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15.05.2018

the t.racks DS 2/4 Test

Digitaler PA-Controller

Speaker-Manager zum Azubi-Tarif

Beim the t.racks DS 2/4 handelt es sich um einen äußerst günstigen digitalen PA-Controller für unter 200 Euro: Wer braucht schon immer die teure Vollbedienung, wenn auch bereits das kleine Besteck aus EQ, Crossover-Filtern und Limitern für prima Sound sorgt. Über welche Möglichkeiten der Preisbrecher the t.racks DS 2/4 genau verfügt, schauen wir uns im Folgenden näher an.

Details

Das Gerät erreicht uns im passenden Karton und kommt mit einigem Zubehör. Neben einem Kaltgerätekabel für das integrierte Netzteil (nicht selbstverständlich in dieser Preisklasse) notiert der Autor zwei Bedienungsanleitungen, eine Daten-CD und ein weiteres Kabel, dessen Sinn sich nicht sofort erschließt. Dazu später mehr.

Der Controller verfügt über ein 19-zölliges 1-HE-Gehäuse, das einen vernünftigen Eindruck hinterlässt. Die Vorderseite wird von einem großen Display dominiert, rechts davon befinden sich sechs Taster zu Menüanwahl und ein Encoder-Rad zur Parameter-Eingabe. Zur Darstellung der Pegelverhältnisse spendierte man sechs siebenstellige Meter für die zwei Ein- und vier Ausgänge des Controllers. Die Ausgänge verfügen darüber hinaus über Mute-Taster samt LED-Statusanzeigen. Letztes Bedienelement auf der Frontseite ist ein Netzschalter. Diesen hätte man aus Sicherheitsgründen besser auf die Rückseite verbannt. So besteht auf engen Bühnen die Gefahr der unbeabsichtigten Bedienung.

Die Rückseite ist übersichtlich. Sechs XLR-Buchsen für die Ein- und Ausgänge, eine Kaltgerätebuchse und eine offensichtlich zum Mystery-Kabel passende Schnittstelle, die mit „RS232“ beschriftet ist. Darüber soll sich der Controller mit Hilfe einer Software fernsteuern lassen.

Software

Die nennt sich „Speaker Management Software“ und befindet sich auf der beiliegenden Mini-CDR. Alternativ lässt sich das Programm bei Thomann herunterladen. Es läuft nur unter Windows, Mac-Jünger haben das Nachsehen. Die Installation des sehr oldschooligen Programms gelingt unproblematisch, Steinzeit-Feeling kommt allerdings bei der Konfiguration der RS-232-Schnittstelle auf. Das beiliegende RS-232-Kabel ist gut gemeint, doch viele Rechner besitzen heute  keine eine derartige Schnittstelle mehr, daher wäre ein USB-auf-RS232-Adapter, wie er für gut zehn Euro im Handel angeboten wird, mitunter sinnvoll.

Zurück zur Speaker Management Software. Diese ist einfach aufgebaut und folgt einem nachvollziehbaren Signalfluss: Eingang -> X-Over -> Delay -> Gain -> Limiter. Fertig.

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