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Test
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22.05.2017

Yamaha HS7 Test

Aktiver Nahfeldmonitor

Ab durch die Mitte!

Yamaha kennt man und das nicht nur unter Musikern. Studiomenschen dürften vor allem die NS10 kennen, den Klassiker schlechthin unter den Nahfeld-Monitoren. Im Glanze dieser legendären Boxen versucht Yamaha seit geraumer Zeit auch andere Speaker an den Mann und an die Frau zu bringen. 

Das mag optisch – dank des markant weißen Woofers – durchaus funktionieren, klanglich sind die Unterschiede aber nicht zu leugnen, allein weil die alte NS10 eine geschlossene Box war und nicht als Bassreflex ausgelegt war. Stören muss einen das nicht, denn der zum Test stehende HS7 bietet auch so einen ziemlich ordentlichen Klang für relativ kleines Geld!

Details

Neue Serie

Der Yamaha HS7 ist ein aktiver Zwei-Wege-Nahfeldmonitor und der mittelgroße Speaker des aktuellen Dreigespanns. Das heißt, es gibt es auch noch eine kleinere Variante, den HS5, und eine größere, den HS8. Alle Boxen der Serie gibt es sowohl als weiße als auch als schwarze Modelle, der passende Subwoofer ist jedoch nur in Schwarz erhältlich.

Außerdem gibt es die Monitore mit zusätzlichen Mounting Points, um sie besser an Wandhalterungen oder ähnliches schrauben zu können (erkennbar an dem Namenszusatz I).

6,5-Zoll-Woofer

Der HS7 ist mit einem 6,5 Zoll großen Tieftonlautsprecher und einem 1 Zoll großen Hochtöner ausgestattet. Die Treiber sind geschirmt und mit dem folierten MDF-Gehäuse solide verschraubt. Für ihre Größe von 210 x 332 x 284 mm ist die Box mit ihren 8,2 kg überraschend leicht.

Die Einfassung um den Hochtöner weist eine leichte Wölbung nach außen auf. Diese wird als Waveguide bezeichnet und soll für eine bessere Schallankoppelung an das Gehäuse sorgen. Außerdem wurde der Speaker in Bassreflex-Bauweise konzipiert, wobei sich die Öffnung für den Bassreflexkanal auf der Rückseite befindet. Das alles wirkt gut verarbeitet und sieht schick und edel aus, das beleuchtete Logo unter dem Woofer unterstreicht das.

Bi-amped

Aktive Speaker werden üblicherweise von getrennten Endstufen versorgt, wobei hier je eine für den Woofer und eine andere für den Tweeter verantwortlich ist. 60 Watt plus 35 Watt ergeben 95 Watt Gesamtleistung. Trotz des Fehlens weiterer Angaben ist davon auszugehen, dass es sich hierbei kaum um Sinusleistung handeln dürfte. Der Übertragungsverlauf der Yamaha HS7 ist wiederum mit 43 Hz bis 30 kHz (-10 dB) und 55 Hz bis 24 kHz (-3 dB) sehr genau beziffert. In diesem Preissegment findet sich eine solche Genauigkeit nur recht selten. 

Gegenüber der HS-Vorgängerserie wurde leider auf das Mittenfilter und den Low Cut verzichtet. Auf der Rückseite finden sich neben den Anschlüssen und dem Gain-Regler also nur noch ein dreistufiges Room-Control-Filter (Bass Roll-off unter 500 Hz mit 0, -2 dB und -4 dB) und ein dreistufiges High-Trim-Filter (Treble Shelving ab 2 kHz mit -2 dB, 0 db und +2 dB ).

Rückseitig finden sich alle Einstellmöglichkeiten und Anschlüsse, zu denen XLR und TRS gehört, sowohl symmetrische als auch unsymmetrische Verkabelungen sind dabei möglich. Das Gainpoti verfügt ferner über Markierungen für die Einstellungen +4 dBu- und -10 dBV-. Das Netzteil kommt leider nur mit 230 Volt aus, ein Sicherungswechsel ist nicht vorgesehen. Der Powerschalter befindet sich über der korrespondierenden IEC-Kaltgerätebuchse. Überraschungen gibt es also nicht wirklich.

Zum Lieferumfang gehören ein Netzkabel und ein recht knapp gehaltenes Handbuch. Alles weitere dann im Praxisteil.

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