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Ashdown T15-250 S Test

DETAILS

Rein optisch unterscheidet sich der T15 durch den Filzüberzug und die Plastik-Stapelecken von seinem mit Kunstlederüberzug und Metallecken ausgestatteten Bruder, dem MAG C115. Die Gehäuse-Abmessungen und das Gewicht der beiden Combos sind aber nahezu identisch. Mit 47,4 x 58,1 x 30 cm und 29kg ist der T15 zwar alles andere als zierlich, lässt sich aber mit dem Griff auf der Oberseite alleine transportieren. Wenn es allerdings darum geht, weitere Distanzen zurückzulegen, wären Griffschalen an den Seiten schon schön -so könnte man das Schwergewicht auch mal zu zweit tragen. Das stylishe Frontgitter mit dem Austin-Healey-inspirierten Ashdown-Emblem und der weißen Umrandung versprüht zwar ordentlich Vintage-Charme, da es nur aufgesteckt ist, kann es beim Transport aber schon mal verloren gehen. Eine etwas stabilere Verbindung wäre hier durchaus wünschenswert.

Der Retro-Look setzt sich auf der Metalfrontplatte fort und erinnert mit dem Input-Level-Rundinstrument und den großen Reglern an das Armaturenbrett eines Sportflitzers aus den Sixties. Links vom „Drehzahlmesser“ sitzen zwei Klinkeneingänge mit den Bezeichnungen „High“ beziehungsweise „Low“ zum Anschluss von passiven und aktiven Bässen. Außerdem findet sich hier ein Gainregler, mit dem sich das Eingangssignal anpassen lässt. Das Signal kann dann am oben erwähnten Input-Level-Zeigerinstrument abgelesen werden und ist optimal eingestellt, wenn der rote Bereich nur bei Dynamikspitzen erreicht wird.

Zur Klangbearbeitung steht ein 5-Band-EQ mit einer flexiblen Mittenabteilung zur Verfügung. Der EQ kann wie ein klassischer 3-Band-Equalizer mit den Reglern Bass, Middle und Treble benutzt werden. Zum Feintunen des heiklen Mittenbereichs stehen aber zusätzlich zwei Potis zur Verfügung, die zwischen den drei Hauptreglern in das Klanggeschehen eingreifen und hier für die Kontrolle von 340Hz respektive 1,6kHz verantwortlich zeichnen. EQ-Presets sind bei Bassamps ja mittlerweile zum Standard geworden und selbstverständlich ist auch der T15 mit zwei entsprechenden Switches ausgestattet. Mit dem „Deep“-Feature werden die Bässe bei 50Hz um 8dB geboostet, der „Bright“ Schalter soll dem Höhenbereich bei 10Khz auf die Sprünge helfen. Ob der 15-Zoll-Lautsprecher in der Lage ist eine dermaßen hohe Frequenz ordentlich zu übertragen, werden wir im Praxisteil sehen, denn schließlich hat der Ashdown-Combo ja keinen Tweeter zur Unterstützung an Bord.  

Östlich der EQ-Sektion lauert eine weitere Ashdown-Geheimwaffe mit dem Namem „Sub Harmonics“, die wir auch schon vom MAG C115 kennen und die mit einem Regler und einem On/Off Switch bedient wird. Dieses Feature produziert, wie der Name schon verrät, Sub Harmonics, die eine Oktave unterhalb des gespielten Tons liegen und den Sound so andicken sollen. Der Effekt, also die Lautstärke der Sub-Harmonics kann mit dem Poti stufenlos dazugeregelt werden.  
Neben dem Output-Regler für die Lautstärke der 250-Watt-Endstufe sind auch alle wichtigen Anschlüsse auf der Frontplatte angebracht. Mit einem symmetrischen XLR-Anschluss lässt sich das Signal an einen Mischer schicken, allerdings nur inklusive EQ-Einstellungen und etwaigen Effekten. Zwei „Send“ und „Return“ Klinken bilden die Effektschleife. Zum Verbinden des Stimmgerätes steht ebenfalls eine Klinke zu Verfügung, die auch zur Signalweiterleitung an eine weitere Endstufe verwendet werden kann.
Auf der Rückseite der Verstärkereinheit geht es wesentlich spartanischer zu. Hier sind nur der Powerschalter nebst Netzanschluss, der Lüfter und zwei Klinken zum Anschluss der Boxen zu finden. Eine Buchse wird vom internen Lautsprecher belegt, mit der Zweiten kann der T15 unter Verwendung einer Zusatzbox zu einem kleinen Basstack ausgebaut werden.

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