Gitarre Hersteller_Way_Huge
Test
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09.06.2020

Way Huge Swollen Pickle Jumbo Fuzz MKIII Test

Fuzz-Effektpedal für E-Gitarre

Fuzz mit Kult-Tradition

Für den heutigen Test steht das Way Huge Swollen Pickle Jumbo Fuzz MKIII in den Startlöchern, eine kleinere und somit pedalboardfreundlichere Version der Swollen Pickle Serie, die auf der NAMM 2020 dem interessierten Publikum präsentiert wurde.
Hinter den Way Huge Pedalen steckt Mastermind Jeorge Tripps, der seine Firma 1992 gründete, zwischenzeitlich bei Line 6 unter Vertrag war und seit 2008 seine begehrten Pedale unter den Fittichen von Jim Dunlop anbietet. Auch das kompakte Swollen Pickle Jumbo Fuzz MKIII gehört zu seinen Schöpfungen.

Details

Geliefert wird das Fuzz-Pedal wie gewohnt in einer Pappschachtel, die neben Firmenaufklebern auch eine Bedienungsanleitung bereithält. Allerdings vermisse ich kleine Gummifüßchen, die es vom Verselbstständigen auf glatten Flächen abhalten.
Mit seinen Abmessungen von 105 x 60 x 53 mm und einem Gewicht von genau 198 Gramm fällt es in der Tat ausgesprochen handlich aus. Dazu trägt auch das Gehäuse bei, das vollständig aus Aluminium besteht und wie gehabt grün eingefärbt ist, was in Zusammenhang mit der weißen und gelben Beschriftung für eine gute Ablesbarkeit sorgt.
Die zweiteilige Konstruktion wird von drei kleinen Schrauben zusammengehalten und muss zum Wechseln der Batterie geöffnet werden, sofern das Pedal nicht an einem Adapter hängt.

Der dafür benötigte Netzteilanschluss befindet sich zwischen Ein- und Ausgangsbuchse an der Stirnseite des Pedals und verlangt nach den standardisierten 9 Volt Gleichstrom, wie ihn die meisten Pedal-Spannungsversorgungen liefern. Die Stromaufnahme des Pedals beträgt gerade einmal 3 mA, sodass auch Batteriebetrieb tatsächlich eine Alternative sein kann.
Sobald es aus dem True-Bypass-Schlummer mit einem Tritt auf den Fußschalter geweckt wird, leuchtet eine sehr helle blaue LED - für meinen Geschmack allerdings zu hell, denn sobald sie ihren Dienst antritt, wird das Einstellen der Regler fast zum Blindflug.

Sämtliche Bedienelemente befinden sich auf der Oberseite und stellen dieselben Funktionen bereit wie beim größeren Bruder. Allerdings sind Crunch und Scoop der MKII Version hier als Kippschalter verbaut worden und lassen lediglich ein An- beziehungsweise Abschalten zu.
Die drei Regler justieren Loudness, Sustain und Filter und besitzen allesamt schwarze Kunststoffknöpfe mit einer kleinen Spitze und weißem Skalenstrich, was ein Ablesen der aktuellen Stellung erleichtert.
Loudness bestimmt die Ausgangslautstärke, mit Sustain wird der Zerrgrad eingestellt und beim Filter-Poti handelt es sich um einen Bandpass-Filter. Wie der sich im Klang auswirkt, werde ich natürlich im Praxisteil näher untersuchen.

Der Crunch-Kippschalter erlaubt ein Schalten zwischen zwei Kompressionseinstellungen, der Scoop Schalter senkt die Mittenfrequenzen ab.

Es gibt noch einen weiteren Unterschied zum Swollen Pickle Jumbo Fuzz MKIIs, das mein Kollege Robby Mildenberger bereits getestet hat, denn auf die internen Regelmöglichkeiten wurde bei unserem Testpedal komplett verzichtet.
Insgesamt macht das in den USA gefertigte Boutique-Pedal einen hochwertigen Eindruck, seitens der Verarbeitung gibt es rein gar nichts zu bemängeln.

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