Test
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22.03.2018

the t.mix PM800 Test

Powermixer mit Effektgerät

Mit der Hausmarke the t.mix richtet sich das Musikhaus Thomann an budgetorientierte Musiker und Bands. Da bildet unser heutiges Testobjekt, der the t.mix PM800 Powermixer, keine Ausnahme: Gerade einmal 222 Euro kostet das Teil. Hier treffen einfache Bedienung auf ein kompaktes Gehäuse, ideal für Proberäume und kleinere Clubs – passende Passivboxen vorausgesetzt. Was der Anwender von unserem Testkandidaten erwarten darf, verrät wie immer der Bonedo-Test.

Details

Früher zählten Powermixer aus dem Hause Zeck oder Dynacord zum guten Ton einer ambitionierten Band. Sie waren ein gebräuchliches Mittel, sich im Proberaum oder bei kleineren Auftritten Gehör zu verschaffen. Allerdings: Die Dinger waren sauschwer! Ganz anders der the t.mix PM800. Er wiegt keine zwölf Kilogramm und lässt sich durch die beiden großzügigen Griffe links und rechts vorzüglich tragen. 

Der Kandidat besitzt ein Holzgehäuse mit schwarzem Strukturlack; auf der Geräteunterseite sorgen vier Gummifüße für festen Stand. Überraschung: Es gibt eine Art Monitorschräge, mit deren Hilfe sich das Gehäuse kippen lässt. Dann ist der PM800 noch komfortabler zu bedienen, da alle Bedienelemente bestens in Sicht sind. 

Der PM800 verfügt über acht identisch aufgebaute Kanalzüge: Zur Signalaufnahme gibt es eine XLR-Buchse (Mikrofon) und eine Klinkenbuchse für Line-Signale. Darüber sitzt ein Level-Poti, eine Kombination aus Gain- und Volumen-Regler. Es folgt der Send für den einsamen Aux-Weg, der entweder das eingebaute Effektgerät oder einen externen Monitor adressiert.

Die Klangregelung besteht aus einem Dreiband-EQ mit Festfrequenzen (80 Hz, 2,5 kHz, 12 kHz). Einen zusätzlichen Low Cut bzw. Trittschallfilter sucht man leider ebenso vergebens wie einen Solo- oder PFL-Bus. Immerhin besitzt jeder Kanal eine Signal/Peak-LED, die über die anliegenden Pegel Auskunft geben. Stereo-Line-Signale können über zwei Cinch-Buchsen oder eine Miniklinkenbuchse in den Kanal 9/10 geleitet und in der Lautstärke geregelt werden. Allerdings summiert der Powermixer Stereo- in Monosignale.

Ja, der the t.mix PM800 ist ein Monomixer! Deshalb gibt es auch keine Panorama-Potis, und auch aus dem Kopfhörerausgang kommt lediglich ein Monosignal. Gleiches gilt für das Effektgerät. Über einen Push-Encoder lassen sich dessen Presets anwählen und aktiveren. Das Poti rechts daneben dient als Pegelsteller für den Return des Effektsignals. Über einen Taster oder alternativ einen Fußschalter lässt sich die Effektsektion stummschalten.

Zwei Ausstattungsdetails hätte der Autor angesichts des günstigen Preises nicht vermutet: Zum einen den 12-V-Anschluss für eine optionale Schwanenhalslampe, und zum anderen den zuschaltbaren Kompressor/Limiter, der den Summenausgang vor Übersteuerungen schützen soll.

Die Rückseite ist aufgeräumt und klar strukturiert. Alle Bedienelemente befinden sich auf einer versenkten, schwarzen Metallplatte. Gleich zwei Lüftungsschlitze notiert der Autor, mittig dazwischen die Kaltgerätebuchse. Auf der rechten Seite befinden sich je zwei Klinken- und zwei Speakon-Ausgänge für die Lautsprecher. Alle vier Ausgänge können gleichzeitig genutzt werden, solange man die Nennimpedanz von zwei Ohm nicht unterschreitet.  Die Gesamtlautstärke regelt ein Master-Volume-Poti auf der Frontseite für alle Outs gleichzeitig.

Innere Werte

Außen hui – innen Pfui? Wäre nicht das erste Mal, dass das Innere eines Testgerätes nicht die gleiche Liebe erfahren hat wie die äußere Hülle. Daher haben wir einen Blick unter die Motorhaube des PM800 geworfen.

Das Gerät zeigt sich zweigeteilt: Die komplette Mixeinheit sitzt auf einer großen Platine und ist mit deutlichem Abstand zum konventionellen Netzteil mit Ringkerntrafo und Endstufenmodul montiert. Der Trafo besitzt außerdem eine Metallabdeckung, somit werden Einstreuungen in den Audioweg unwahrscheinlich. Die Verarbeitung kann sich sehen lassen: Alle Kabelwege sind sorgfältig ausgeführt und an kritischen Stellen mit Kabelbindern oder Heißkleber fixiert.

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