Hersteller_Tama Drumset_ohne_Becken
Test
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01.04.2015

Tama Silverstar Standard Test

Kesselsatz inklusive Hardware

Ein Silberstreif am Horizont

Das Tama Silverstar VP52KR-SRM im bonedo Test - Der japanische Hersteller bietet mit dem Silverstar Drumset ein Komplettpaket aus Trommeln mit Hardware für ambitionierte Einsteiger und fortgeschrittene Trommler an. Bei ausgetüftelten Komponenten, einem großen Angebot an unterschiedlichen Größen und klassischen Finishes zu einem reizvollen Preis, fangen die Augen trommelnder Schnäppchenjäger schnell an zu funkeln.

Als die Beatles 1964 in der „Ed Sullivan Show“ ihren ersten Auftritt im amerikanischen Fernsehen hatten, entschlossen sich viele heutige Top-Drummer, die damals mit ihren Eltern vor dem Fernsehr diesen legendären Auftritt verfolgten, auch Trommler zu werden. Bis heute beschreiben viele Musiker diesen TV-Auftritt gar als wegweisenden Tag in ihrem Leben. Doch neben zukünftigen Groove-Monstern erkannten auch japanische Trommelbauer diesen entscheidenden Moment und überschwemmten den Markt daraufhin mit Kopien der Drum Sets amerikanischer Hersteller. Eine der größten Firmen, die in dieser Zeit ihren Grundstein legte, ist Tama, deren alter Firmenname „Star“ nie wirklich verschwunden ist. So gibt es in Tamas Angebot Serien wie Imperialstar, Starclassic, Superstar und eben Silverstar. Mit der letztgenannten Serie versucht Tama nun, den Spagat zwischen Erschwinglichkeit und umfangreicher Ausstattung zu schaffen. Gut klingen soll es bitteschön natürlich auch. Wir schauen mal, ob das Silverstar Drumset dehnbar genug für dieses sportliche Unterfangen ist. 

Details

Rot schimmernde Birke

Das Test-Set besteht neben dem fünfteiligen Hardware-Set aus einer tiefen 22x18 Zoll großen Bass Drum, Toms in den Größen 10x7, 12x8 und 16x14 Zoll und einer Snare mit 14x5 Zoll. An den innen geölten Birkenkesseln sind „Low Mass“ Stimmböckchen angebracht, die die Trommeln beim Schwingen so wenig wie möglich dämpfen sollen. Die dünnen sechslagigen Kessel sind laut Hersteller nach den selben Kriterien gefertigt wie Tamas High-End Drums. An der siebenlagigen Bassdrum ist ein ausfahrbarer Tomhalter montiert, der als zusätzliches Feature auch waagerecht verschiebbar ist. Einmal mit den stufenlos einstellbaren Kugelgelenken in den richtigen Winkel gebracht, können die Toms damit nach vorne oder hinten geschoben werden. Diese sind mit dem Star Mount System aufgehangen, deren Schrauben sich ebenfalls waagerecht so verschieben lassen, dass sie zu keiner Zeit sich selbst oder der Tomhalterung im Weg sind. Zwei schöne Feinheiten, die einem das Einstellen leichter machen. Für gute Schwingungen soll das Star Mount System sorgen, das elastisch an den Spannschrauben der Trommeln befestigt wird: Es besteht aus einer circa einen Zentimeter starken Gabel, die beinahe die Hälfte des Schlagseiten-Rims umschließt und mit einer Klemme am Tom-Arm angebracht wird. Die Silverstar-Serie ist in verschiedenen Lack- und Folien-Finishes erhältlich. Das Finish des Test-Sets heißt Satin Red Mahogany und gibt einen Blick auf die schöne Beschaffenheit der Birkenkessel frei.

Die Hardware: Fast alles was man braucht

Zusätzlich zu den Kesseln ist beim Tama Silverstar ein umfangreiches Hardware-Paket inbegriffen. Neben zwei Galgenbeckenständern und einem Snare-Ständer werden auch die beiden preiswerten Einstiegsversionen der legendären Iron Cobra Fußpedale geliefert. Das HP200P Bassdrum-Pedal ist mit einer Bodenplatte, einfachen Grundeinstellungsmöglichkeiten und dem Power Glide System ausgestattet. Bei der Iron Cobra HH205 Hi-Hat Maschine lassen sich Federspannung und Position der Beine justieren. Außerdem ist an der soliden Hi-Hat Clutch noch eine Aussparung zur Schonung des oberen Beckens zu finden. Alle Stative sind in ihren Einstellmöglichkeiten stufenlos verstellbar, außerdem doppelstrebig und machen einen stabilen Eindruck. Leider ist im Hardware-Paket kein Hocker enthalten.

Ready to rock

Alle Felle liegen bei den tadellos verarbeiteten Kesseln zwischen der zweiten und dritten Lage auf. Die nach innen verlaufende 45 Grad Gratung ist an den Außenseiten mit einem leichten Gegenschnitt versehen. Jede Trommel des Kits ist ein Musterbeispiel für Tamas Präzisionsarbeit. Alles ist sauber geschnitten, geleimt, verchromt und verschraubt. Die Snare Drum und die Toms sind mit Tamas Sound Arc Hoops ausgestattet, die den Stick Saver Hoops von Slingerland nachempfunden sind, deren dritte Flansch nicht wie üblich nach außen, sondern nach innen zeigt. Das sieht nicht nur schick aus sondern vermindert auch den Stockverschleiß. Bis auf die Snare, mit ihrem doppellagigen und aufgerauten Schlagfell, sind alle Drums mit klaren, einschichtigen Tama Power Craft Fellen bezogen. Einzige Ausnahme ist die wuchtige und schwere Bassdrum, deren Power Craft Fell mit zusätzlichem Dämpfungsring an ein gewöhnliches Powerstroke erinnert. An der fünflagigen Snare ist neben der simplen Abhebung ein Teppich der einfachen Bauart montiert. 

Soweit zeigt sich Tama von seiner besten Seite – wie das klingt, erfahrt ihr im Praxisteil.

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