Wer keine Zeit hat, sich eigene Tape-Delayszu bauen, greift auf Plugins oder entsprechende Hardware-Units zurück. Der Unterschied zwischen den beiden Optionen liegt darin, dass es Pedale in der Regel nicht kostenlos gibt – Plugins wie Inear Display Incipit hingegen schon.

- Gut klingende und vielseitige Effekte
- Macro-System
- Randomizer
- Leicht zu erlernender Workflow
- kein Contra
DETAILS & PRAXIS
Kostenlos im Shop erhältlich
Der Weg zu Incipit führt euch über die Herstellerseite zu Gumroad. Dort gebt ihr als Preis einfach eine Null ein und schon seht ihr die Download-Links. Ganz ohne Gegenleistung geht es allerdings nicht: Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist Pflicht. Das Plugin gibt es ab Windows 10 und macOS 10.13 (Intel und ARM) in den Formaten VST3 und AU.
Drei Delay-Chains, drei Macros und ein Randomizer
Inear Display Incipit ist ein kostenloses Delay-Plugin, das grundsätzlich auch für alltägliche Verzögerungseffekte funktioniert. Seine Stärken spielt das FX-Tool aber besonders im Sounddesign und bei klanglichen Experimenten aus.

Drei Delay-Chains nutzen Verzögerung und Pitch-Modulation für spezielle Effekte und lassen sich sowohl parallel als auch seriell schalten. Das Multimode-Filter beeinflusst den Output mit den vier Modi LPF, HPF, BPF und Notch. Vier LFOs mit jeweils sieben Wellenformen erlauben Modulationen aller Art.
Sehr interessant ist auch das Macro-System: Über die riesige Modulationsmatrix könnt ihr den vier LFOs oder den drei Macros fast jeden Parameter zuweisen. Ist euch das zu viel Arbeit, übernimmt der vierstufige Randomizer die zufällige Auswahl.
Klanglich absolut überzeugend
Als erstes Hörbeispiel dient ein Gitarren-Loop, den das Preset „Bipolar Echo“ zum Klangspektakel werden lässt. Das entstandene Echo verändert sich nicht nur klanglich, sondern nutzt auch das komplette Stereofeld und tritt durch die interessante Dynamik zeitweise in den Vordergrund. Mit dem Preset „Sink“ reagiert das Plugin hingegen organischer.
Der Effekt kommt und geht, wird dabei à la Flanger klanglich durch die Mangel gedreht. Am Ende des Beispiels hören wir noch ein mechanisches Echo im Stile eines granularen Effekts. „Simple Delay Pan“ versorgt den folgenden Synth-Loop mit rhythmisch komplexen Echos, während Tonal Solstice faszinierende Tonimpulse setzt.
FAZIT: Inear Display Incipit Test
Inear Display Incipit ist ein durch und durch überzeugendes Delay-Tool. Der Workflow ist durchdacht und schnell zu erlernen, während die vielseitigen Klangergebnisse auf ganzer Linie überzeugen. Gerade im kreativen Bereich hat das Freeware-Plugin ungeheuer viel zu bieten, was nicht zuletzt auch am flexiblen Routing und den 78 Factory-Presets liegt. Und wer lässt nicht gern einen Randomizer die Plugin-Einstellungen vornehmen? Besonders bei einem so potenten FX-Tool ist das ein echter Gewinn. Hoffentlich wird es von Inear Display auch zukünftig wieder neuen Output geben. Bis dahin erfreuen wir uns einfach ungehindert an Freeware wie Incipit.
Features
- Drei Delay-Chains
- Paralleles und serielles Routing
- Vier Filter-Modi: LPF, HPF, BPF und Notch
- Drei Macros
- Modulationsmatrix
- Vier LFOs
- Vierstufiger Randomizer
- 78 Factory-Presets
- Eigene Presets können abgespeichert werden
- Skalierbares GUI
- Ab Windows 10 und macOS 10.13 (Intel und ARM)
- Formate: VST3 und AU
- WEBSEITE: ineardisplay.com
- PREISE: Inear Display Incipit ist kostenlos























