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Test
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01.11.2016

SPL Creon Test

USB-Audiointerface

Creotiv Werkzeug


SPL hat den Creon als Gesamtlösung für das moderne Desktop-Studio designt. Dementsprechend sitzt er als Tabletop-Gerät auf dem Arbeitstisch und bietet direkten Zugriff auf alle Parameter. Die Regler besitzen eine üppige Größe, was sie einwandfrei bedienbar macht. 

Das Konzept kennen wir bereits vom Crimson, der Creon ist als kleinere Variante mit je zwei Ins und Outs ausgestattet. Für wen die geschrumpfte Variante genau die richtige ist, erfahrt ihr hier!

Details

Allgemeines

Der SPL Creon ist ein Audiointerface im Tabletop-Design. Es arbeitet mit maximal 24 Bit/ 192 kHz und ist als 2-In-2-Out-Gerät konzipiert. Dennoch gibt es deutlich mehr Anschlüsse. Die Stahlblech-Kiste wiegt 2,7 kg und fordert 67 x 330 x 212 mm (H x B x T) Platz. Creon arbeitet mit Windows ab XP, unter OSX funktioniert es sogar class compliant, also treiberlos. Daher läuft Creon auch mit iOS-Devices.

Zwei Preamps und fünf Inputs

Der Creon verfügt über zwei Preamps. Die Vorverstärkung wird mit den fetten Gain-Reglern eingestellt, und das mit maximal +60 dB Gain, was einen guten Wert darstellt. Phantomspeisung und Low-Cut (6 dB/Oktave@75 Hz) können mit den beleuchteten Druckschaltern aktiviert werden. 

Die XLR-Anschlüsse für Mic-Signale befinden sich auf der Rückseite. Input 2 verfügt über einen zusätzlichen Instrumenten-Eingang mit eigenem Gain-Poti an der Vorderseite. Das ist praktisch, denn die Mic-Inputs wird man meist verkabelt lassen, während Bass und Gitarre im Bedarfsfall eingesteckt werden – zumindest hier, da es ja auch nur einen Instrumenten-Eingang gibt. Ist der Instrumenteneingang belegt, wird der Mic-In stumm geschaltet.

Zusätzlich gibt es einen TRS Stereo-Line-In (+4 dBU) auf der Rückseite, der wiederum Vorrang vor den Mic-Inputs hat. Einen Umschalter hätte ich an dieser Stelle sinnvoller gefunden, dann hätten alle Kabel gesteckt bleiben können, was für Ordnung auf dem Arbeitstisch sorgt. Die Gain-Potis der Preamps haben keinen Einfluss auf die Line-Ins.

Vier weitere Eingänge


Alle gerade besprochenen Eingänge können aufgenommen werden. Die beiden weiteren Stereo-Ins auf der Rückseite sind zum reinen Abhören gedacht. So kann man beispielsweise ohne eingeschalteten Rechner TV, CD-Player oder iPhone anschließen und zum Lieblingsplayback singen oder spielen. Es gibt ein Cinch-Pärchen auf -10-dBV-Niveau und einen symmetrischen TRS-Anschluss. Diese Stereo-Inputs werden als Sources bezeichnet und lassen sich im mittleren Bedienfeld zuschalten. 

Monitor-Out Hardware Monitor-Mix

Das Signal wird via Stereo-XLR auf der Rückseite herausgeführt. Hier kann man direkt Monitorboxen anschließen, da das ganz große Poti diesen Ausgang zusätzlich in der Lautstärke regelt. Darüber gibt es zwei weitere Potis, wovon das linke die Kopfhörer-Lautstärke bestimmt. Der 6,3-mm-Kopfhörerausgang befindet sich vorderseitig.

Main-Out und Kopfhörerausgang teilen sich einen Wandler, denn es handelt sich ja um ein 2-In/2-Out-Interface. Der Monitor-Mix-Regler blendet zwischen den aktiven Eingängen und dem DAW/Sources-Weg über, sodass man das Verhältnis zwischen Instrument/Gesang und Playback komfortabel und latenzfrei einstellen kann. 

Schicke, beleuchtetet Schalttafel

Aktive Eingänge werden über die fünf orange-farbigen Taster in der Dreiecks-Formation definiert. Zur Auswahl stehen Inputs 1/2, was den Preamps/Line-In entspricht, DAW1/2 (das Signal vom Computer) sowie die Sources Jack und RCA. Es lassen sich also vier Stereo-Signale gleichzeitig abhören.

Der rot-beleuchtete Mono-Taster summiert die Inputs 1 und 2, sodass man auch bei einer Monoaufnahme das Signal auf beiden Seiten hört. Der Speaker DIM wiederum senkt den Level für den Main-Out.

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