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Focusrite Forte Test

Praxis

Nachdem ich mir von der Focusrite-Internetseite die benötigte Software völlig problemlos heruntergeladen und installiert habe, konnte es direkt losgehen: Ich verwende ein Mac Pro mit acht Kernen und 24GB Ram mit Mac OS 10.7. Als Host-Software verwende ich Logic Pro, habe das Interface aber auch mit Protools 10 getestet. In beiden Fällen lief es absolut problemlos.

Eines vorweg, die Bedienung ist wirklich kinderleicht, und auch mit der mitgelieferten Software lässt sich das Forte wirklich intuitiv bedienen. Der Drehregler läuft äußerst geschmeidig und lässt so feinste Einstellungen zu. Positiv zu bemerken ist, dass sich das Interface aber auch ganz ohne Software am Gerät selbst bedienen lässt, so kann man seinen Focus auf der DAW lassen und muss nicht bei jedem Nachregeln zwischen verschiedenen Fenstern hin- und herspringen.

Allerdings fällt im reinen USB Betrieb – also ohne Netzteil – auf, dass die Lautstärke des Ausgangs und der Kopfhörer massiv abfällt und zwar genau auf maximal -18dB. Das ist ziemlich schade. Mit Netzteil klingt der Kopfhörersound aber sehr ausgewogen, direkt und warm. Latenzmässig gibt es auch nichts zu beanstanden, sogar ein „direct monitoring“ ist vorhanden, was nichts anderes bedeutet, als dass das Eingangssignal automatisch auch direkt auf den Ausgang geroutet werden kann.
Als erstes schließe ich eine Gitarre an. Ale Audiobeispiele wurden übrigens nicht weiter bearbeitet.

Audio Samples
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Picking Strumming
Das Forte klingt ausgesprochen fett und löst in den Mitten sehr detailliert auf. Obwohl es sich um ein DI-Signal handelt, lässt sich mit dem Resultat sehr gut weiterarbeiten. Das Höhenbild wirkt etwas unter präsentiert, was man aber auch von Neve kennt und durchaus schätzt – sie springen einen eben nicht direkt an, was durchaus wohltuend ist. 
Audio Samples
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Bass
Auch ein Bass macht sich ausgesprochen gut am Forte. Das Low-End ist zwar nicht super tief, aber es klingt rund und klar definiert.
Als nächstes schließe ich ein Brauner VM1 an und nehme damit eine Lakewood Akustik-Gitarre ab.
Audio Samples
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Acoustic

Schon unbearbeitet zeigt sich hier, wie das Forte mit einem guten Mikrofon umgeht. Es färbt, ganz klar, aber eben genauso, wie es viele eben mögen. Die Gitarre klingt schon ohne Einsatz eines EQs “bearbeitet“. 

Auch ein Shaker, stellvertretend für alle perkussiven Instrumente mit einer Menge Höhen, wird gut transportiert, ohne dass das Höhenbild einen direkt anspringt. Die Transienten werden gut herausgearbeitet und auch hier besitzt der Sound eine gewissen Patina. 

Audio Samples
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Shaker
Focusrite_Forte_04_Side
Das USB-Audiointerface Focusrite Forte im Test.
Kommentieren
Profilbild von harry mudd

harry mudd sagt:

#1 - 07.05.2013 um 22:12 Uhr

0

viel schlimmer ist, dass ohne Netzteil keine Phantomspeisung zur Verfügung steht:-(
Das kann RME aber besser...

Profilbild von Steve

Steve sagt:

#2 - 07.05.2013 um 22:58 Uhr

0

Naja, wie sauber und konstant eine Phantomspeisung, die ohne Netzteil nur über USB zustande kommt, ist, mag mal dahingestellt sein. Das finde ich eher konsequent von Apogee.

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