Anzeige

Test: PRS SE DGT Standard – Was kann die abgespeckte David-Grissom-Signature?

Die PRS SE DGT Standard präsentiert sich als vereinfachte Variante der David-Grissom-Signature in der SE-Linie des Herstellers und fällt damit noch etwas günstiger als ihr Schwestermodell aus. Im Detail verzichtet die an die legendäre PRS McCarty angelehnte und mit einem Tremolo versehene E-Gitarre auf die sonst obligatorische Ahorndecke und setzt bei der Holzauswahl des Korpus nur auf Mahagoni. Ansonsten bleibt aber auch diese Version ihrer Linie treu und offenbart ein vielseitiges Pickup-Layout.

PRS SE DGT Standard bonedo Test
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • ordentliche Verarbeitung
  • vorbildliche Werkseinstellung
  • klangliche Vielfalt
  • stimmstabiles Tremolo
Contra
  • (keins)

PRS SE DGT Standard – das Wichtigste in Kürze

  • Was ist die PRS SE DGT Standard? Unsere Testkandidatin ist eine abgespeckte Variante der David-Grissom-Signature des amerikanischen Herstellers, wird in Indonesien produziert und fällt mit aktuell knapp 800 Euro erheblich günstiger aus als die US-Versionen.  
  • Wer ist David Grissom? David Grissom ist ein renommierter Live- und Studiogitarrist aus den USA, der vor allem für seine Zusammenarbeit mit John Mellencamp bekannt ist. Quasi seit Beginn seiner Karriere spielt er PRS und arbeitete immer wieder eng mit Paul Reed Smith zusammen, woraus 2007 schließlich die DGT (David Grissom Tremolo) resultierte.
  • Worin unterscheiden sich die PRS SE DGT und die SE DGT Standard? Die PRS SE DGT stellt eine kostengünstigere Variante des US-Core-Modells dar, das wiederum an die legendäre PRS McCarty angelehnt ist und auf die klassische Kombination aus Mahagonikorpus und Ahorndecke setzt. Die anschauliche Maserung der Decke wird dabei über ein zusätzliches Ahornfurnier realisiert. Die SE DGT Standard verzichtet hingegen auf die Ahorndecke. Abgesehen davon sind die Modelle identisch konzipiert.
  • Welche Merkmale zeichnen die PRS SE DGT Standard aus? Die Gitarre kombiniert einen (dreiteiligen) Mahagonikorpus mit einem eingeleimten Mahagonihals und Palisandergriffbrett. Die Mensur beträgt PRS-typische 635 mm und die Sattelbreite misst rund 42 mm. Neben einem Tremolo besitzt die DGT außerdem zwei Humbucker, die einzeln in ihrer Lautstärke justiert werden und darüber jeweils eine Split-Coil-Option mitbringen.
  • Was sagt der Test? Die PRS SE DGT Standard überzeugt mit sehr guter Bespielbarkeit, einem stimmstabilen Tremolo und vielseitigen Pickup-Sounds.  

Hier wird Qualitätskontrolle großgeschrieben

Ausgeliefert wird die SE DGT Standard in einem soliden Gigbag. Und wie die kürzlich getestete SE CE 24 Standard Stoptail glänzt auch das vorliegende Instrument mit einer vorbildlichen Werkseinstellung. So wünscht man sich das! Das butterweich und stimmstabil laufende Tremolosystem erlaubt auch eine dezente Modulation der Tonhöhe nach oben. 

Bei den Pickups herrscht zunächst Verwirrung

Die zwei DGT-„S”-Humbucker werden per Dreiwegschalter verwaltet und können jeweils in ihrer Lautstärke mit einem Volume-Poti justiert werden. Etwas verwirrend wirkt zunächst die der Pickup-Position genau entgegengesetzte Anordnung der Volume-Potis. Das einzige Tone-Poti ist mit einer Push-Pull-Option versehen und splittet die beiden Humbucker, woraus sich drei weitere Sounds ergeben. Für eine stabile Stimmung sorgen die vom Hersteller designten Tuner, die im Gegensatz zu den US-Modellen auf eine Locking-Funktion verzichten. 

Auf dieses typische PRS-Design-Merkmal verzichtet die SE DGT Standard

Ein Merkmal der DGT-Signature-Reihe sind außerdem Moon-Inlays auf dem Griffbrett anstelle der typischen Bird-Inlays. Bei den US-Modellen und auch bei der SE DGT hängt es allerdings vom Finish ab, welche Inlays zum Einsatz kommen. Im Falle der SE DGT Standard sind es auch beim alternativen Vintage-Cherry-Finish die Moon-Inlays.

Fotostrecke: 7 Bilder Die PRS SE DGT Standard wird in einem soliden Gigbag ausgeliefert…
Anzeige

Das Gewicht ist gut verteilt

Mit knapp 3,7 kg ist unsere Testgitarre nicht die leichteste, bleibt aber noch absolut im Rahmen dessen, was man auch für längere Zeit schultern kann. Und das vor allem, weil das Instrument am Gurt sehr ausbalanciert hängt. Darüber hinaus vermittelt die SE DGT Standard mit ihrer mittellangen Mensur und ihrem bequemen Korpusformat ein angenehm kompaktes Feeling, auf das ich mich nicht lange einstellen muss. Dazu das tolle Werks-Setup, mit dem sie sich wunderbar leichtgängig spielt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Was zeichnet das DGT-Halsprofil aus?

Wie schon erwähnt, ist die DGT im Kern an die McCarty angelehnt. Neben dem Tremolo und der Ausrichtung der Pickups unterscheidet sie sich aber auch im Halsprofil. Wie sich beim ersten Anspielen zeigt, fällt dieses eher etwas kräftiger aus, ohne aber klobig oder allzu anspruchsvoll für die Greifhand zu wirken. Gleichzeitig ist der Sattel aller DGT-Modelle mit rund 42 mm etwas schmaler als bei der McCarty (43 mm) und vielen anderen typischen PRS-Bauformen. Wie so oft bei Gitarren aus Fernost-Fertigung könnte für meinen Geschmack die Hochglanzlackierung am Hals etwas dezenter ausfallen. Aber auch das ist einer der typischen Kompromisse, den man bei einer preisgünstigen Gitarre eingehen muss.

Wie klingt die PRS SE DGT Standard?

Am Amp offenbaren die beiden Humbucker eine gute Mischung aus Wärme, Biss und Klarheit. Auch die Coil-Split-Einstellungen gefallen mir mit ihrem schmatzenden und griffigen Sound sehr gut. Überdies bleibt das Tremolo bei moderatem Einsatz verlässlich stimmstabil, was in dieser Preisklasse keinesfalls alltäglich ist.

Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen

Für die Hörbeispiele kommt ein 74er Fender Bassman 50 zum Einsatz, dessen Signal über eine Universal Audio OX Box (4×12 Greenback) läuft. Ein Wampler Tumnus Overdrive sorgt für die verzerrten Sounds, gelegentlich kommt auch ein Wampler Mini Ego Compressor zur Anwendung, und das Tremolo in einem der Beispiele liefert das Keeley ZOMA. Einen genauen Überblick über das verwendete Equipment gibt’s im Video zum Test.

Audio Samples
0:00
Soundcheck Pickups Clean: Neck-Pickup Clean: Both Pickups Clean: Bridge-Pickup Overdrive: Bridge-Pickup Clean: Neck-Pickup (Coil-Split) Clean: Both Pickups (Coil-Split) Overdrive: Bridge-Pickup (Coil-Split)
Anzeige

Fazit

Die PRS SE DGT Standard punktet im Test mit einem vorbildlichen Werks-Setup, einer bequemen Bespielbarkeit und einem leichtgängigen und stimmstabilen Tremolo. Ebenfalls Freude kommt beim vielseitigen Sound der Pickups auf, sodass man dieser verschlankten Variante der David-Grissom-Signature ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis attestieren kann.

Artikelbild
SE DGT Standard Moons MTS
Für 789,00€ bei
  • Hersteller: PRS
  • Modell: SE DGT Standard
  • Typ: E-Gitarre
  • Herstellungsland: Indonesien
  • Farbe: McCarty Tobacco Sunburst
  • Finish: Hochglanz
  • Korpus: Mahagoni
  • Hals: Mahagoni
  • Halsprofil: DGT
  • Griffbrett: Palisander
  • Bünde: 22 PRS SE Jumbo Frets
  • Mensur: 25” (635 mm)
  • Griffbrettradius: 10″
  • Sattelbreite: 42,07 mm (1 21/32″)
  • Tonabnehmer: 2 x DGT „S” Humbucker
  • Bedienung: 2 x Volume, Push/Pull-Tone, Dreiwegschalter
  • Hardware: Nickel-Hardware, PRS-Designed Tuner, PRS Patented Tremolo
  • Gewicht: 3680 g
  • Besaitung ab Werk: PRS Classic 10 bis 46
  • Zubehör: Tasche
  • Ladenpreis: 789,00 Euro (April 2026)

Herstellerseite: https://eu.prsguitars.com/

Hot or Not
?
PRS_SE_DGT_Standard_Moons_MT_McCarty_Tobacco_Sunburst_004_FIN Bild

Wie heiß findest Du dieses Produkt?

Kommentieren
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bonedo YouTube
  • PRS SE DGT Standard | Neck Pickup Coil Split Sound
  • PRS SE DGT Standard – How Good Is the Budget DGT? | Sound Demo & Review
  • Quick Sound Demo | Harley Benton CLD-65AE NT