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Test
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28.09.2015

Millenium PD-122 Pro und PD-222 Pro Single & Double Pedal Test

Einzel-Fußmaschine und Doppel-Fußmaschine

Wirklich „Pro“?

Die heutigen Testkandidaten sind die Fußmaschinen-Modelle Millenium PD 122 Pro sowie die doppelte Version PD-222 Pro. Beide sind schon seit vielen Jahren Verkaufsrenner im Programm des Musikalienhändlers Thomann. Das dürfte nicht nur daran liegen, dass sie von weitem betrachtet den Pedalen des amerikanischen Edelherstellers DW ähneln. 

So werden die Millenium Maschinen regelmäßig weiter entwickelt und an die Wünsche moderner Trommler angepasst, die für ihre mühsam verdienten Taler möglichst viele Features bei gleichzeitig road-tauglicher Qualität wünschen. Ob unsere beiden Bodentreter diesen Spagat schadlos überstehen, lest ihr in den folgenden Zeilen. 

Details

Die Pedale können mit vielen Einstellmöglichkeiten punkten

49 Euro kostet das PD-122 Pro Einzelpedal, mit 109 Euro ist der geneigte Trommler bei der Doppel-Fußmaschine PD-222 Pro dabei. Vor dem Aufreißen der schmucklosen Kartons lasse ich mir diese Zahlen noch einmal durch den Kopf gehen, um meine Erwartungen entsprechend nach unten zu korrigieren. Ich bin daher überrascht, wirklich ordentlich verarbeitete Pedale aus ihren Umhüllungen befreien zu können, das hatte ich mir deutlich schlimmer vorgestellt.  

Zu diesen Kursen fehlen natürlich jegliche Formen von Taschen oder gar Cases, was aber leicht zu verschmerzen ist. Beide Pedale sind weitgehend vormontiert, lediglich die Beater und die Welle der Doppel-Fußmaschine müssen per Stimmschlüssel befestigt werden. Vor mir stehen nun stabil wirkende Maschinen, welche eine durchaus professionelle Aura verströmen. Das liegt zum einen an den rot lackierten Bodenplatten (die man von den bekannten DW 5000ern kennt), zum anderen an der kräftig dimensionierten Zweisäulen-Konstruktion beider Pedale. Der Antrieb erfolgt über Doppelketten, welche auf einem stufenlos von linear auf exzentrisch justierbaren Kettenblatt laufen. Direkt daneben liegen die ebenfalls stufenlos auf der Achse verstellbaren Befestigungen für die Beater, welche mit jeweils zwei Spielflächen – Filz und Hartgummi – bestückt sind. Auch der Neigungswinkel der Trittplatten kann an individuelle Vorlieben angepasst werden. Alle genannten Justierungen können löblicherweise mit einem Stimmschlüssel vorgenommen werden. Den braucht man wiederum nicht, um die seitlich erreichbare Spannreifen-Fixierung zu betätigen, hier kommt eine Flügelschraube zum Einsatz. Das ist erfreulich, denn je weniger Werkzeug vonnöten ist, desto besser ist auch die Gig-Tauglichkeit. Apropos Gig, ein gerade bei Live-Einsätzen beruhigend wirkendes Detail sind die Sicherungsschrauben der Federspannung, auch diese sind als Vierkantversionen ausgelegt.

Etwas grob geschweißt wirkt die Welle des Doppelpedals, dies bleibt allerdings der einzige optische Makel an unseren Testexemplaren. Zieht man den Vergleich mit deutlich teureren Maschinen, fallen noch die doch recht dünnen Bodenplatten auf, und auch die einfachen, eingenieteten Steckachsen der Fersenteile sind sicherlich nicht state of the art. In den Lagern der Slave-Pedal-Achse stelle ich zudem leichtes Spiel fest, ansonsten wirkt alles fest und stabil. Ein wichtiges Kriterium für Interessenten des Doppelpedals ist der Umstand, dass es sich beim Slave-Pedal um ein vollwertig ausgestattetes Single-Pedal handelt, alle drei Teile der Testmaschinen haben zudem eine identische Basis, welche sich jeweils für alle Aufgaben als Einzelpedal, Hauptpedal einer Doppel-Fußmaschine oder Slave-Pedal eignet. 

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