Leolani Hawaiian Koa Serie Test

Die Instrumente der Leolani Hawaiian Koa Serie eint, wie der Name vermuten lässt, das Holz, aus dem sie gebaut sind: Echtes Koa aus Hawaii kommt zum Einsatz, denn auch nur dann dürfen die drei Buchstaben den Namen zieren. Und dass die Ukulele viel mehr als nur ein Mitbringsel aus Hawaii ist, dürfte mittlerweile jedem klar sein. Eine originale Hawaii-Ukulele aus dem sonnigen Urlaubsparadies ist allerdings nicht für jeden erschwinglich. Die Firma Leolani hat sich 2002 mit dem Ziel gegründet, den “Aloha Spirit” zu all jenen zu bringen, die nach einem guten, aber preiswerten Instrument suchen. Und genau das ist auch der Grund, weshalb echtes Koa-Holz in Schichtbauweise zum Einsatz kommt.

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Das Leolani Ukulelen Trio lässt Hawaii-Feeling aufkommen und überzeugt mit durchweg hervorragendem Klang und Bespielbarkeit.

Details

Koa oder nicht Koa – Das ist hier die Frage!
Bevor es in diesem Test um die eigentlichen Instrumente geht, schaffen wir noch kurz Klarheit darüber, was nun “echtes” Koa-Holz ist und was nicht. Es gibt nämlich einige Hersteller auf dem Markt, die mit irreführenden Bezeichnungen wie z.B. “Golden Koa” oder “Acacia Koa” aus normalem Akazienholz kurzerhand Koa machen. Die beiden Bäume sind artverwandt und die Akazie eignet sich tatsächlich auch vorzüglich für den Bau von Ukulelen. Die Bezeichnung Koa darf aber nur dann verwendet werden, wenn es Bestandteil eines Instrumentes ist. Und das ist nur dann der Fall, wenn dieser Baum auf den Inseln von Hawaii gewachsen ist. Alles andere ist kein Koa. Ganz egal, ob als Massivholz oder wie hier als Laminat.

Die hawaiianische Dreifaltigkeit
Die Hawaiian-Koa-Serie von Leolani besteht aus drei Modellen, einer Sopran-, einer Konzert- und einer Tenor-Ukulele. Alle drei Modelle sind baugleich und unterscheiden sich technisch gesehen lediglich in Korpusgröße und Mensur. Hals, Halsfuß und Kopfplatte bestehen aus Okoume. Dieses Holz wird im Ukulelenbau immer beliebter. Es ähnelt rein optisch Mahagoni und wird nicht nur für Hälse, sondern teilweise auch für Decken verwendet. Die Kopfplatte ist passend zum Korpus mit einem dünnen Koa-Furnier verblendet und den Korpus ziert an Decke und Boden ein geflammtes Ahorn-Binding. Das Ganze sieht sehr edel aus und schon auf den ersten Blick ist klar, ein qualitativ hochwertiges Instrument in den Händen zu halten. Der Boden ist leicht gewölbt und die untere Zarge ziert ebenfalls ein Streifen aus Ahorn. Besonders gelungen finde ich das Kopfplattendesign, das sehr elegant wirkt und einen hohen Wiedererkennungswert hat.

Von Kopf bis Fuß auf Uke eingestellt
An der Kopfplatte kommen geschlossene, chromfarbene Stimmmechaniken mit einer Übersetzung von 1:14 und schwarzen Plastikflügeln zum Einsatz, die einen tadellosen Job verrichten. Für Sattel und Stegeinlage wird echter Knochen verwendet. Dieser hat gegenüber allen synthetischen Materialien den Vorteil, dass er selbstschmierend ist und deshalb eine optimale Saitenführung durch die Sattelkerben auch über viele Jahre gewährleistet. Das erleichtert das Stimmen und fördert die Stimmstabilität des Instrumentes. Das Griffbrett beherbergt Neusilberbünde, die sehr gut abgerichtet sind. Die Bundstäbchen ragen nicht bis zum Griffbrettrand, sie sind wunderbar abgerundet und nichts ist scharfkantig, sodass sich die linke Spielhand an einem sehr angenehmen Spielgefühl erfreuen darf. Als Griffbrettabschluss ist an den Seiten ein schwarzes, sehr glattes Binding eingearbeitet. Die Hälse aller drei Modelle sind mit einer Sattelbreite von 38 mm etwas ausladender als die meisten Modelle der Konkurrenz in dieser Preisklasse. Ergebnis ist nicht nur ein besseres Spielgefühl, da wir etwas mehr Platz zwischen den Saiten haben, es kommt auch dem Klang zugute. Nicht umsonst kommen viele Originale aus Hawaii mit exakt diesen Halsmaßen. Es sind nämlich nicht nur die verwendeten Hölzer und die Größe des Korpus – entscheidend ist auch das Masse-Verhältnis von Korpus zu Hals. Nur wenn das passt, kann das Instrument optimal schwingen. Und genau das ist hier der Fall.

“Reconstituted” oder echt?
Beim Griffbrett wie beim Material für die Brücke ist der Begriff “Reconstituted” angegeben. Diese Bezeichnung wird uns in den kommenden Jahren bei vielen Instrumenten begegnen. Grund ist, dass Hölzer wie Palisander nicht mehr so einfach frei gehandelt und verarbeitet werden dürfen und die Hersteller deshalb auf Alternativen zurückgreifen. Nach einer Anfrage beim Hersteller kann man diese Bezeichnung zumindest für Leolani präzisieren. Es handelt sich um Holzfasern von verschiedenen Harthölzern, die gepresst werden und in ihrer Beschaffenheit dem Palisander am Ende des Prozesses stark ähneln. In diesem Zug werden auch Holzabfälle sinnvoll weiterverwendet und das Griffbrett entspricht dem üblichen Palisander tatsächlich nicht nur optisch, sondern auch haptisch.

Die Leolani SQL6G Sopran Long Neck

Der Korpus der Leolani SQL6G Sopran Long Neck hat die üblichen Maße einer Sopran-Ukulele. Die Decke misst an der breitesten Stelle gute 17 cm und die Korpuslänge ist mit 24 cm absoluter Standard. Beim allerersten Blick fällt der längere Hals erst einmal gar nicht auf, man wundert sich nur über die exzellente Bespielbarkeit. Die Long Neck Varianten gibt es übrigens in allen erdenklichen Größen. So gibt es ganz generell auch Tenor-Modelle, die mit einem Baritonhals ausgestattet sind. Ebenso gibt es Konzert-Modelle mit Tenorhals. Ziel bei diesen Varianten ist es immer, den für eine Größe charakteristischen Klang mit der Bespielbarkeit der nächsten Größe zu kombinieren. Wenn man Gelegenheit dazu hat, sollte man diese Exoten im nächsten Shop unbedingt mal ausprobieren. Die Mensur dieses Modells beträgt exakt 345 mm und entspricht daher ganz genau der Standard-Sopran-Größe. Aber warum dann Long Neck und woher kommt diese exzellente Bespielbarkeit? Ganz einfach, denn der Hals-Korpus Übergang ist bei diesem Modell am 14. Bund. Viele Hersteller bieten ihre Sopran-Ukulelen mit nur 12 Bünden an, wobei der Korpus auch direkt am 12. Bundstäbchen ansetzt. Bei diesem Modell aber hat unsere Greifhand mehr Freiheit und Platz zum Agieren. Der etwas längere Korpus als bei anderen Sopran-Ukulelen sorgt für eine wunderbar stimmige Optik. Ein wirklich pfiffiges Konzept, dass sich Leolani da hat einfallen lassen.

Fotostrecke: 10 Bilder Das kleinste Modell unserer Testreihe ist die Leolani SQL6G Sopran Long Neck Ukulele.
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Die Leolani CL6G Concert

Wer sich seine erste Ukulele anschafft, der sollte sich die Konzertgröße der Leolani Hawaiian Koa Serie auf jeden Fall genauer anschauen. Durch die für Konzert-Ukulelen übliche Mensur von 378 mm und den mit 38 mm etwas breiteren Sattel ist eine sehr gute und einfach Bespielbarkeit gewährleistet. Außerdem erwirbt man zu einem sehr günstigen Kurs ein Instrument, das überwiegend aus echtem Koa-Holz gefertigt wird. Zwar sind es bei dieser Ukulelen-Serie keine massiven Hölzer, aber dafür bekommt man den in Schichtbauweise gefertigten Kompromiss im Gegensatz zu Ukulelen aus massivem Koa zu einem Bruchteil des Preises. Unter 500 Euro sind solche Modelle in der Regel kaum erhältlich.

Fotostrecke: 10 Bilder Das etwas größere Konzertmodell aus der Koa Serie…
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Die Leolani TL6G Tenor

Die Tenor-Größe der Leolani Hawaiian Koa Serie ist vor allem für all jene geeignet, die einen vollen Sound und eine gute Bespielbarkeit auch in den höheren Lagen suchen. Durch die längere Mensur von 432 mm lassen sich selbst aufwendigere Stücke interpretieren, die bis in die höchsten Register reichen. Auch hier profitiert man wieder von der etwas größeren Sattelbreite der Leolani Modelle und dem damit verbundenen größeren “string spacing”. 

Fotostrecke: 10 Bilder Das größte Modell unseres Ukulelen Test-Trios ist die Leolani TL6G Tenor,…
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Tieger Vogel sagt:

#1 - 18.07.2018 um 22:22 Uhr

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Wär mal interessant zu wissen, wie es mit der Intonation dieser Instrumente steht. Das ist ja oft der Knackpunkt bei Ukulelen in diesem Preissegment. Wie ist denn die Saitenlage eingestellt? Kein kompensierter Steg (wie oft bei Ukulelen), kann das überhaupt richtig funktionieren? Es fällt mir relativ schwer mir vorzustellen, das dieses Instrument 5 Sterne verdient. Welche Bewertung bekommt dann eine zB 1000€ Ukulele?

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    Andreas Rottmann sagt:

    #1.1 - 19.07.2018 um 07:49 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Hallo Tieger Vogel,in puncto Intonation besticht dieses Modell aufgrund der sehr guten Saitenlage, wie ich im Abschnitt "Handling" beschreibe. Eine sehr gute Saitenlage und vor allem eine optimale Sattelkerbung sind die tragenden Säulen für eine gute Intonation. So können Instrumente auch ohne kompensierte Stegeinlage mit einer guten Intonation punkten, was hier auch der Fall ist.Eine 1000€ Ukulele bekommt dann eine 5 Sterne Bewertung wenn sie den Anspruch an sie in gleicher Weise erfüllen kann und neben den anderen Modellen aus diesem Preissegment positiv heraussticht. Nur weil ein Instrument 1000€ oder mehr kostet muss es nicht sehr gut sein.Liebe Grüße
    Andreas Rottmann

    Antwort auf #1 von Tieger Vogel

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