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Test: Peavey invective.112 – Der ultimative Metal-Bedroom-Combo-Amp?

Der Peavey invective.112 präsentiert sich neben dem 120 Watt starken Topteil und dem invective Mini-Head als kompakter Combo-Amp innerhalb der invective-Familie. Mit zwei Kanälen, Reverb, Gate und diversen weiteren Features verschreibt auch er sich den höheren Zerrgraden. Seine 20 Watt könnten außer für die heimische Übe-Session auch für Recording interessant sein und für dezente Proben und Jam-Sessions sowieso. 

Test: Peavey invective.112 Combo
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • kompakte Größe
  • moderates Gewicht
  • MSDI Line-Out (Cab-Simulation)
  • komplett getrennt regelbare Kanäle
  • Leistung reduzierbar
  • variable Metal-Sounds im Lead-Channel
Contra
  • keins

Peavey invective.112 – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist der Peavey invective.112? Der Peavey invective.112 ist ein 2-kanaliger Röhrenamp-Combo für Gitarre mit 20 Watt RMS-Leistung. Bestückt ist der Amp mit einem 12“ Celestion Vintage 30-Lautsprecher.   
  • Röhrenpower in Vor- und Endstufe: Der Peavey invective.112 ist mit einer kompletten Röhrenschaltung ausgestattet. In der Vorstufe sind drei 12AX7 aktiv, für Power in der Endstufe sorgen zwei EL84-Röhren. 
  • Sind die beiden Kanäle des invective.112 getrennt regelbar? Beide Kanäle verfügen über eine separate Dreiband-Klangregelung mit High, Mid und Low. Selbstverständlich gibt es auch separate Gain-Regler, mit denen man seinen Clean- und Zerrsound komplett unabhängig einstellen kann. Der mitgelieferte Fußschalter aktiviert und deaktiviert die beiden Kanäle. 
  • Welche Regelmöglichkeiten sind in der Master-Sektion vorhanden? Hier gibt es eine globale Klangregelung mit Presence und Resonance, dazu einen Reverb-Regler für den Anteil des integrierten Halls am Gesamtsignal.
  • Noise-Gate im Lead-Channel: High-Gain-Sounds führen üblicherweise auch zu erhöhten Nebengeräuschen, die ein regel- und schaltbares Noise-Gate im Lead-Channel des invective.112 bändigen soll.
  • Was sagt der Test? Der Peavey Invective 112 Combo steht für moderne High-Gain- und Metal-Sounds, erfüllt mit seinem cleanen Kanal mit viel Headroom aber auch die Voraussetzungen für eine Pedal-Plattform. Die umschaltbare Leistung von 1 bis 20 Watt macht ihn sowohl für zu Hause als auch für den Proberaum interessant – sofern es dort nicht zu laut wird. Insgesamt präsentiert sich der Invective 112 als solider, kompakter Vollröhren-Combo für vielseitige Metal-Sounds.

Was macht den Peavey invective.112 besonders?

Der Amp liefert saftige High-Gain-Sounds im Lead-Channel, und das alles über einen 12“-Speaker im kompakten Combo-Format. Für zusätzliche Flexibilität sorgt der Clean-Channel, der ohne Zerre auskommt und auch als Pedal-Plattform eine gute Figur macht. Damit das ganze Spektrum auch in niedriger Lautstärke möglich ist, kann die Leistung zwischen 20 Watt, 5 Watt und 1 Watt umgeschaltet werden. Wer per Kopfhörer üben möchte, schaltet den internen Speaker einfach ab. 

Was sind die generellen Eigenschaften des Peavey invective.112?

Für authentische Klänge im Lead-Channel sorgt der für die Klangstruktur „Modern High Gain & Metal Sounds“ konzipierte Equalizer, der einen sehr effektiv einstellbaren Mittenbereich für Scooped-Mid-Sounds bietet. Der Grundsound lässt sich mit dem Boost-Schalter noch etwas dichter ins Zerrgefüge einpassen, während die schaltbare Tight-Funktion für einen aufgeräumten Bassbereich sorgt. Und mit dem Threshold-Regler des bereits erwähnten Noise-Gates hat man die Nebengeräusche auch bei hohen Zerrgraden recht gut im Griff. 

Effekte können über den FX-Loop auf der Rückseite angeschlossen werden, wo auch ein Line-Out mit XLR-Anschluss wartet. Hier wird das Signal mit einer Speaker-Simulation ausgegeben. Und last, but not least hilft ein Ground-Lift-Schalter beim Eliminieren von Brummschleifen.

Fotostrecke: 6 Bilder Der Amp wiegt 16 kg und präsentiert sich als 2-kanaliger Röhren-Combo mit 20 Watt RMS-Leistung.

Entspricht das Angebot dem Preis?

Als absoluten Preisknüller würde ich den Peavey invective.112 nicht bezeichnen. Aktuell liegt der Verkaufspreis bei rund 1200 Euro, was aber für die Klangqualität und das Angebot an Features insgesamt in Ordnung ist. Immerhin wartet er mit zwei getrennten Kanälen, diversen Zusatzfeatures, Reverb, FX-Loop und Line-Out mit Cab-Simulation auf.

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Aufnahmen mit dem Peavey invective.112

Der Speaker des Combos wird für die Aufnahmen mit einem Royer R-10 Bändchenmikrofon und einem Shure SM-57 abgenommen. Die Signale werden in einem Chandler TG2 Preamp gemischt und gehen dann ins Audio-Interface (UA Apollo).  

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Wie klingt der Clean-Channel des Peavey invective.112 im Detail?

Der Clean-Channel bleibt auch tatsächlich bis in hohe Gain-Einstellungen unverzerrt und liefert einen neutral klingenden Clean-Sound. Die Klangregelung mit Bass, Middle und Treble arbeitet effektiv, wobei in der Mastersektion zusätzlich noch Presence und Resonance zur Verfügung stehen. 

Der cleane Kanal steht einerseits für variable Cleansounds und einen großen Headroom, der dafür sorgt, dass ihn auch Gitarren mit hoher Ausgangsleistung nicht überfahren. Andererseits versteht er sich sehr gut mit Pedalen, sodass man durchaus auch einmal leicht verzerrte Klänge in die Umlaufbahn bringen kann. Denn der Lead-Channel zieht direkt die amtliche Gain-Keule.

Audio Samples
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Bsp. 1 – Clean: Neutrale Einstellung (Stratocaster) Bsp. 2 – Clean: Crisp & max. Reverb (Stratocaster) Bsp. 3 – Clean: Low (Jet Baritone) Bsp. 4 – Clean: Max. Gain (SG)

High-Gain-Sounds mit effektivem EQ – so klingt der Lead-Channel des invective.112

Der Lead-Channel ist schon bei minimalen Pre-Gain-Settings auf ordnungsgemäßer Betriebstemperatur und Mid-Gain oder Crunch-Sounds sind nur mit zurückgedrehtem Lautstärkeregler an der Gitarre machbar. Aber genau so soll es auch sein, zumal sich der Zerrgrad für heiße und moderne High-Gain-Sounds sehr fein einstellen lässt. Der Dreiband-EQ arbeitet sehr effektiv und ist in Frequenzbereich und Wirkungsgrad sehr gut auf moderne High-Gain-Zerre angepasst. Und die beiden Außenbereiche des Frequenzspektrums lassen sich mit Resonance- und Presence-Regler in der Master-Sektion ebenfalls präzise bearbeiten. Vielfältige und flexible Distortion-Sounds sind daher mit diesen Einstellmöglichkeiten kein Problem.

Der Clean-Channel macht auch als Pedal-Plattform eine gute Figur.
Der Clean-Channel macht auch als Pedal-Plattform eine gute Figur.

Der MSDI-Line-Out liefert ein etwas anderes Klangbild als der Speaker. Hier zeigt sich der Sound im Höhenbereich recht gedämpft, was aber für Recording-Zwecke absolut in Ordnung ist (Bsp. 13). Mit den Boost- und Tight-Optionen kann noch etwas Klangkosmetik betrieben werden, wobei der Bassbereich vor allem durch den Tight-Switch etwas klarer und straffer wird. Das Noise-Gate unterdrückt zwar die heftigsten Nebengeräusche, aber ein generelles Grundrauschen bleibt erhalten. Der Amp ist also nicht mucksmäuschenstill, wie man das von manchen Modeling-Amps kennt. 

Audio Samples
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Bsp. 5 – Lead: Resonance Check (Les Paul) Bsp. 6 – Lead: Presence Check (Les Paul) Bsp. 7 – Lead: Guitar Volume 10-3 (Les Paul) Bsp. 8 – Lead: Gain Check (Les Paul) Bsp. 9 – Lead: Boost off-on (Les Paul) Bsp. 10 – Lead: Tight off-on (Les Paul) Bsp. 11 – Lead: Boost Low Tuning (PRS Holcomb) Bsp. 12 – Lead: Speaker (Les Paul) Bsp. 13 – Lead: Cab Simulation (Les Paul)

Der Peavey invective.112 im Band-Arrangement

Zum Abschluss hört ihr den Peavey invective.112 im Band-Arrangement mit verschiedenen Gitarrenspuren. 

Audio Samples
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Peavey invective.112 im Band-Arrangement

Gibt es Mitbewerber oder Alternativen zum Peavey invective.112?

Combo-Amps gibt es bekanntlich en masse, aber 1×12 Combos mit Vollröhrenschaltung, die sich primär dem High-Gain- und Metal-Sektor widmen, sind recht dünn gesät. In einer ähnlichen Preiskategorie spielen außerdem der Laney Ironheart IRT-112 Combo oder der Marshall JVM215 eine Rolle. 

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Kundenbewertung:
(30)
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Fazit 

Der Peavey Invective 112 Combo ist in erster Linie auf moderne und High-Gain-Gitarrensounds ausgerichtet. Der Clean-Kanal liefert einen neutralen Klang mit großem Headroom, der auch als Plattform für Overdrive-Pedale dienen und so die Möglichkeit für Mid-Gain-Sounds bieten kann. Denn für die ist der Lead-Kanal nicht unbedingt ausgelegt.  Der startet bereits bei niedrigen Einstellungen des Gainreglers mit amtlicher Zerre und wird mit jedem Dreh immer intensiver. Der Grad der Verzerrung lässt sich mit ihm übrigens sehr präzise justieren und auch der EQ arbeitet sehr effektiv, zumal er auf typische moderne High-Gain-Sounds abgestimmt ist. 

Der Amp ist mit 1-Watt-Leistung in den heimischen vier Wänden genauso einsetzbar wie mit 20 Watt im Übungsraum. Letztere reichen aus, wenn der Schlagzeuger sein Set nicht zu heftig bearbeitet. Unterm Strich erhält man mit dem Peavey invective.112 einen soliden und kompakten Vollröhren-Combo für Metalsounds aller Art.  

Kompakt, vielseitig und auf High-Gain getrimmt: Der Peavey Invective 112 liefert moderne Metal-Sounds von Wohnzimmer bis Proberaum.
Kompakt, vielseitig und auf High-Gain getrimmt: Der Peavey Invective 112 liefert moderne Metal-Sounds von Wohnzimmer bis Proberaum.
  • Hersteller: Peavey
  • Modell: invective.112
  • Typ: Röhrenverstärker-Combo für E-Gitarre
  • Ausgangsleistung: 20 Watt RMS
  • Röhrenbestückung: 3x 12AX7, 2x EL84
  • Lautsprecher: 1×12“ Celestion Vintage 30
  • Effekte: Reverb, Noise-Gate
  • Bedienfeldregler: Presence, Resonance, Reverb, Post-Gain, Lead: High, Mid, Low, Pre-Gain, Gate-Threshold, Clean: High, Mid, Low, Gain
  • Bedienfeldschalter: Boost, Tight, Gate, Channel, Power, Standby
  • Rückseite Anschlüsse: Speaker, Phones-Out (3,5-mm-Klinke), Send, Return, FS: Channel/Tight, FS: Verb/Boost, Gate, Netzkabel
  • Abmessungen: 464 x 489 x 229 mm (B x H x T)
  • Gewicht: 16 kg
  • Lieferumfang: Zweifach-Fußschalter
  • Ladenpreis: 1199,00 Euro (März 2026)

Herstellerseite: https://peavey.com

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