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Test
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30.09.2015

MFB Dominion 1 Test

Analog-Synthesizer

Ein moderner Klassiker?

Mit dem monophon und paraphon spielbaren Dominion 1 setzt die Berliner Synthesizer-Schmiede MFB ihre unermüdliche und fruchtbare Arbeit auf dem Acker der Analog-Technik fort und liefert einen ausgewachsenen Synthesizer, der nicht zuletzt mit drei Oszillatoren, etlichen Patchmöglichkeiten, großer Modulationsvielfalt und einer Fatar Tastatur einiges auf die Waage bringt. Ist MFB hier ein moderner Klassiker gelungen?

Den Insidern im Synthesizer Geschäft wird die Berliner Firma MFB ein Begriff sein. Seit beinahe 40 Jahren konzipiert Manfred Fricke Soft- und Hardware und stellte mit seinem kleinen Unternehmen über die Jahre etliche Produkte her, die wahrlich einen guten Ruf genießen. Dabei galt seine Aufmerksamkeit neben monophonen Synthesizern immer auch analogen Drumcomputern, deren aktuellste Inkarnation den lustigen Namen „Tanzbär“ trägt. Auch einige Eurorack-Module hat MFB zur Zeit im Portfolio. Die Berliner scheinen bisher auch alles andere als erfolglos gewesen zu sein: Auf der Website findet sich eine kleine Firmenhistorie, in der berichtet wird, dass der 1980 entwickelte Drumcomputer MFB-501 (hier geht’s zu unserem Vintage Special) seinerzeit in einigen Geschäften zehnmal häufiger über den Tresen ging als die Roland TR-808.

Der Dominion 1 ist im übrigen nicht der erste seines Familienstammbaums. MFB stellte mit dem Dominion X vor Jahren den Erstling der Reihe vor, während der Dominion X SED lediglich in Sachen Filter noch einmal variiert war. Das aktuelle Gerät fügt allerdings der Gleichung unter anderem mit einer Tastatur und erheblich mehr Patch-Möglichkeiten so viel hinzu, dass man im Vergleich zum Vorgänger doch von einem Quantensprung sprechen muss.

Details

Erster Eindruck

Es ist spannend zu beobachten, wie sich der Spirit einer Firma im Design ihrer Produkte niederschlägt. MFB sind hier eindeutig im Bereich „Ingenieurwesen“ unterwegs. Man könnte die Anmutung der Geräte als nüchtern bezeichnen oder sich auf einen alten Designgrundsatz berufen, der da lautet: „form follows function“. Kulinarisch kommen die MFB-Produkte jedenfalls nicht daher, aber vielleicht in dem Sinne, wie ein Arp Odyssey ja auch nicht gerade sexy aussieht, wobei aber sein Erscheinungsbild durchaus sexy Technik vermuten lässt.

Der Dominion 1 ist zweifellos das komplexeste Instrument, das MFB je herausgebracht hat, und ich finde, dass die Berliner dem Synthesizer auch eine ansprechende Optik verpasst haben. Aufgeräumt sieht er aus, aber mit seinen Holzseitenteilen keineswegs unedel. Während uns das Bedienpanel eine zwar gut sortierte, aber doch ziemlich ausladende Sammlung an Potis, Fadern, Spielhilfen und Steckbuchsen präsentiert, ist die Rückseite absolut spartanisch: Es gibt eine 6 mm Klinke für Audio-Out, eine Buchse für einen Fußschalter und das übliche MIDI-Trio. Amüsant ist, dass alle über eine doppelte Beschriftung verfügen, so dass man bequem normal und im Kopfstand erkennen kann, wohin der Stecker muss. Natürlich ist, wie es sich gehört, das Netzteil im Gerät verbaut, so dass ein dreipoliges Stromkabel genügt, den Analogen arbeitsbereit zu machen. Tatsächlich zum Leben erweckt man ihn über einen Kippschalter, der so schwergängig ist, wie ich es noch nirgendwo erlebt habe. Beim ersten Befühlen war ich mir sicher, dass genau dort der Einschaltknopf sein müsste, ließ aber nach erfolglosem Ausüben eines üblichen Drucks wieder davon ab und suchte anderswo. Allerdings gab es keine sinnvolle Alternative, so dass ich doch wieder zu dem zurückkehrte, was auch gar nicht wie ein Schalter aussah. Naja, am Ende habe ich das Ding anbekommen, und man kann wohl behaupten, dass man den Dominion aller Voraussicht nach außer bei Eintreten einer erheblichen Naturkatastrophe niemals unbeabsichtigt ein- oder ausschalten wird.

MFB ist in Anbetracht der sehr großen Zahl an Bedienelementen ein gutes, logisches Layout gelungen. Die einzelnen Sektionen sind funktional sinnvoll gegliedert, so dass man sich nach genauerem Hinsehen ganz gut zurechtfindet. Allerdings muss man konstatieren, dass dem Design auch etwas zutiefst Kommunistisches anhaftet, dadurch dass bei durchweg gleich großen und gleichförmigen Potis kaum Differenzierung zwischen deren Funktionen entsteht. Auch die Farbgebung der Potiknöpfe leistet hier wenig, da sie lediglich Gruppen von Elementen zusammenfasst und ebenfalls keinen Hinweis auf ihre jeweilige Funktion liefert. Wenn wir zum Vergleich einen Moog Voyager heranziehen, macht es doch deutlich mehr Freude, wenn das Tune-Poti eines Oszillators als großer Drehknopf realisiert ist, die Oktavlage per Drehschalter verändert wird und man die Schwingungsform mit einem kleineren runden Poti auswählt. Auch dass dem Cutoff in nicht wenigen Designs das größte Bedienelement – und damit der leichteste Zugriff – gebührt, ist einleuchtend und steigert für mich die Bedienfreude. Das Bedienlayout des Dominion 1 ist sicher nicht schlecht, aber Abzüge würde ich für diese große Gleichförmigkeit schon vornehmen, in der sich nicht einmal Drehregler und (Dreh-)Schalter optisch unterscheiden.

Während dies allerdings auch eine Frage des Geschmacks ist, muss man hinter die Platzierung der Spielhilfen auch funktional ein Fragezeichen machen. MFB hat sich für die Steuerung von Pitch und Modulation ungewöhnlicherweise für zwei Ribbon-Controller entschieden. Generell bin ich ein Fan dieser Controller (wie man auch dem Vintage-Feature zum Alesis Andromeda entnehmen kann), da sie eine vermeintlich feinere Kontrolle ermöglichen und außerdem durch das „Anspringen“ von Werten einen Zugriff bieten, der mit einem Wheel technisch nicht zu realisieren ist. Die Ribbons auf dem Dominion 1 sind im Layout oben links angeordnet und bieten eine durchaus stattliche Größe, die sie zu wirklich ausgewachsenen, sehr brauchbaren Spielhilfen macht. Für mich misslungen ist aber die geografische Verortung. Da die Ribbon-Controller nicht etwa gleich links neben der Tastatur oder zumindest unmittelbar oberhalb derselben zu finden sind, muss man, um sie zu erreichen, über zwei Reihen Potis hinweggreifen. Zudem sind die Hände, spielt man im untersten Bereich der Tastatur (was ja zum Beispiel bei Bass-Sounds mal vorkommen soll), übereinander, was haptisch auch nicht optimal ist. Wie so häufig wird es gute technische Gründe für die Platzierung geben und wahrscheinlich hat man sich gegen eine Montage links von der Tastatur entschieden, um den Synthesizer möglichst kompakt zu halten. Allerdings hätte ich vorgeschlagen, der Platzierung der Spielhilfen bei der Planung eine höhere Priorität einzuräumen, denn für mich sind die Ribbon-Controller so in ihrem Nutzen erheblich eingeschränkt. Es macht einfach keinen richtigen Spaß, sie in so vornübergebeugter Haltung zu benutzen.

Dem Dominion 1 liegt eine gedruckte, englische Bedienungsanleitung bei. Die deutsche Version bekommt man als PDF im Netz, und leider tauchen darin statt der Illustrationen weiße Flächen auf. Unsere englischen Freunde würden das Handbuch vielleicht als „no nonsense“ bezeichnen: Gelegentliche, bestenfalls nützliche Exkursionen, zum Beispiel über subtraktive Klangsynthese, sucht man hier vergeblich; es werden nüchtern die Fakten präsentiert. Dennoch lässt es sich Herr Fricke nicht nehmen, kurz darauf zu verweisen, was den Dominion 1 seiner Meinung nach besonders macht. Er schreibt: „Zu seinen wichtigsten Merkmalen gehören eine Triple-Oszillatorsektion, die auch dreistimmig paraphon gespielt werden kann, ein neu designtes Multimodefilter, welches über zwölf verschiedene Betriebsarten verfügt, 128 Speicherplätze, Step-Sequencer und Arpeggiator, umfassende Steuerbarkeit über MIDI und CV/Gate sowie eine 3-Oktaven-Tastatur mit zwei Ribbon-Controllern für Pitch und Modulation.“ Das kann man durchaus so stehen lassen, finde ich.

Wagen wir mal eine Hypothese: Der Dominion 1 ist ein technisch komplexer und ausgereifter Synthesizer, der auch den Willen zu schönem Aussehen und guter Benutzbarkeit zeigt, allerdings eher aus einer Technikerperspektive als aus Sicht des praktischen Musikers geplant ist.

Bedienfeld und Patchfeld

Wie schon angedeutet, vermittelt der Dominion nach dem Auspacken gleich einen anregenden, qualitativ sehr ansprechenden Eindruck. Dieser wird auch von der hochwertigen, gut spielbaren Fatar Tastatur unterstrichen, die sich angenehm über drei Oktaven räkelt. Und sofort ein Realitätscheck zur These Techniktheorie versus Praxis: Eine Transponierung der Tastatur ist möglich, allerdings nur machbar durch Halten des Transpositionsknopfes gemeinsam mit einer Taste – was während des Spielens natürlich nicht möglich ist. Hier weiß es zum Beispiel Moog beim Sub 37 besser, denn bei einer so überschaubaren Tastatur möchte man als Keyboarder zumindest die Oktavierung über zwei gut erreichbare Taster unter den Fingern haben – im Studio weniger von Bedeutung, aber live unbedingt wünschenswert.

Fangen wir beim Überblick mal nicht bei den Oszillatoren an, sondern beim sehr markanten Patchfeld am oberen Rand das Bedienpanels. Ganze 26 als kleine Klinke ausgeführte Patchbuchsen sind verbaut. Natürlich ist die Wahl von 3,5 mm Klinke naheliegend, um den Dominion kompakt zu halten, zudem signalisiert MFB aber durch dieses Format und durch die Vielzahl der Patchmöglichkeiten, dass man den Dominion als ernstzunehmenden Spielpartner eines Eurorack Modularsystems verstanden wissen möchte. Fantastisch dabei finde ich, dass Meister Fricke hier ganz konsequent beide Richtungen im Blick hat: Es können einerseits alle wesentlichen Funktionen des Dominion durch Steuerspannungen kontrolliert werden, andererseits sind aber durch entsprechend viele Ausgänge auch die Bestandteile des Dominion wie Tastatur, LFOs, Envelopes, Spielhilfen etc. durch Anbindung an ein Modularsystem separat nutzbar. Das nenne ich mal eine (fast) kompromisslose Umsetzung. Und wer einmal grundsätzlich darüber nachgedacht hat, sich ein Eurorack System zusammenzustellen, der weiß, dass man schon ein paar Euro hinlegen muss, bis man etwas von der Komplexität des Dominion beisammen hat. Durch die vorbildlichen Patchmöglichkeiten bekommt man also von MFB nicht nur einen für sich stehenden Synthesizer, sondern aus einer anderen Perspektive betrachtet auch unter anderem drei Oszillatoren, drei Envelopes, ein Multimode-Filter, eine Tastatur (im Grunde ja auch alles mit speicherbaren Einstellungen) dazu. Will heißen: Für Eurorack Besitzer ist der Dominion 1 einen besonderen Blick wert! Einziger Wermutstropfen ist, dass die Oszillatoren nicht über Einzelausgänge verfügen. Damit hätte MFB das Paket an dieser Stelle perfekt gemacht.

Oszillatoren

Ok, nun also doch zu den Oszillatoren: Drei an der Zahl sind es, und sie können normal monophon, aber auch paraphon verwendet werden. Die Ausstattung ist recht üppig. Alle drei erzeugen Dreieck, Sägezahn, Rechteck und Ringmodulation, wobei VCO 1 mit einem analogen Ringmodulator ausgestattet ist, die beiden anderen mit einem (als XOR-Schaltung realisierten) digitalen. Natürlich lassen sich die VCOs über ein Poti feintunen. Dabei hat MFB auf einen Regler für das Master-Tuning verzichtet und schlichtweg den von VCO 1 zum Meister erklärt – eine ungewöhnliche, aber nicht unclevere Lösung. Die Fußlage der Oszillatoren lässt sich über einen extrem großen Bereich einstellen, der von 1' bis 32' reicht. Mit den Finetune-Potis, die noch mal plus/minus 13 Halbtöne bringen, ist es sogar oben und unten noch mal eine None mehr. Regler vier und fünf jedes VCOs beschäftigen sich mit dem Thema Modulation, einer mit deren Intensität und der andere mit einer Kombination aus Quelle und Ziel. So kann mit diesem Wahlschalter eingestellt werden, dass die Lautstärke (vor Mixer) von LFO 1, die Tonhöhe von LFO 1 oder 2 (plus/minus zwei Oktaven), die Tonhöhe durch die dritte AD-Hüllkurve, die Schwingungsformsymmetrie durch LFO 1 moduliert wird oder dass man schlicht die Schwingungsformsymmetrie manuell über den Regler für die Modulationsintensität einstellen möchte. Nicht wenig Optionen! MFB weist in der Bedienungsanleitung darauf hin, dass zwar die letzten beiden Einstellungen mit PWM bzw. PW bezeichnet sind, sich aber die Änderung der Symmetrie keineswegs nur auf die Rechteckform, sondern auf alle Schwingungsformen bezieht, so dass man per Modulation von Dreieck nach Sinus und von Sägezahn zu Dreieck kommen kann. Ausgefuchst zudem: Wählt man die Stellung PW, also die manuelle Einstellung der Symmetrie, und ändert diese, so bleibt die Änderung auch dann erhalten, wenn man danach den Wahlschalter wieder auf eine andere Kombination von Modulationsquelle und -ziel umlegt. Das heißt, man kann dadurch zum Beispiel die Symmetrie der Dreieckschwingung ändern und sie zu einer Sinusschwingung machen, gleichzeitig aber meinetwegen die Tonhöhe dieser neu erzeugten Sinusschwingung per LFO modulieren lassen – obwohl ja immer nur eine Einstellung für den Modulationswahlschalter zur Verfügung steht. Das ist sehr klug gemacht.

Per kleinem Button kann für die VCOs 2 und 3 Hardsync eingeschaltet werden, so dass diese sich entweder zu VCO 1 oder zu einer über die entsprechende Patchbuchse zugeführten externen Quelle synchronisieren. Eine weitere Möglichkeit, metallische, glockenartige oder völlig kaputte Sounds zu erzeugen, ist die Frequenzmodulation oder FM. Als Quelle dieser Art der Modulation sieht der Dominion standardmäßig VCO 3 vor, wobei auch hier ein externes Signal Verwendung finden kann. Einstellbar ist zudem, ob sich die Modulation auf VCO 1, 2 oder auf beide auswirken soll. Natürlich ist die Intensität regelbar, aber MFB geht auch hier einen Schritt weiter und liefert gleich noch einen Mod-Select-Drehschalter für die Intensität, so dass diese nicht nur manuell (statisch) eingestellt, sondern auch von einem der LFOs oder einer der Hüllkurven geregelt werden kann. Sehr schön.

Mixer

In der Mixersektion fließen die Signale der Oszillatoren zusammen. Selbstverständlich lassen sich alle getrennt in ihrer Lautstärke regeln. Maximale Pegel versprechen hier eine leichte Übersteuerung des Filtereingangs. Ein vierter Regler des Mixers ermöglicht das Hinzumischen von weißem Rauschen oder einer externen Klangquelle. Bleibt ein Drehregler mit der mysteriösen Beschriftung "RM Y in". Dieser hat, wie die Abkürzung RM nahelegt, mit Ringmodulation zu tun und zwar mit dem analogen Ringmodulator, der sich bei VCO 1 als „Schwingungsform“ anwählen lässt. Da bei der Ringmodulation zwei Signale aufeinandertreffen und im Grunde ein drittes durch die Modulation entsteht, muss man ein wenig grübeln, um zu begreifen, was MFB in diesem Fall mit „X“ und „Y“ wirklich meint. Es ist so: Schaltet man VCO 1 auf RM, so wird dessen Signal (welche Schwingungsform hier auch immer abgegriffen wird) durch jenes von VCO 2 ringmoduliert. Das reine Signal von VCO 1 ist dann nicht mehr hörbar, dennoch muss im Mixer dessen Pegel aufgedreht sein, da ansonsten die Ringmodulation ohne Futter dasteht. Das Ergebnis der Modulation wiederum ist erst dann hörbar, wenn eben der erwähnte Regler „RM Y In“ betätigt wird, um dieses Signal hinzuzumischen. Warum diese Bezeichnung gewählt wurde, ist mir etwas schleierhaft. Etwas wie „Ringmod1“ oder so wäre weniger verwirrend gewesen. Weiterhin ist es nämlich so, dass über den Patcheingang „RM Y In“ eine externe Signalquelle als Modulator eingespeist werden kann (die dann VCO 2 in dieser Funktion ersetzt), und auch VCO 1 kann seines Amtes enthoben werden, indem man ein weiteres externes Signal auf „RM X In“ steckt. In diesem Fall arbeitet der analoge Ringmodulator im Grunde autonom mit zwei externen Quellen, wofür man allerdings den Ausgang von VCO 1 opfern muss.

Filter

Wie schon zitiert, ist MFB offenbar nicht wenig stolz auf das im Dominion 1 verbaute Multimode-Filter, und in der Tat macht es von seinen Eckdaten gesehen einiges her. Ganze 12 Modi können eingestellt werden. Es sind dies vier Lowpass-Varianten (6, 12, 18, 24 dB/Okt.), zwei Hochpässe (6 und 12 dB/Okt.), vier Bandpass-Filter mit verschiedenen Kombinationen aus Low- und Highpassfilter sowie zwei Notch-Spielarten. Wie zu erwarten, lassen sich für alle Filtermodi Cutoff-Frequenz und Resonance einstellen. Aber der aufmerksame Leser wird zurecht vermuten, dass MFB es auch an diesem Punkt nicht einfach damit bewenden lassen, sondern für zahlreiche Salzkörner in der Soundsuppe gesorgt haben. So kann über einen Druckschalter sehr leicht Key-Follow für die Cutoff-Frequenz eingeschaltet werden, wodurch die Filterfrequenz höher wird, je höher der gespielte Ton ist. Mit den drei Einstellungen 0%, 50% und 100% kann man zudem die Intensität dieser Beziehung regeln. Weiterhin ist der Cutoff des Filters fest verdrahtet mit Hüllkurve 1, deren Modulationsintensität man mit Hilfe des Contour-Reglers einstellen kann, die aber durch einen Druckschalter auch dazu veranlasst wird, ihre Stationen in umgekehrter Reihenfolge, also invers zu durchlaufen. Auch die Stärke der Resonanz kann moduliert werden, wofür gleich ein Druckschalter (LFO 2 oder Hüllkurve 3 als Quelle) und ein Regler für die Stärke zur Stelle sind. Es ist nachvollziehbar, dass häufig das Filter als Aushängeschild und klangliches Kernstück eines analogen Synthesizers bezeichnet wird, und MFB hat insofern sehr gut daran getan, dem Dominion 1 hier wirklich ein ausgereiftes, flexibel steuerbares Herzstück mitzugeben.

Envelopes, LFOs und Controller

Die Hüllkurven, von denen drei an der Zahl zur Verfügung stehen, sind eine geradlinige Angelegenheit. Mir als großem Fan des Roland SH-2 gefällt gleich sehr, dass die Envelopes sich über die Roland-typischen Schieberegler einstellen lassen. Allerdings muss man leider sagen, dass die gefühlte Qualität der Regler etwas abfällt gegenüber der allgemein sehr guten Verarbeitungsqualität des Dominion 1. Sie fühlen sich leichtgewichtig und weich an, und so manche Kappe neigte sich beim Testgerät schon bedenklich gen Westen oder Osten. Die Hüllkurven 1 und 2 verfügen über Attack, Decay, Sustain und Release (ADSR), während Nummer 3 von schlichterem Gemüt ist und sich mit Attack und Decay begnügt. Interessanterweise lässt sich die Geschwindigkeit der Envelopes um das Vierfache verlangsamen, ein Feature, das mir noch nicht begegnet ist. Leider ist diese Funktion nicht per Button umgesetzt, sondern verbirgt sich etwas krude in einem Menü. Nichtsdestotrotz ist sie sehr nötig, da die regulären Hüllkurvenzeiten recht kurz sind, was feine Regelungsmöglichkeiten bietet, aber zum Beispiel bei einem langen Filtersweep nicht ausreichend Meter macht.

Weitere dienstbare Geister im Reiche des Dominion 1 sind seine analogen LFOs, an denen MFB mit insgesamt drei Stück auch wieder nicht gespart hat. LFO 1 und 2 sind identisch und können im Normalbetrieb Zyklen von ca. 10 Sekunden bis zu 100 Hz produzieren und zwar in den Schwingungsformen Sinus, Dreieck, fallender und steigender Sägezahn, Rechteck sowie Sample&Hold, was eine schöne Bandbreite abbildet. Erneut gibt es aber einen lustigen Twist, bei dem per Menüfunktion die Geschwindigkeit der LFOs verringert wird, so dass laut Angabe in der Bedienungsanleitung ein Durchlaufen der Schwingungsform bis zu 40 Sekunden dauert. Key-Follow ist auch hier vorgesehen, wahlweise mit 50% oder 100%. Da sich im letzteren Fall pro Oktave die Frequenz des LFOs verdoppelt, können die Signale hier bis sehr weit in den hörbaren Bereich ragen, nominell bis ca. 1,2 kHz. Über einen weiteren Button können die LFOs 1 und 2 in zwei spezielle Modi versetzt werden: Einmal triggert jede neue Note auch einen Neustart (Reset) des LFO-Zyklus, und bei der zweiten Betriebsart handelt es sich um einen One-Shot-Modus, bei dem die Kurvenform nur einmal durchlaufen wird.

LFO 3 kann nur eine Dreieckschwingung erzeugen und führt ein weniger selbstbestimmtes Dasein, da sein Schicksal fest mit dem für die Modulation zuständigen Ribbon-Controller (oder mit MIDI CC#1) verbunden ist, der die entsprechende Modulationsstärke regelt. Als Modulationsziele für diese Kombi bietet der Dominion die Cutoff-Frequenz, die Ausgangslautstärke (VCA) sowie die Tonhöhe aller drei VCOs oder jene von VCO 2 oder 3 einzeln an. Ist die Laufgeschwindigkeit von LFO 3 auf null, so kann günstigerweise der Ribbon-Controller dennoch genutzt werden, um den Wert des Modulationsziels manuell zu verändern. Übrigens verhält sich der Modulations-Ribbon genau wie viele Modulation-Wheels und behält die zuletzt eingestellte Position bei. Das ist nachvollziehbar, jedoch hätte ich mir aus zweierlei Gründen sehr gewünscht, dass MFB hier anbietet, dass der Wert oder die Einstellung wahlweise nach dem Loslassen wieder auf null zurückfällt. In beiden Fällen hängt mein Wunsch damit zusammen, dass der Ribbon-Controller eben kein Rad ist, das in der einen oder anderen Position stehen bleibt, wenn man es loslässt. Dass der Ribbon-Controller de facto eine Kontaktfläche ist, die nichts über die vom Controller gelieferte Steuerspannung verrät, führt nämlich zum einen dazu, dass man – anders als beim Wheel – nicht erkennen kann, welche Modulationsstärke hier eingestellt ist, auch wenn immerhin eine kleine LED anzeigt, dass der Ribbon nicht auf null steht. So beginnt man sein Solo am Ende vielleicht mit einem wild über 2 Oktaven modulierten Sound, eben weil das optische Feedback so marginal ist. Zum anderen wünschte man sich hier eine Wahlmöglichkeit zwischen den zwei Modi, einfach weil sie hier, mutmaßt der Techniklaie, so leicht machbar wäre, anders als bei einem mechanischen Bauteil, das entweder so oder so funktioniert. Zudem muss man wissen, dass die Einstellungen der Kombination aus Ribbon-Controller und LFO 3 nicht mit den Presets gespeichert werden, so dass eben diese Spielhilfe ohne optisches Feedback auch mal zur Spielfalle werden kann.

Der für Pitch zuständige zweite Ribbon-Controller geht selbstverständlich immer in die (virtuelle) Mittelstellung zurück - alles andere wäre auch wirklich merkwürdig. Auch ihm stellt MFB einige Einstellungsmöglichkeiten zur Seite, welche die Sache etwas ausgefuchster machen als gewöhnlich. So kann sich der Controller wahlweise auf alle drei Oszillatoren, nur auf VCO 2, nur auf VCO 3 oder auf 2 und 3 auswirken, was interessante Spielereien ermöglicht. Zudem lassen sich – etwas exotisch – Cutoff und Ausgangslautstärke beeinflussen. Die Spannweite des Controllers ist natürlich einstellbar, maximal kommt man auf plus/minus eine Oktave, was ich etwas wenig finde (der Voyager bietet zweieinhalb). Einen kleinen Fallstrick gibt es hier: Auch wenn der Ribbon neutral ist, man ihn also gar nicht berührt, hat die Einstellung der Pitchintensität über das entsprechende Poti eine leichte Tonerhöhung zur Folge. Nichts Dramatisches, aber bei voll aufgedrehtem Regler durchaus nicht zu vernachlässigen. Wer also gerne mit dem Vollumfang von plus/minus einer Oktave arbeitet, sollte die Einstellung vornehmen und erst danach das Gesamt-Tuning machen.

Tastatur

Bevor wir uns den übergeordneten Funktionen des Dominion 1 zuwenden, seien noch ein paar Worte zur Tastatur verloren, die nicht nur, wie erwähnt, von sehr guter Qualität ist, sondern neben Anschlagsempfindlichkeit auch Aftertouch bietet. Erneut achtet MFB bei den Optionen für diese Modulationsquelle darauf, dass man flotten Zugriff hat, indem dedizierte Bedienelemente angeboten werden. Es ist keine Überraschung, dass sich über einen Glide-Regler die Portamento-Geschwindigkeit einstellen lässt. Schon erstaunlicher ist, dass man auf die Auswirkungen von Velocity und Aftertouch doch einigen Einfluss hat, wobei man sagen muss, dass das Bedienkonzept hier für mich etwas aus den Fugen gerät. In der linken unteren Ecke des Panels gibt es eine Sektion mit „Key Functions“, in der nicht nur das Glide-Poti zu Hause ist, sondern auch ein Drehregler, der – negativ oder positiv – die Modulationsstärke für den Aftertouch bestimmt. Welches Modulationsziel der Aftertouch hat, kann man festlegen, indem man auf einen kleinen Button drückt, woraufhin zum ersten Mal das kleine Display ins Spiel kommt, welches nach Art alter Digitalwecker drei Zeichen darstellen kann. Man kann sich leicht vorstellen, dass es bei Einstellungen, die nichts mit Zahlen zu tun haben, hier ans Auswendiglernen geht: „OAP“ heißt zum Beispiel, dass der Aftertouch die Tonhöhe aller drei Oszillatoren moduliert. „O1P“, „O2P“, „O3P“ kann man sich dann denken, „OAA“ wiederum liegt nicht auf der Hand; hier wird vom Aftertouch jene Modulation durchgeführt, die in der Oszillatorsektion eingestellt ist, also diese quasi verstärkt. Auch diese Einstellung lässt sich für alle drei VCOs getrennt vornehmen. „CUt“ bedeutet, dass der Cutoff-Frequenz zu Leibe gerückt wird, und „CUA“ meint – langsam erkennt man die Logik –, dass die für den Cutoff eingestellte Modulation vom Aftertouch zusätzlich befeuert wird.

Etwas verborgen in dergleichen Ecke liegt ein Button mit der Beschriftung „Single/Multi“, der bestimmt, ob die Envelopes beim Legato-Spiel nur zu Beginn oder bei jedem Tastenanschlag getriggert werden. Just diese Funktion hat mir beim Soundvergleich zwischen Moog Voyager und Dominion gefehlt (siehe weiter unten), und bei dieser Positionierung ist mir auch klar, warum ich sie nicht gefunden habe, denn man würde sie in der Nähe der Hüllkurven selbst erwarten oder sie, weil dort auch die Verlangsamung der Envelopes vorgenommen wird, im Menü suchen. Auch wenn diese Funktion natürlich mit der Tastatur zu tun hat, fand ich die Platzierung merkwürdig.

Grundeinstellungen

Ähnliches gilt für die Parameter, die man bezüglich der Anschlagsstärke einstellen kann. Die entsprechenden Bedienelemente würde man natürlich auch unter „Key Functions“ vermuten, jedoch finden sie sich gleich neben dem Display und sind auf etwas unglückliche Weise vermischt mit verschiedenen Grundeinstellungen. Das funktioniert grundsätzlich so, dass mit einem gerasterten Drehregler eine von 12 Einstellungen angewählt wird, während das Display den zugehörigen Wert anzeigt. Das Routing der Anschlagsstärke kann so für insgesamt sieben Ziele vorgenommen wird, nämlich VCA, VCF, Resonance, Contour, LFO (Geschwindigkeit), VCOs (Schwingungsformsymmetrie) und ADSR (je stärker der Anschlag, desto schneller werden die Hüllkurven durchlaufen). Natürlich greifen diese Einstellungen gleichzeitig, womit doch eine recht komplexe Soundsteuerung mit Hilfe der Velocity realisiert werden kann.

Die fünf weiteren Positionen des Auswahlreglers führen, wie erwähnt, zu verschiedenen Grundeinstellungen, wobei diese Bezeichnung nicht ganz korrekt ist, da es sich einerseits um das handelt, was man gemeinhin unter dem Stichwort „global“ vermutet, also beispielsweise die Einstellung des MIDI-Kanals, andererseits aber auch Parameter betroffen sind, die nur für das gewählte Patch gültig sind. Hier setzt sich die etwas – sagen wir mal – kreative Struktur insofern fort, als fröhlich Birnen mit Äpfeln und Eiern gemeinsam im Korb liegen. Aber auch daran kann man sich bekanntlich gewöhnen.

Was also ist einzustellen? Standards wie MIDI-Kanal oder MIDI-Dump nehmen wir gelassen zu Kenntnis. Ein sehr interessanter Punkt hingegen ist das Umschalten zwischen monophonem und paraphonem Betrieb – natürlich eine Einstellung auf Patchebene. Im paraphonen Betrieb agieren die drei Oszillatoren quasi unabhängig voneinander, so dass VCO 3 den höchsten und VCO 1 den tiefsten von drei gleichzeitig gespielten Tönen erzeugt. Spannend ist, dass sich MFB dazu entschieden hat, dennoch immer alle drei Oszillatoren zum Einsatz zu bringen, das heißt: Spielt man nur einen Ton, arbeiten die drei unisono, spielt man zwei, so wird der oberste von VCO 2 erzeugt, während die anderen beiden weiterhin den untersten erklingen lassen. Dies sorgt, wie im Soundbeispiel zu hören, durchaus für eine besondere Soundnote, wie ohnehin die paraphone Klangerzeugung auf anregende Art anders ist als normale Mehrstimmigkeit.

Weiterhin erwähnenswert im unglamourösen Feld der Einstellungsmenüs scheint mir, dass man relativ feine Adjustierungen der Glide-Funktion vornehmen und drei verschiedene Velocity-Kurven auswählen kann. Auch lässt sich die Velocity ganz abschalten, was ich bei analogen Synthesizern immer einen Segen finde! Man kann sogar auswählen, wie schnell der Ribbon-Controller für Pitch nach Verwendung zur Mittelstellung zurückkehrt – was es noch ärgerlicher macht, dass sich der Modus des anderen Ribbons nicht ändern lässt. Nicht unerwähnt lassen möchte ich zudem den unscheinbaren Punkt mit der Beschriftung „Man“, der dafür sorgt, dass der Sound den Einstellungen der Regler und nicht jenen im Patch entspricht. Dies ist sicher eine sehr wertvolle Aktionsoption, für die das Handbuch leider unterschlägt, dass sie nicht mit Drehen des Reglers allein, sondern erst nach Bestätigung durch Enter eintritt.

Arpeggiator und Sequencer

Nach diesem etwas nüchternen Intermezzo kommen wir zu zwei Schmankerln, dem Arpeggiator und dem Sequencer. Um mit ersterem anzufangen: Man könnte meinen, dass es auf dem Gebiet der Arpeggios nicht sehr viele Blumen zu gewinnen gibt, denn diese Funktion ist ja relativ klar umrissen. Dennoch weiß die Ausführung im Dominion zum einen dadurch zu überzeugen, dass man recht schnellen Zugriff auf alle Funktionen hat und nicht in irgendwelchen Untermenüs herumtauchen muss und dass zum anderen einige kleine Finessen an Bord sind. Das Tempo sowohl für den Arpeggiator als auch für den Sequencer wird über ein Poti eingestellt, das bei Bedienung im Display die entsprechende BPM-Zahl ausgibt, was sehr praktisch ist und die Tempoanwahl leicht macht. Liegt eine MIDI-Clock an, synchronisiert sich der Dominion automatisch. Die erzeugten Notenwerte können von halber Note bis 32tel gewählt werden, wobei auch Triolen im Gepäck sind. Großer Fan war ich vom Button „Shuffle“, über den sich im Display zwischen 0 und 127 ein Swing-Wert wählen lässt. Dabei ist 127 so extrem, dass zwei aufeinanderfolgende Noten fast gleichzeitig erklingen. So hat man die Option, bis in extremste Shuffles zu gehen, was mir sehr gefällt. Und eine weitere Schönheit liefere ich gleich hinterher: Sequencer und Arpeggiator profitieren nämlich von einem Poti, mit dem man die Notenlänge einstellen kann. Ebenfalls ein vorzügliches Feature!

Der Kern eines Arpeggiators ist natürlich die Möglichkeit, verschiedene Patterns rsp. Laufrichtungen zu wählen. Der Dominion hat hier sechs im Angebot, nämlich aufsteigend, absteigend, auf- und absteigend ohne Wiederholung der ersten und letzten Note, das Gleiche mit Wiederholung dieser Noten, per Zufall und in gespielter Reihenfolge. Für alle diese Modi gibt es darüber hinaus Varianten, bei denen jeder Ton zwei- oder dreimal repetiert wird, womit man insgesamt auf eine stattliche Zahl Pattern kommt. Üblich bei Arpeggiatoren ist es, dass sich das Arpeggio auch über mehrere Oktaven strecken lässt. Dies ist beim Dominion für bis zu fünf Oktaven möglich, wodurch sich ziemlich breite Läufe ergeben. Ebenfalls Standard ist eine sogenannte Latch-Funktion, die bewirkt, dass ein gedrückter Akkord auch ohne Sustain-Pedal gehalten wird. Ich kenne es so, dass beim Drücken eines neuen Akkords die alten Töne „gelöscht“ werden, was in der Praxis auch sinnvoll ist. Selbstverständlich ist dies auch beim Dominion möglich, allerdings macht er es standardmäßig so, dass neue Töne jeweils hinzugefügt werden. Dieser Modus ist sicher schön zu haben, aber absolut nicht erste Wahl. Dass man hier mit Hilfe der Shift-Taste für Änderung sorgen muss und zudem nicht zu erkennen ist, in welchem Modus man sich befindet, finde ich eine unglückliche Lösung.

Naturgemäß teilen sich Arpeggiator und Sequencer eine gewisse Zahl an Features, wie Tempo, Notenlänge, Shuffle etc. Allerdings ist der Sequencer doch eine Ecke komplexer. Möchte man vom Arpeggiator zu ihm wechseln, geht dies leider nicht über einen hübschen Schalter, sondern eine Menüfunktion, bei der zwei Tasten zu bedienen sind. Der Sequencer bietet ganze 128 Steps, für die man bestimmen kann, welcher Ton erklingen soll, welche Länge er haben soll, und sogar Einstellungen für die Position des Modulations-Ribbons und für Aftertouch und Glide sind möglich. Natürlich kann bei einem Step auch die vorherige Note gehalten oder eine Pause eingelegt werden. Hat man so ein komplexes OEuvre zusammengebastelt, kann man seine Kreation auf einem von 128 Speicherplätzen ablegen. So lassen sich später Sequenzen – auch im laufenden Betrieb – jederzeit abrufen, so dass man bei laufendem Sequencer sowohl durch die diversen Sequenzen als auch durch die gespeicherten Patches, also Sounds, schalten kann. Missglückt ist leider, dass sich die Sequenzen nur mit einer Tastenkombination transponieren lassen. Üblich ist, dass zum Beispiel ein c3 dem Original entspricht und man durch Drücken anderer Tasten die Sequenz im laufenden Betrieb transponieren kann. Dies ist, gerade für den Live-Einsatz, auch die praktikabelste Lösung. Beim Dominion 1 muss man hierzu die Shift-Taste gedrückt halten und gleichzeitig eine Taste drücken, was bereits weniger elegant ist. Riesennachteil – oder vielleicht muss man es einen Bug nennen: Die so eingestellte Transposition bleibt einem auch nach dem Sequencer Einsatz erhalten, es wird also de facto auf globaler Ebene die Tastatur transponiert. Diesen Fehler sollte MFB unbedingt beheben, aber auch so stellt sich die Frage, warum man die Sequenzen nicht einfach per Tastendruck transponieren kann.

Lassen wir den Überblick über die Funktionen des Dominion 1 wieder etwas nüchtern ausklingen und widmen uns den Patches oder Presets. 128 lassen sich im Gerät speichern, was ich sehr ausreichend finde. Organisiert sind sie in 16 Bänken à acht Speicherplätze. Dies hat den Hintergrund, dass man per Value-Drehrad neben dem Display die Bank auswählt und dann mit Druck auf einen von acht kleinen Knöpfen den jeweiligen Speicherplatz – eine Systematik, die genau so beim Speichern oder Anwählen der Sequenzen anzutreffen ist.

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