpfe, sind sehr gut erreichbar und beim Spielen nicht im Weg. 

Die ab Werk aufgezogenen Ernie Ball Regular Slinky Nickel Wound 10-46 Saiten werden auf der Rückseite in Hülsen gesteckt, durch den Korpus geführt und treten vorne aus der festen Chapman String-Through Brücke wieder heraus. Diese ermöglicht ein weiteres Feinjustierten, das passende Werkzeug befindet sich, wie bereits erwähnt, im Karton.

Fotostrecke: 4 Bilder Auf der Gitarre kommt eine feststehende Chapman String-Through Brücke zum Einsatz.
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Die beiden Gurtpins sind mit schwarzen Filzplättchen unterlegt, um den Lack vor Schäden zu bewahren. Auf der Rückseite finden sich neben den Hülsen zum Durchstecken der Saiten nur noch ein Elektronikfach, das mit einem versenkt angebrachten schwarzen Plastikdeckel verschlossen ist.

Hals:

Der einteilige Ahornhals sitzt bombenfest in seiner Halstasche und ist mit vier in Hülsen geführten Schrauben am Korpus fixiert. Der Übergang zum Korpus ist zudem leicht abgeschrägt, was dem Bespielen der oberen Lagen zugute kommt. Als Halsprofil wird ein C-Shape angegeben, und das Holz der Halsrückseite bietet ein angenehmes und natürliches Greifgefühl. 24 Jumbo-Bünde aus Nickel sind in das Macassar-Ebenholzgriffbrett eingepasst und auf Hochglanz poliert. Allerdings hätten die Bundkanten noch etwas mehr Aufmerksamkeit gebrauchen können, was allerdings auch schon der einzige kleine Kritikpunkt ist. Eine Infinity-Einlage am 12. Bund und weiße Punkteinlagen im Griffbrett und an der Halskante sorgen für die nötige Orientierung.

Fotostrecke: 5 Bilder Die ML-1 ist ähnlich wie eine Strat mit zwei Cutaways ausgestattet.
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Bevor die Saiten auf die umgedreht angebrachte Kopfplatte treffen, müssen sie zunächst den 42 mm breiten Graph Tech Black TUSQ XL Sattel überqueren. Anschließend passieren sie den offenen Zugang zum Dual-Action-Halsspannstab und gelangen dann zu den geschlossenen Chapman-Classic-Mechaniken. Diese arbeiten geschmeidig und bringen die Saiten punktgenau in Stimmung. Zwei Saitenniederhalter bringen die unteren vier Saiten auf das Niveau der Tuner, die an die schwarz eingefärbte Kopfplatte geschraubt sind.
Mit einer Mensur von 648 mm besitzt die Gitarre Fender-typische Abmessungen und bringt rückenfreundliche 3327 Gramm auf die Waage.

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