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Test: J.Rockett Audio Designs Aqueous Chorus 

Mit dem J. Rockett Audio Designs Aqueous präsentiert die amerikanische Pedalschmiede ein äußerst vielseitiges Chorus-Pedal. Zielsetzung war ein Gerät, das sowohl die warmen, organischen Sounds der 70er als auch moderne Interpretationen dieses Effekts authentisch abbilden kann. Dafür bietet der Aqueous nicht nur die klassischen Regler eines Modulationseffekts, sondern auch einen Tilt-EQ und einen Preamp-Regler, mit denen sich der Grundsound noch gezielter formen lässt.

Test: J.Rockett Audio Designs Aqueous Chorus
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • hervorragende Klangqualität
  • flexible Chorus-Sounds dank effektivem Tilt-EQ
  • Mix-Regler ermöglicht alles von Dry- bis Vibrato-Settings
  • hervorragend klingender Preamp
Contra
  • keins
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Test: J.Rockett Audio Designs Aqueous Chorus 
Für 269,00€ bei

J.Rockett Audio Designs Aqueous Chorus – Das Wichtigste in Kürze

  • Was ist der J.Rockett Audio Designs Aqueous Chorus? Beim Aqueous handelt es sich um ein analoges Chorus-Pedal nach klassischem Vorbild mit True Bypass und zusätzlichen modernen Features. 
  • Was ist das Besondere am Aqueous Chorus? Außer den klassischen Speed-, Mix- und Depth-Reglern verfügt das Pedal über einen Tilt-EQ, der wahlweise stufenlos die Höhen absenkt und die Bässe betont oder umgekehrt. Dazu kommt ein effektiver Preamp, der auch als Booster einen tollen Job macht.
  • Welche Sounds generiert das Pedal?  Die Bandbreite reicht von Vintage bis modern und dazu gelingen authentische Vibrato- und Rotary-Effekte, die mit Tilt-EQ und Preamp-Regler ausgezeichnet geformt werden können. 
  • Wo wird der Aqueous Chorus hergestellt? Laut J.Rockett Audio Designs werden alle Pedale in den USA in Kalifornien (SoCal) in Handarbeit hergestellt.

Gehäuse und Bedienung des J.Rockett Audio Designs Aqueous Chorus

Der J. Rockett Audio Designs Aqueous Chorus steckt in einem extrem robusten, türkisblauen Metallgehäuse mit den Maßen 109 x 69 x 53 mm (L x B x H). 

Auf der Oberseite sitzen fünf Potis für Preamp, Tilt-EQ, Speed, Mix und Depth. Der Preamp-Regler bestimmt nicht nur die Ausgangslautstärke, sondern kann auch den Grundcharakter des Sounds beeinflussen. Der Tilt-EQ arbeitet als Klangwaage – in der Minimalstellung werden Höhen abgesenkt und Bässe angehoben, in der Maximalstellung genau umgekehrt. Speed und Depth regeln die Modulationsgeschwindigkeit sowie die Intensität der Wellenform, während Mix den Anteil des Effekts zum Direktsignal bestimmt. 

Fotostrecke: 4 Bilder Auf der Oberseite sitzen fünf Potis für Preamp, Tilt-EQ, Speed, Mix und Depth.

Die Anschlüsse findet man an der Stirnseite, wozu ein Input und ein Mono-Output im 6,3-mm-Klinkenformat sowie der Anschluss für ein 9V-Netzteil gehören. Dieses muss den Aqueous mit 28 mA befeuern, da ein Batteriebetrieb nicht vorgesehen ist. Selbstverständlich kommt das Pedal mit einem True-Bypass.

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So werden die Klangbeispiele des J.Rockett Audio Designs Aqueous Chorus in der Praxis aufgezeichnet

Für die Soundfiles setze ich das Pedal direkt vor ein 73er Fender Bassman Top und gehe von dort in die Faltung eines 4×12″ Celestion PreRola Greenbacks. Für die verzerrten Sounds parke ich einen Walrus Audio Ages vor dem Aqueous. Die Gitarren werden jeweils angegeben.

So klingt der J.Rockett Audio Designs Aqueous Chorus

In der Mittelstellung aller Regler liefert der Aqueous klassische Chorus-Sounds, ganz im Geiste japanischer Designs. Der Klang ist geprägt von einer warmen, analogen Bucket-Brigade-Charakteristik, während die Modulation angenehm musikalisch und organisch wirkt. Vergleiche zu etablierten Chorus-Legenden wie dem Boss CE-2 drängen sich auf, allerdings erweitert der Tilt-EQ das klangliche Spektrum deutlich und eröffnet vielseitige Möglichkeiten zur Soundformung.

Das Ganze wirkt fast wie eine kleine Zeitreise durch die Geschichte des Chorus-Effekts: In der Minimalstellung präsentiert sich der Sound betont warm bis dunkel und erinnert an frühe Chorus-Interpretationen. Im Maximalsetting hingegen werden die Bässe effektiv gestrafft und die Höhen deutlich angehoben, wodurch sich typische Chorus-Sounds bekannter „Vintage-Digital“-Rackgeräte der 80er-Jahre relativ überzeugend nachbilden lassen. Der Mix-Regler deckt dabei die gesamte Bandbreite ab – vom vollständig trockenen Signal über dezente Modulationen bis hin zu einem reinen Vibrato-Effekt. Die Soundqualität ist ganz hervorragend und das Pedal ist so inspirierend, dass man sich fast noch eine Stereo-Variante davon wünschen würde.

Der Preamp des Aqueous arbeitet auch als Klangveredler

Ein großes Alleinstellungsmerkmal ist sicherlich der Preamp-Regler: In der 12-Uhr-Position liegt Unity-Gain an, sodass nach oben hin noch ausreichend Boost-Reserven zur Verfügung stehen. Dabei beeinflusst der Preamp nicht nur den Ausgangspegel, sondern greift auch klanglich deutlich ein und verdickt den Sound merklich. Wird der Mix-Regler weit zurückgenommen, lässt sich das Pedal sogar ausschließlich im Dry-Betrieb nutzen und fungiert als eigenständiger Booster – ein durchaus praxisnaher Off-Label-Einsatz, wie man ihn etwa vom Echoplex oder zuletzt auch vom Boss BP-1W kennt. Auf diese Weise eignet sich der Aqueous auch hervorragend als „always-on“-Klangveredler.

Audio Samples
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Mid Setting – Pedal Off/On – Stratocaster Dark Chorus – Stratocaster Bright Chorus – Stratocaster Rotary – Stratocaster 80s-Picking – Stratocaster Tilt EQ Check – Les Paul Preamp Check Dry – Pedal Off/On – Les Paul Depth – Les Paul Distorted – Les Paul
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Fazit

Der J. Rockett Audio Designs Aqueous überzeugt als astrein verarbeiteter und äußerst vielseitiger Chorus. Klanglich vereint das Pedal klare Vintage-DNA mit zeitgenössischer Flexibilität. Von warmen, analogen Eimerketten-Sounds im Stil alter Chorusse bis hin zu brillanten, „vintage-digital“ anmutenden 80er-Texturen deckt es ein bemerkenswert breites klangliches Spektrum auf hohem Niveau ab. Dies ist insbesondere dem musikalisch arbeitenden Tilt-EQ zu verdanken, der die Klangformung extrem erweitert. Der Mix-Regler ermöglicht zudem alles, von subtiler Modulation bis hin zum reinen Vibrato-Effekt. Besonders hervorzuheben ist der klangformende Preamp, der den Aqueous auch als Tonveredler oder Booster einsetzbar macht. Der Preis ist zwar sicherlich kein Schnäppchen, allerdings erhält man hier ein extrem hochwertiges Boutique-Pedal, made in USA, das hinsichtlich seines Klangs und seiner Flexibilität Seinesgleichen sucht. 

Astreine Verarbeitung trifft auf vielseitige Klänge – der Aqueous vereint Vintage-DNA mit zeitgenössischer Flexibilität.
Astreine Verarbeitung trifft auf vielseitige Klänge – der Aqueous vereint Vintage-DNA mit zeitgenössischer Flexibilität.
  • Hersteller: J.Rockett Audio Designs
  • Name: Aqueous
  • Type: Chorus-Pedal
  • Herstellungsland: USA
  • Regler: Pre-Amp, Tilt EQ, Speed, Mix, Depth
  • Schalter: On/Off-Fußschalter
  • Anschlüsse: In- & Output (je 6,3-mm-Klinke), Netzteileingang (9 V)
  • True Bypass: ja
  • Batteriebetrieb: nein
  • Stromverbrauch: 28 mA
  • Abmessungen (L x B x H): 109 x 69 x 53 mm
  • Gewicht: 492 g
  • Verkaufspreis: 269,00 Euro (Februar 2026)

Herstellerseite: https://rockettpedals.com

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