Hersteller_Tama
Test
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18.03.2010

TAMA TW100 Tension Watch Test

Der physikalische Feind des Gaffa Tapes?

Zu den scheinbar schwierigsten Aufgaben für uns Schlagzeuger gehört bis zum heutigen Tage das Stimmen unserer Drums. Geben wir es ruhig zu und legen den Finger auf die Wunde: Viele Drummer haben vor dem Stimmschlüssel kapituliert. In einem Forum habe ich folgende interessante Frage gelesen: “Wann und wie oft muss ich die Tension Watch benutzen?” Die leicht amüsante Anmutung dieser Frage lässt tief blicken und ist keinesfalls dumm, sondern führt uns zur Wurzel des Übels. Die Kernaussage dieser Frage ist nämlich: Wann klingt eine Trommel eigentlich “gut” und wann nicht mehr?

Der Trommler im Forum hätte seinen Text auch anders formulieren können: „Ich habe weder bei meinem Lehrer noch an der Hochschule auf einem gestimmten Set gespielt und dementsprechend auch keine Ahnung wie sich eine gut gestimmte Trommel anfühlen und klingen muss!“ Man möge mir verzeihen, dass ich in diesem Testbericht über das einzige am Markt verfügbare Stimmgerät für Drums etwas weiter aushole, um die mögliche Bedeutung dieser Gerätschaft für unsere Zunft zu verdeutlichen. Wir wissen letztendlich so wenig über das Stimmen unseres Instruments, dass wir uns aus Unwissenheit den abgeklebten Sound hinterher einfach schön reden. Zuzugeben, dass man  zum Beispiel als professioneller Schlagzeuger oder Lehrer nicht stimmen kann, grenzt an einen Offenbarungseid, der sich spätestens beim ersten Studiobesuch als lange überfällig erweisen wird. Die Verantwortung für den eigenen Sound haben die meisten ohnehin dem Tontechniker übergeben. Diese Form der Verdrängungstaktik hat das Stimmen zu einem Mysterium gemacht. Wenn jetzt dieses Stimmgerät von Tama funktioniert, dann sollte das eigentlich revolutionäre Auswirkungen haben...

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