Positive Grid Reactor: Der Verstärker, der zuhört

Mit den Modellen Positive Grid Reactor 50 und Reactor 100 stellt der kalifornische Hersteller zwei flexible Combo-Verstärker mit 1×12″-Lautsprecherbestückung vor, die sich um die optionale Fernsteuerung Reactor Control erweitern lassen. Dank einer digitalen Vorstufe mit KI-Unterstützung soll man blitzschnell zu passenden Klangergebnissen gelangen. Die günstigen Verstärker bieten eine klassische Bedienoberfläche, lassen sich über eine App steuern und warten zudem mit einer integrierten mehrstufigen Effektsektion auf. Der perfekte Verstärker für den Heimeinsatz?

Positive Grid Reactor bonedo news
Bildquelle: Positive Grid

Direkt bedienbare Combos

Zunächst einmal handelt es sich beim Positive Grid Reactor 50 und Reactor 100 um Combo-Verstärker in solider Bauweise mit Holzgehäusen. Die Endstufe liefert 50 beziehungsweise 100 Watt Leistung und lässt sich bei Bedarf auf 25 oder 1 Watt reduzieren. Bei den verbauten Lautsprechern handelt es sich um abgestimmte Eigenentwicklungen.

Bildquelle: Positive Grid

Über das auf der Oberseite platzierte Bedienfeld lässt sich zwischen sechs Verstärkertypen wählen. Diese sollen sich über eine konventionelle Vorstufenregelung mit Equalizer sowie bis zu acht gleichzeitig nutzbare Effekte (Noise Gate, Modulation, Kompressor, Delay, Drive und Reverb) und einen Einschleifweg weiter ausformen lassen. Die Ergebnisse können in acht Speicherplätzen abgelegt werden – alles direkt am Combo.

Per Push/Smooth-Funktion soll man ergänzend zwischen Rhythmus- und Solo-Sounds wechseln und mit Heat das Spielgefühl beeinflussen können. Hinzu kommt die Möglichkeit, Klänge direkt per Line-Out inklusive Lautsprechersimulation auszugeben und umgekehrt Playbacks per Bluetooth auf die Reactor-Modelle zu streamen. Auch ein Stimmgerät, MIDI, ein Kopfhörerausgang sowie ein USB-Audio-Interface mit 24 Bit sind integriert.

Bildquelle: Positive Grid

Was macht die Amp Intelligence Tone Engine im Detail?

Bei der Klangerzeugung greift Positive Grid nach eigenen Angaben auf eine Datenbank mit mehr als einer Million analysierter Sounds und über 200 ebenfalls schaltungstechnisch analysierten Verstärkern zurück. Per Prompt, Foto oder Tonaufnahme soll Reactor die Vorgaben zielgerichtet in einen Sound verwandeln, der innerhalb weniger Sekunden spielbereit zur Verfügung steht.

Diese „Amp Intelligence Tone Engine“ soll die zugrunde liegenden Gainstufen und weitere Komponenten erkennen, die für das spezifische Klang- und Zerrverhalten verantwortlich sind. So sollen die erzeugten Klänge den Originalvorlagen möglichst nahekommen und dabei dynamisch spielbar bleiben.

Vielfalt dank App

Die kostenlose Reactor-App für iOS und Android soll gleichermaßen einfache und umfassende Möglichkeiten der Klanganpassung bieten. Hier findet sich auch die bereits erwähnte Möglichkeit, die KI mit der Suche nach einem gewünschten Sound zu beauftragen – einschließlich des Uploads von Klangbeispielen und Fotos.

Bildquelle: Positive Grid

Das klingt durchaus spannend. Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein. Definitiv ein eigenständiger Ansatz, der sich von einer rein technischen Betrachtungsweise löst und vielleicht auch einfach einmal die Suche nach dem Sound eines Lieblingstitels ermöglicht.

Reactor Control

Wer den Reactor auf der Bühne nutzen möchte, kann zur optionalen Fernbedienung Reactor Control greifen. Sie bietet sechs Fußschalter und diverse LEDs, etwa für die Nutzung des integrierten Stimmgeräts. Je nach Betriebsart lassen sich hier Bänke und Presets umschalten oder einzelne Effekte sowie der Einschleifweg aktivieren und deaktivieren. Kleine Bühnen und Sessions sollten sich so problemlos absolvieren lassen.

Bildquelle: Positive Grid

Was kostet der Positive Grid Reactor?

Mit den Modellen Reactor 50 und Reactor 100 positioniert sich Positive Grid mit einem spannenden Konzept im Markt der Einsteiger- und Heimverstärker und tritt damit in direkte Konkurrenz zur Boss Katana. Auch auf kleineren Bühnen und für die Aufnahme eigener Ideen dürften die Combos überzeugen.
Das Musikhaus Thomann bietet die Verstärker für attraktive 349 beziehungsweise 449 Euro an. Die optionale Reactor Control liegt bei 149 Euro. Alle drei Produkte sind ab Lager lieferbar.

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Mehr Informationen

Weitere Informationen unter: https://eu.positivegrid.com/pages/reactor

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Profilbild von Michel

Michel sagt:

#1 - 10.06.2026 um 16:43 Uhr

0

Ich habe den Reactor 50. Erstaunlich was man für 349€ bekommt. Der Sound ist wirklich gut und mit AI bekommt man erstaunlich gute Ergebnisse die man dann noch etwas nach den eigenen Vorlieben anpassen kann und auch speichern. Der Controller dazu ist absolut Stabil gebaut und Ich hab noch n günstiges M Audio Expressions pedal dranhesteckt. Arbeitet Perfekt👍

Profilbild von Cale

Cale sagt:

#2 - 06.08.2026 um 01:09 Uhr

0

I tried to hang it but got jelly bean all over it.

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Theresa sagt:

#3 - 06.08.2026 um 23:15 Uhr

0

one of my hobbies is drawing. and when i'm drawing this works great.

Profilbild von Ingo

Ingo sagt:

#4 - 25.09.2026 um 10:28 Uhr

0

Ich habe den Reactor 50 und kann ihn nur empfehlen. In der 1 Watt Einstellung kann man damit gut in der Mietwohnung spielen. Er bietet die Möglichkeit 8 Presets direkt am Amp abzurufen. Effekte lassen sich auch direkt am Amp einstellen. Mit einem Dreh am Knopf bekomme ich verschiedene Voreinstellungen von Clean zu High Gain. Anschlüsse hat es für fast alle Einsatzmöglichkeiten und man kann auch eigene Effekte einschleifen oder einfach nur das CAB nutzen mit eigenem Eingang wieder wohlgemerkt. Bluetooth darf natürlich nicht fehlen zum Zuspielen von Backingtracks. Die App ist leider etwas verwirrend am Anfang und die Spark App gefällt mir da deutlich besser. Schön wäre es, wenn die Grafiken nicht so verspielt wären, aber das ist auch Geschmacksache denke ich. Die KI funktioniert sehr gut und gibt einem fast jeden gewünschten Sound ohne dass man selbst lange probieren muss. Ob Text oder Bild oder Sound als Eingabe, alles geht. Ich nutze schon seit Anbeginn die Spark Serie und Reactor bedient dabei eher den Musiker, der vielleicht auch mal auf der Bühne stehen will. Die 50Watt sind schon recht laut. Mit Kopfhörern kann man dann auch leise spielen und von den guten Sounds profitieren. Im Gegensatz zum Spark, kann man leider keinen Batteriebetrieb realisieren. Es hat eine normalen Stromanschluss aber damit kann ich leben und nutze dann eben wieder den Spark wenn ich ohne Strom unterwegs bin. Das Teil ist auch nicht besonders schwer und lässt sich einfach transportieren.

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