Test
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05.04.2019

Tama Starphonic 14 x 7 Copper Snare Test

Snare Drum aus Kupfer

Lass’ klingeln

Zum zehnten Jubiläum der Starphonic Serie hat Tama ein neues Modell ins Programm geholt, die 14“ x 7“ messende Copper Snare, die wir heute ausgiebig begutachten. Mit den Starphonic Trommeln sorgte der japanische Hersteller seinerzeit für frischen Wind, sowohl was die Optik und die technischen Features, als auch natürlich den Klang anbelangt. In den letzten Jahren hat man sich bei Tama vermehrt um die hochpreisen Star Trommeln und die preisgünstigen, aber in der Regel sehr gut ausgestatteten Sound Lab Modelle gekümmert. Für wen sich die Starphonic Copper Snare lohnt und was die Trommel alles kann, erfahrt ihr hier.

Details

Zu den ersten Starphonic Modellen aus Ahorn, Bubinga, Aluminium und Messing kamen in den letzten Jahren auch Trommeln aus Stahl und Glockenbronze hinzu, die allesamt 14“ x 6“ groß sind. Nur ein weiteres Modell aus Stahl in 13“ x 7“ weicht - wie unser heutiger Testkandidat auch - vom bisher etablierten Kesselmaß ab. 

Der Kessel der Starphonic Copper hat eine Wandstärke von 1,2 Millimetern und ist auf der Oberfläche gebürstet. In der Mitte des 14“ x 7“ großen Zylinders ist eine nach außen gewölbte Sicke eingearbeitet, im Inneren sieht man an zwei gut gemachten, aber deutlich sichtbaren Nähten die Verbindungspunkte des Kupferblechs. Soweit ist der Kessel also ganz klassisch aufgebaut. Was die Starphonic Snares von anderen Trommeln am Markt unterscheidet, ist die verbaute Hardware. Da wären besonders die zehn durchgehenden Spannböckchen mit drehbaren und wegklappbaren Spannschrauben-Aufnahmen, welche in den sogenannten „Grooved Hoop" Spannreifen in einer rundherum eingelassen Vertiefung eingehakt werden. Für einen Fellwechsel müssen also die Schrauben nur gelöst, aber nicht komplett abmontiert werden.

Hardware-Lösungen mit Blickfang

Die Spannreifen sind im Prinzip geniale Weiterentwicklungen des nach innen gewölbten Single Flange Designs, welches der eine oder andere sicherlich von Vintage Drums her kennt – mit dem Unterschied, dass bei den Starphonic Hoops die Klauen nicht auf dem oberen Teil des Spannreifens greifen, sondern darunter verlagert wurden und somit beim Spielen nicht im Weg sind. Sämtliche Hardware ist sehr gut verchromt, und alle Teile sind gummiunterlegt. Die Teppichspannung ist beidseitig regulierbar, dazu stehen komfortabel dimensionierte und in kleinen Abstufungen verstellbare Rädchen an der Linear Drive Abhebung und am Butt End zur Verfügung. Ein weiteres Feature ist, dass der Teppich an beiden Seiten einfach abgenommen werden kann, zum Beispiel, um das Resonanzfell zu stimmen. Dazu müssen auf jeder Seite nur zwei Vierkantschrauben gelöst werden. Zwei Aussparungen im unteren Spannreifen ermöglichen eine unkomplizierte Demontage, hinterher kann der Teppich an Ort und Stelle wieder eingesetzt werden. Beim Snareteppich-Modell handelt es sich um einen 20-Spiraler aus Carbonstahl. Die Felle kommen, wie bei allen Starphonic Snares, von Evans. Ein beschichtetes G1 ist als Schlagfell montiert, auf der Resonanzseite ist ein klares Snare Side 300 aufgezogen.

Schon beim Auspacken der Snare kommt Freude auf

Die Trommel ist optisch eine wirklich beeindruckende Erscheinung, makellos gefertigt und macht schon beim Anschauen richtig Spaß. Auch haptisch ist sie, trotz des dünnen Kessels, alles andere als ein Leichtgewicht, sie wiegt proppere 5,5 Kilogramm. Als weiteres Zubehör gibt es im Karton noch zwei Bänder zum Austausch gegen die werkseitig montierten Schnüre des Snare-Teppichs sowie einen Stimmschlüssel. 

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