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Test: Evans UV2 & EMAD Resonant Bassdrum-Felle – mehr Lagen = mehr Punch?

Evans Bassdrum-Felle gehören seit jeher zu den beliebtesten Produkten, wenn es an die Neubespannung der Großen Trommel geht. Einen Schub (im wahrsten Sinne!) haben die Verkaufszahlen durch die 2019 eingeführten UV1 Modelle erhalten. Wer die, mit UV-Licht gehärtete, Beschichtung jedoch in Kombination mit einer doppellagigen Konstruktion spielen wollte, musste warten – bis jetzt. Für das Produktjahr 2026 wurden die UV2 Bassdrum-Felle vorgestellt, bei denen die beschichtete Folie um eine zweite, klare Lage ergänzt wird, was bekanntlich zu einer gesteigerten Haltbarkeit und einem nochmals satteren Sound beitragen soll. 

Evans UV2 Bassdrum-Felle Test
Unser Fazit:
4,5 / 5
Pro
  • kräftiger Sound bei allen Modellen
  • flexible Dämpfmöglichkeiten bei EQ3 und EMAD
  • gute Balance aus Kontrolle und Natürlichkeit beim EMAD Resonant
  • sehr saubere Verarbeitung
Contra
  • hohe Anschaffungspreise

Evans UV2 Bassdrum-Felle – Das Wichtigste in Kürze

  • Was bedeutet UV bei Evans-Fellen? UV bezieht sich auf eine spezielle Art der weißen Beschichtung, welche mit UV-Licht haltbarer gemacht wird.   
  • Wie unterscheiden sich die drei UV2-Modelle voneinander? Die Zahl 2 gibt die Anzahl der Lagen an. Das UV2 ohne Namenszusatz besitzt zwei Lagen, aber keine Dämpfung. Beim UV2 EQ3 kommen zwei innere, fest installierte Dämpfringe zum Einsatz.
  • Wofür steht EMAD? „Externally Mounted Adjustable Dampening“ bedeutet, dass das Fell eine fest montierte äußere Kunststoffhalterung für zwei mitgelieferte Dämpfringe besitzt. Die könnt ihr, je nach Klangwunsch, einsetzen oder auch weglassen. Beim EMAD Resonant Fell ist der Dämpfring fester Teil der Lochumrandung. 

In drei Ausführungen wird das neue „Rezept“ aktuell angeboten. Das UV2 besitzt keine zusätzliche Dämpfung, während das UV2 EQ3 mit einem inneren, herausnehmbaren Dämpfring ausgerüstet ist. Maximale Flexibilität verspricht das UV2 EMAD, das insgesamt drei Dämpfungsgrade erlaubt. Unterstützt wird das Neuheiten-Trio in diesem Test durch das schon länger erhältliche EMAD Resonant sowie das EQ3 Resonant Resonanzfell. Wie die neuen Bassdrum-Felle klingen und ob sich der nicht unerhebliche Anschaffungspreis lohnt, erfahrt ihr auf den folgenden Zeilen und im Video. Los geht’s!

Das UV2 Coated (oben) besitzt gar keine zusätzliche Dämpfung.
Das UV2 Coated (oben) besitzt gar keine zusätzliche Dämpfung.

Wie unterscheiden sich die UV2 Bassdrum-Felle von den UV1-Versionen?

Alle vier Testfelle besitzen den Durchmesser 22“, natürlich gibt es sie aber auch in allen anderen gängigen Größen. Wie von Evans gewohnt, kommen sie in stabilen Papphüllen. Bei den Schlagfellen ist jeweils ein runder, transparenter Beater-Patch zur Verlängerung der Lebensdauer der Felle dabei, Doppelpedalspieler müssen sich noch einen davon dazukaufen oder zu einem  größeren Patch greifen. Konstruktiv gleichen unsere Testfelle den UV1-Modellen, der einzige – aber gewichtige – Unterschied ist die Anzahl der Folienlagen und deren Stärke. Zweimal sieben mil (Gesamtstärke 0,35 Millimeter) gibt es bei den UV2-Fellen, einmal zehn mil (0,25 Millimeter) bei den UV1-Versionen. UV bedeutet, dass die Felle eine mit UV-Licht behandelte, weiße Beschichtung besitzen, die sich in verschiedenen Tests bereits als sehr haltbar erwiesen hat. 

Gleiches Konzept, bloß für vorne: links das EMAD Resonant, rechts das EQ3 Resonant.
Gleiches Konzept, bloß für vorne: links das EMAD Resonant, rechts das EQ3 Resonant.

Coated, EQ3, EMAD: gleiche Basis, unterschiedliche Dämpfungsgrade 

Ein entscheidender Faktor bei Bassdrum-Fellen ist die Dämpfung. Und genau hier liegen auch die Unterschiede zwischen den Testschlagfellen. Beim UV2 Coated geht es puristisch zu, dieses Fell sollte den offensten Klang liefern. Ganz anders das EQ3, welches mit einem herausnehmbaren, inneren Dämpfring ausgerüstet ist. Aber auch ohne den dürfte das Fell etwas bassbetonter klingen, denn eine schmale „Halterung“ verbleibt am Fell. Die meisten Optionen bietet das jedoch das EMAD, welches in allen Versionen immer am schwarzen Plastikrahmen auf der Außenseite erkennbar ist. Dieser kann entweder leer bleiben oder wahlweise mit einem der beiden enthaltenen, zwei und vier Zentimeter breiten, Schaumstoffringe bestückt werden. 

Das EMAD Resonant ist mit einem festen Dämpfring ausgerüstet

Nicht mehr ganz neu, allerdings bisher von uns ungetestet, sind die beiden Resonanzfelle. Das EMAD Resonant Black Bassdrum-Resonanzfell ist einlagig ausgeführt und besitzt ein vier Zoll großes Luftloch, welches aus einem Plastikrahmen mit fest installiertem Dämpfring besteht. Zum Vergleich haben wir uns übrigens auch noch das EQ3 Resonant Black mit 5“-Loch und innerem Dämpfring kommen lassen. 

Fotostrecke: 4 Bilder Beim UV2 EMAD darf zwischen zwei unterschiedlich breiten Schaumstoffringen gewählt werden,…
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So klingen die Evans UV2 Bassdrum-Felle und die Resonant Resonanzfelle

Mein Test-Setup besteht aus einer Yamaha 9000 22“ x 14“ Bassdrum, einem EV N/D 868 Bassdrum-Mikro sowie einem AIM Audio Inspire Großmembraner vor dem Resonanzfell. Auf zusätzliche Dämpfung habe ich aus Gründen der objektiven Beurteilung komplett verzichtet.

Wie zu erwarten, gibt es mit den neuen UV2-Schlagfellen ein Plus in Sachen subjektiver Basswahrnehmung sowie auch in Sachen objektiver Haltbarkeit. Beim dämpfungslosen Grundmodell UV2 Coated erhalten Freunde eines eher natürlichen Bassdrum-Sounds eine sehr gut klingende Alternative zu den oft etwas zu „papiermäßig“ klingenden einlagigen Modellen. Der Sound passt toll zur Bassdrum, das bei allen Schlagfell-Klangbeispielen verwendete EQ3 Resonant filtert störende Resonanzen sehr gut dosiert heraus. 

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Mehr Informationen

Deutlich kompakter wird es mit dem EMAD, dessen leerer Kunststoffrahmen bereits ordentlich Kontrolle und einen Fokus Richtung Bass und Attack bereitstellt. Montiert man die Ringe, wird es nochmals kontrollierter, aber auch dumpfer. Das Ganze mit dem EQ3 Reso, einer längeren Bassdrum und einem harten Beater dürfte Metal-Träume wahr werden lassen. 

In eine vergleichsweise etwas natürlichere Richtung geht das UV2 EQ3. Es besitzt sowohl ohne als auch mit installiertem inneren Ring mehr Mittenanteile, der Kesselklang wird dadurch präsenter. Wer einen modernen Bassdrum-Sound mit etwas weniger „Badewanne“ (viel Bass, wenig Mitten, viel Attack) sucht, sollte das mal ausprobieren.   

Audio Samples
0:00
UV2 Coated UV2 EMAD, ohne Ringe UV2 EMAD, schmaler Ring UV2 EMAD, breiter Ring UV2 EQ3, ohne Ring UV2 EQ3, mit Ring EMAD Resonant EQ3 Resonant Referenz: UV1 EQ4 Batter, UV1 Coated Reso

Alternativen zu den Evans UV2 Bassdrum-Fellen

Wenn ihr auf der Suche nach beschichteten, tendenziell bassbetonten, doppellagigen Bassdrum-Fellen seid, stehen euch einige Alternativen zur Verfügung. Remo baut mit dem Emperor Coated einen direkten Konkurrenten zum UV2 Coated. Mit den gleichen Zutaten kann auch das Aquarian Response 2 Coated aufwarten, Sparfüchse könnten das Millenium Eminence Coated ausprobieren. Das UV2 EQ3 wiederum ist mit dem Remo Powerstroke 4 Coated vergleichbar, während das Remo Powersonic Coated eine (jedoch weniger flexible) Alternative zum UV2 EMAD darstellen könnte. 

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Fazit

Mit den UV2 Bassdrum-Fellen liefert Evans die langerwarteten, doppellagigen Versionen zu den bereits länger erhältlichen UV1-Typen. Statt einer etwas dickeren kommen hier zwei dünnere Folien zum Einsatz, die bei der Gesamtstärke wiederum vorne liegen. Mehr Masse und dazu die Reibung zwischen den Folien sorgen für einen nochmals satteren Sound, der besonders für Fans bassig-druckvoller Klänge seinen Reiz hat. Dazu dürfte es ein Haltbarkeitsplus geben. Das UV2 Coated besitzt den natürlichsten Klang mit komplexen Mitten, während das UV2 EMAD am modernsten klingt. Das UV2 EQ3 liegt etwa dazwischen. Die beiden Resonanzfelle namens EQ3 Resonant und EMAD Resonant übertragen die Konzepte der Schlagfelle auf die gegenüberliegende Seite und sorgen auch hier für einen fokussierten, modernen Ton, der nicht unbedingt weiterer Dämpfung innerhalb der Trommel bedarf. Aus Sicht einiger Drummer dürften höchstens die saftigen Preise etwas Dämpfung vertragen, davon abgesehen machen alle Testfelle einen hervorragenden Job. 

Zwei Lagen, unterschiedliche Dämpfsysteme: Die neuen Evans UV2 Bassdrum-Felle klingen druckvoll und bassig.
Zwei Lagen, unterschiedliche Dämpfsysteme: Die neuen Evans UV2 Bassdrum-Felle klingen druckvoll und bassig.
Artikelbild
22" UV2 Coated Bass
Für 73,00€ bei
  • Technische Spezifikationen
  • Hersteller: Evans
  • Typenbezeichnung: UV2 Coated, UV2 EQ3, UV2 EMAD, EMAD Resonant Black
  • Anzahl der Folien: UV2-Modelle: 2. Resonant-Modelle: 1
  • Dicke der Folien: UV2-Modelle: 2 x 7 mil, Resonant-Modelle: 1 x 10mil
  • Zubehör: Beater-Patches
  • Besonderheit: spezielle gehärtete UV-Beschichtung, flexible Dämpfung bei UV2 EQ3 (Mylar-Ring) und UV2 EMAD (schmaler und breiter Schaumstoffring)
  • Herstellungsland: USA
  • Preise (Verkaufspreise):
  • UV2 Coated 22“: 73,00 Euro
  • UV2 EQ3 22“: 73,00 Euro
  • UV2 EMAD 22“: 79,00 Euro
  • EMAD Resonant 22“: 79,00 Euro
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Herstellerseite: https://evans-drumheads.com

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