Hersteller_UniversalAudio
Test
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03.04.2017

Praxis

Preisgestaltung

Das Universal Audio Apollo Twin mk2 ist ein wirklich tolles, hochwertiges Audiointerface – absolut keine Frage! Aber der Preis ist einfach happig, zumal notorisch mit Zubehör und Goodies geknausert wird. Vor allem die DSP-Beschleuniger lassen sich die Amis fürstlich bezahlen – das man noch immer nur das olle Realtime Analog Classics Plug-In-Bundle dazubekommt und auch noch das Thunderbolt-Kabel dazukaufen muss, ist nicht geil. Und weil ich gerade in Fahrt bin: Die graue Optik schmeichelt dem neuen Mac Book Pro – das hat aber USB-C (Thunderbolt 3, nicht 2) am Start. Und nochmal 35 Euro für den Adapter!

Klang

Die Wandler klingen knackig und lösen sehr gut auf, genau wie die der Vorgänger. Die Preamps verhalten sich ebenso wie erwartet und bieten einen transparenten Grundsound, der mit 65 dB maximalem Gain auch ausreichend Verstärkung erfährt. Das Unison-Feature sorgt im Zweifelsfall für noch mehr Mojo, wobei jedes Mikrofon anders auf die Impedanzanpassung reagiert.

Auch der Kopfhörer-Amp des Universal Audio Apollo Twin MkII spielt laut und hat reichlich Punch zu bieten, lediglich in den Höhen ist er mir tendenziell zu scharf. Das eingebaute Talkback-Mic klingt ebenfalls überraschend gut und rauschfrei. Es kann sogar aus etwas größeren Entfernungen besprochen werden. Allerdings ist auch hier das Problem des lauten Knackens beim Betätigen des Schalters wiedermal nicht zu leugnen. Wer seinen Künstler nicht mag, kann somit einfach den Taster schnipsen lassen, wenn dieser wiedermal zickig wird!

Software

Die Console ist für die Insertierung von Plug-Ins für das Monitoring und für Aufnahme, sowie für die Erstellung von Monitor-Mixen gedacht. UAD-typisch ist es optisch wie ein richtiges Mischpult gehalten. So richtig logisch ist es meiner Meinung nach jedoch nicht unbedingt aufgebaut und neigt etwas zur Verspieltheit. Es ist allerdings mit etwas Einarbeitung ohne Probleme zu handhaben. Das Handbuch sollte man zuvor dennoch zumindest einmal grob überflogen haben: Beispielsweise habe ich lange gesucht, wie ich den nun den „Alternativen Monitorausgang“ definieren kann. In der Monitor-Sektion herrschte leider Fehlanzeige – denn an ganz anderer Stelle muss man zuvor definieren, wieviel Speaker-Paare man denn überhaupt haben möchte.

Es bleibt anzumerken, dass Universal Audio anscheinend seine Interface auch gern kaskadiert sieht. Das ist insofern praktisch, als dass man das Twin unterwegs nutzen kann, um es im Studio auch als Fernbedienung mit DSP-Erweiterung nutzen zu können.

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